Ich unterteile diese Rezension in einem Teil guter und einen Teil schlechter Kritik.
Beginnen möchte ich mit dem schlechten Teil!
Seit Hape Kerkeling und dessen guten, unterhaltsamen Werk, springen mehr oder weniger prominente Autoren auf den fahrenden Zug auf und schreiben mehr oder weniger gute Werke zu Thema Wandern/Radln/Reisen.
Frau Speidels Werk ist ebenfalls dieser Schiene zuzurechnen! Böse geschrieben könnte es dem Budget und der PR zugeordnet werden!
Nun genug der "fiesen Unterstellungen".
Das Werk ist leicht, schnell zu lesen, hat Stellen, wo ich vom Schmunzeln bis zum Lachen neige. Teilweise bin ich froh, dass es doch noch sympathische Durchgeknallte gibt.
Ich bin auch glücklich, wiedermal ein Thema zum Radreisen zu lesen, wo es nicht allzu exotisch ist oder immer nur um komplette Weltumradlungen oder sonstige unsinnigen Expeditionen (per Rad!) geht. Sondern Touren quasi vor der Haustür!
Frau Speidel beschreibt sich und ihrem Lebensgefährten als Laien auf dem Gebiet der Radreisen. Es erfordert keinen besonderen Intellekt oder Fachkenntnisse, um über die Erlebnisse zu schmunzeln.
Gelegentlich gibt es auch in meinen Augen ein paar arge Schnitzer (Intimrasur, etc...). Es zeigt,dass bekannte/berühmte Menschen auch nur mit Wasser kochen. Gut so!
Frau Speidel gibt die pedantische, nörgelnde Deutsche, Herr Maccallini den ruhigen, teils philosophischen Italiener!
Der größte Fauxpas wäre ein zweiter Teil, der würde den Schwung des Erstlings glatt nieder fahren.
So kann ich Frau Speidel und Herrn Maccallini nur gratulieren zu diesem Werk.
Auch wenn Frau Speidel anmerkt, dass Herr Maccallini lügt wie gedruckt!