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Wir lassen sie verhungern: Die Massenvernichtung in der Dritten Welt [Gebundene Ausgabe]

Jean Ziegler , Hainer Kober
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (29 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

10. September 2012
Provokant, kritisch, kämpferisch

Der jährliche Hungertod von mehreren zehn Millionen Menschen ist der Skandal unseres Jahrhunderts. Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind unter zehn Jahren. Und das auf einem Planeten, der grenzenlosen Überfluss produziert. Dieser Massenvernichtung von menschlichem Leben begegnet die öffentliche Meinung mit eisiger Gleichgültigkeit – solange die alltäglichen Katastrophen nicht allzu aufdringlich »sichtbar« werden, wie etwa die Hungersnot, die seit Sommer 2011 in fünf Ländern am Horn von Afrika eine tödliche Bedrohung darstellt.

Jean Ziegler verbindet seine Erfahrungen aus acht Jahren als UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung mit seinem unermüdlichen Kampf für eine friedliche, gerechte Welt. Er erinnert an die dramatische ungleiche Verteilung von Reichtum, an die strukturelle Gewalt unserer Weltordnung, an Milliardenzocker, die Nahrungsmittel monströs verteuern, und er zeichnet das brutale Bild des Hungers.


Hinweise und Aktionen

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Wird oft zusammen gekauft

Wir lassen sie verhungern: Die Massenvernichtung in der Dritten Welt + Die neuen Herrscher der Welt: und ihre globalen Widersacher + Der Hass auf den Westen: Wie sich die armen Völker gegen den wirtschaftlichen Weltkrieg wehren
Preis für alle drei: EUR 38,93

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: C. Bertelsmann Verlag; Auflage: 2. Auflage (10. September 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 9783570101261
  • ISBN-13: 978-3570101261
  • ASIN: 3570101266
  • Originaltitel: Destruction Massive
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (29 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 23.744 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein großes Buch, hervorragend recherchiert." (Süddeutsche Zeitung)

"Starke Worte! Das Buch ist allen zu empfehlen, die wissen wollen, warum trotz Milleniumszielen und Entwicklungshilfe immer noch Millionen Menschen an Hunger sterben." (rbb radioeins, "Die Weltverbesserungsidee der Woche")

"Ziegler ist ungemütlich, Ziegler ist laut, manchmal schrill. Aber manchmal braucht es eben Schreie, um die Ohren der Gleichgültigen zu erreichen. Provokant, wichtig, gut." (NRZ)

Über den Autor

Jean Ziegler, geboren 1934 im schweizerischen Thun, lehrte bis zu seiner 2002 erfolgten Emeritierung Soziologie an der Universität Genf und als ständiger Gastprofessor an der Sorbonne/Paris, er war von 2000 bis 2008 UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Mitglied im Beratenden Ausschuss des Menschenrechtsrats und im Beirat von "Business Crime Control".

Jean Ziegler wurde in jungen Jahren geprägt von seiner Freundschaft zu Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir sowie durch einen zweijährigen Afrika-Aufenthalt als UN-Experte nach der Ermordung Patrice Lumumbas („Ich habe mir geschworen, nie wieder, auch nicht zufällig, auf der Seite der Henker zu stehen.“). Bis 1999 war Jean Ziegler Nationalrat im Parlament der Schweizer Eidgenossenschaft. Seine Publikationen wie »Die Schweiz wäscht weißer« und »Die Schweiz, das Gold und die Toten« haben erbitterte Kontroversen ausgelöst und ihm internationales Ansehen. Zuletzt erschien der Weltbesteller »Das Imperium der Schande«“ im C. Bertelsmann Verlag. Ziegler gehört zu den international profiliertesten und charismatischsten Kritikern weltweiter Profitgier und ist derzeit Mitglied des UN-Menschenrechtsrates.

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Kundenrezensionen

4.6 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
73 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein notwendiger Aufschrei! 8. September 2012
Von Christian Döring HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Feinde und Freunde hat sich der Schweizer im Laufe seiner Lebensjahrzehnte überall gemacht. Ein Freund glasklarer Worte ist er. Wenn er meint, wir wären am Hungertod von jährlich mehreren Millionen Menschen Schuld, dann sagt er dies auch ohne wenn und aber.

Mit Hilfe von Statistiken, vielen weiteren Zahlen und mir bislang unbekannten Hintergrundinformationen kann er dies beweisen. Der einstige UNO-Diplomat sagt heute in seinem Buch: "Der jährliche Hungertod von mehreren zehn Millionen Männern, Frauen und Kindern ist der Skandal unseres Jahrhunderts." Ohne Zweifel ist dies ein Skandal. Ein weiterer ist allerdings auch, dass das Wissen um diese Tatsache gar nicht so neu ist, aber wir in den reichen Ländern noch immer nicht den Aufstand der Anständigen organisieren, um diesen Skandal des Jahrhunderts zu beseitigen. Wer überlegt sich schon die Dimension von zehn Millionen? In seinem Buch schildert der Autor den Tod von Kindern anhand von Zahlen, aber auch mit ergreifenden Worten, mit denen er seine Beobachtungen in einer afrikanischen Krankenstation beschreibt. Eine Krankenschwester wählt unter den vor den Toren der Einrichtung stehenden Müttern mit ihren halbverhungerten Kindern, diejenigen zur Behandlung aus, bei denen eine Behandlung noch Sinn macht. Die anderen bleiben sich selbst überlassen und bleiben chancenlos zurück.

Sehr genau geht Jean Ziegler darauf ein, dass unser Problem nicht die schnell wachsende Weltbevölkerung ist: "In ihrem augenblicklichen Zustand könnte die Weltlandwirtschaft problemlos zwölf Milliarden Menschen ernähren, was gegenwärtig fast der doppelten Weltbevölkerung entspräche." Harsche Kritik übt der Autor an der Politik der Weltbank.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Raubgesindel, Spekulations-Banditen, Bank-Halunken 23. November 2012
Von FMA
Format:Gebundene Ausgabe
Ziegler macht zunächst auf verhältnismäßig unscheinbare Probleme aufmerksam. Oft könne mit relativ geringem Aufwand Ursachen für Hungerkatastrophen beseitigt werden. Einfache Bewässerungssysteme beenden das Ausgeliefertsein an Witterungsextreme. Wanderheuschrecken, die immer wieder Ernten vernichten, könne man kostengünstig mit Insektiziden entgegengewirken. Ebenso würden solide Lagersysteme verhindern, dass Getreidereserven verderben oder durch Tiere angegriffen werden. Die nötige Infrastruktur kann bei Dürren die Versorgung sichern. Etc. Ein ausreichender politischer Wille könne hier viel bewirken.

Des Weiteren greift Ziegler das Thema Korruption auf. Er führt als Beispiel Indien an, wo regionale Verantwortungsträger immer wieder in Notzeiten Auslieferungen blockieren, um so die Preise nach oben zu treiben.

In einem interessanten geistesgeschichtlichen Exkurs geht Ziegler auf die Suche nach der Wurzel der modernen Gleichgültigkeit des Westens gegenüber der Not der armen Teile der eigenen sowie der Weltbevölkerung insgesamt. Er sieht die Wurzeln in der unkritischen Übertragung naturalistischer Denkansätze auf gesellschaftliche Fragen. So sei in Malthus Theorie vom Bevölkerungswachstum Unterernährung nicht mehr etwas, gegen das sich Menschen, die die Mittel dazu haben, engagieren müssen, sondern im Gegenteil ein notwendiges Übel, wenn Überbevölkerung nicht zu einer Hungerkatastrophe für die ganze Menschheit führen soll. Ganz ähnliche Denkansätze gab es u.a. seitens Adam Smith, D. Ricardo, E. Haeckel, H. Spencer, Ch. Darwin.
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30 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Solidarität angewiesen." (Jean Ziegler)

Prof. Dr. Jean Ziegler hat ein Buch geschrieben, das zur Pflichtlektüre für alle Spekulanten auf den Finanzmärkten, aber auch für alle Politiker und Wirtschaftslenker werden sollte.

Jährlich sterben mehrere zehn Millionen Männer, Frauen und Kinder am Hungertod. Alle fünf Sekunden muss ein Kind unter 10 Jahren aufgrund von Hunger sein Leben lassen, trotz des grenzenlosen Überflusses, der auf unserer Erde produziert wird. Wie der Autor hervorhebt, könnte derzeit die Weltlandwirtschaft ohne Probleme zwölf Milliarden Menschen ernähren, demnach das doppelte der derzeitigen Weltbevölkerung. Die Situation wäre also abwendbar. Der Schlussfolgerung des Autors aufgrund dieser Gegebenheiten "Ein Kind das an Hunger stirbt, wird ermordet" kann man nicht widersprechen, (vgl.: S.15).

Jean Ziegler hält fest, dass der Massenvernichtung seitens der öffentlichen Meinung des Westens mit eisiger Gleichgültigkeit begegnet wird, obschon bereits 1946 seitens der UNO ein erster weltweiter Feldzug gegen den Hunger unternommen worden ist. Dieser war die Folge der kollektiven Leidenserfahrung der hungernden europäischen Völker. Der Autor schreibt, dass Hitler, bevor er mit der systematischen Vernichtung der Juden und Zigeuner begann, einen Hungerplan entwickelt hatte, mittels dem er bezweckte, eine möglichst große Zahl von Häftlingen zu beseitigen, (vgl.: S.16).

Für Jean Ziegler ist Hunger ein organisiertes Verbrechen. Wie seine Recherchen ergeben haben, ist das Recht auf Nahrung dasjenige, welches auf unserem Planeten offenbar am häufigsten, am zynischsten und am brutalsten verletzt wird, (vgl.: S.25).
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Woher kommt unser Wohlstand?
In diesem Buch wird sehr gut beschrieben, wie wir alle willentlich und unwillentlich am Elend des größten Teils der Erdbevölkerung beteiligt sind. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Tagen von ceruda veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Erschütternd und hoffnungslos
Herr Ziegler zeigt verständlich auf, wie es auf dieser Welt zugeht. Konzerne sind wie Heuschrecken, sie verleiben sich alles ein, sie nehmen sich was anderen gehört und... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von abwimmers veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ziegler empört sich - und wir sollten es auch
Jean Ziegler der nimmermüde Kämpfer gegen den Hunger empört sich einmal mehr über die Ungerechtigkeit - und das völlig zu Recht. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Mike NYK veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Lebensfeindliche Propaganda
Zustimmung verdient Ziegler nur bei seiner Charakterisierung der Profiteure und Spekulanten. Das ist aber nichts Neues. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Dr. Dietrich Schwägerl veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Eine Anregung über vieles nach zu denken.
Ein sehr ehrliches und gut zu verstehendes Buch und es bleibt die Frage : was kann man selber tun ?
Vor 3 Monaten von madrugada56 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen ein ausgezeichneter, anschaulicher Einblick in die Bedeutung des...
Jean Ziegler zeigt authentisch und erfahren, was es bedeutet zu hungern. Er kennt aus eigenem Erleben vielfältige Ursachen und die Schwierigkeit von Veränderungen. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Maria Gubisch veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Sehr empfehlenswertes Buch
Jean Ziegler beschreibt in geradezu dramatischer Art und Weise den Zustand der hungernden Bevölkerung dieser Erde. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Werner Zielina veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen macht einen nachdenklich
Wie schafft man es, nach diesem Buch, nicht an der Menschheit zu verzweifeln?
Vielleicht wegen der Kinder, die an einer Stelle im Buch mit Essen versorgt werden ...
Vor 5 Monaten von StudeoVeritas veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Was wir hier wissen müssen...
Wenn wir davon ausgehen, dass wir Wohlhabenden eine kleine Minderheit auf dieser Welt sind, dann kann man nicht so arrogant sein nicht hinzuschauen. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von ecj veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Intellektuelles Totalversagen
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll mit meiner Kritik.
Das Buch besteht aus einer Aneinanderreihung von Fehlinformationen, Missverständnissen und auch... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Düsseldorf1967 veröffentlicht
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