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Wir erzählen uns Geschichten, um zu leben: Mit einem Nachwort von Antje Ravic Strubel
 
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Wir erzählen uns Geschichten, um zu leben: Mit einem Nachwort von Antje Ravic Strubel [Taschenbuch]

Joan Didion , Antje Rávic Strubel
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: List Taschenbuch (1. April 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548608914
  • ISBN-13: 978-3548608914
  • Originaltitel: Collection of Essays
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 180.352 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Joan Didion
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Jeder ihrer Sätze ist kostbar.« (Die Welt)

»Joan Didion ist seit Jahrzehnten eine der überragenden Gestalten in der Landschaft der amerikanischen Intellektuellen.« (Die Zeit)

»Ihr Tonfall ist ruhig, müde beinahe, aber ihre Beobachtungen und die Schlüsse, die sie aus ihnen zieht, sind von einer glasklaren Präzision... es scheint, als hätte sie die ganze Zeit mit halb geschlossenen Lidern an der Wand gelehnt und diesem Jahrzehnt trotzdem direkt in die Augen gesehen.« (FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG/ 01.06.08/ador)

»Vor Didions scharfem Blick hat kein wohlfeiler Traum, kein billiger Mythos Bestand..« (NZZ am Sonntag/ Ales Capus/ 29.06.08)

»Eine unerschrockene und kampfeslustige Kommentatorin unserer Zeit. Also eine rare Figur. Ihre besten Texte aus dem vorliegenden Buch haben einen rauen Charme und sind geprägt von einem - auch gegen sich selbst - rücksichtslosen Willen, die Wirklichkeit zu erkennen. Dass auch Joan Didion ihre schwachen Seiten hat, verzeiht man gerne. Denn die meisten dieser vierzig Jahre alten Essays besitzen den Mut zur Kühnheit. Und der überrascht den Leser 2008, weil er so etwas schon lange nicht mehr in der Zeitung gelesen hat.« (DEUTSCHE WELLE/ Brigitte Neumann/ 20.07.08)

»Die Autorin analysiert scharf, und doch verletzt sie nie mit enttäuschtem Zynismus. Vielmehr ist es ein Genuss, von ihr die bitteren Wahrheiten dieses Lebens serviert zu bekommen.« (KÖLNISCHE RUNDSCHAU/ 17.07.08/ Thomas Linden)

NZZ am Sonntag/ Ales Capus/ 29.06.08

»Vor Didions scharfem Blick hat kein wohlfeiler Traum, kein billiger Mythos Bestand..« -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Keine Blume ins Haar 11. Januar 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Auf die Autorin bin ich durch einen Zeitungsartikel gestoßen. Berichtet wurde von einer Veranstaltung der "New York Review of Books", auf der Obama euphorisch gefeiert wurde. Alle Anwesenden waren sich in ihrer Begeisterung einig - nur eine wollte da nicht mitmachen. Das war Joan Didion. Sie äußerte öffentlich ihr Unbehagen. Nicht an Obama, mit dem habe es nichts zu tun. Es rühre eher von der Art her, wie der neue Präsident gefeiert werde. Wenn nun von Amerikanern gesagt werde, die Welt freue sich mit Amerika und sei mit Amerika, dann klinge das wie 2003, als Amerika darauf wartete, von Irakern mit Blumen begrüßt zu werden. Das heutige Beschwören der Sechzigerjahre, ohne jeden Sinn für die wirkliche soziale Situation damals, oder der neuerdings inflationäre Gebrauch von Wörtern wie "transformierend" oder "inspirierend" - das ist für Didion ein Alarmzeichen dafür, dass pragmatische oder politische Fragen nun wieder wie moralische Fragen behandelt werden.
Der Artikel hatte meine Neugier auf Joan Didion geweckt. Und dieser Essayband hat mir ihre Skepsis plausibel gemacht. Er enthält vor allem Texte aus den Sechzigerjahren, aus der Zeit der Hippiebewegung. Deren spezifischen Sinnkonstruktionen widmete sie ihr besonderes Interesse: Experimente mit Drogen, Musik und sexuellen Beziehungen sowie den politischen Bewegungen und dem Zeitgeist der späten Sechzigerjahre. Was Didions Texte ausmacht, das ist diese besondere Distanz, die sie dabei einhält. Ganz so, als wäre sie Forscherin in einem Labor, die ihre Objekte unter einer Lupe betrachtet. Sie isoliert sprachliche Äußerungen, die ihr prägnant erscheinen. Als Meisterin der Sprache entlarvt Didion jeden Anflug von Selbsttäuschung, in die die Angehörigen der Flower-Power-Beat-Generation - oder auch ihre Gegner - verfallen, und manchmal wirkt sie dabei ganz schön gnadenlos. Spätestens nach der Lektüre ihres berühmt gewordenen Essays "Die Stunde der Bestie" möchte man sich jedenfalls keine Blume mehr ins Haar stecken, und San Francisco kann einem gestohlen bleiben. Didion zeichnet das Sittenbild einer zertrümmerten Gesellschaft, einer Gesellschaft, die - wie sie es nennt - immer mehr der "Atomisierung" anheim fällt.
Als Drehbuchschreiberin ist Didions anderer thematischer Schwerpunkt die Filmindustrie Hollywoods. Dabei nimmt sie ein paar Mythen und Klischees aufs Korn, die allerdings bei weitem nicht so interessant sind wie ihre gesellschaftlichen Analysen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Seit jeher sind die Bücher Joan Didions etwas für Kenner. Im besten Sinn anspruchsvoll unterstützen sie eine geistige Unabhängigkeit, halten die Freude am Denken lebendig. Berufsoptimisten kommen weniger auf ihre Kosten. Didion lädt nicht zum Schmunzeln und Spaßhaben ein, sondern zum Reflektieren.
Antje Strubel hat diesen klugen und desillusionierenden Geschichten ein Vorwort geschrieben. Es ist kongenial und verdient höchsten Respekt.
Ich habe dieses Buch schon mehrfach verschenkt. Es hat den Wert eines Diamanten und kostet bei weitem weniger.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Neben der vor einigen Jahren verstorbenen Susan Sontag ist Joan Didion, Jahrgang 1934, vielleicht d i e herausragende kritische Beobachterin der amerikanischen Gesellschaft und wird von den dortigen Intellektuellen ähnlich geschätzt wie diese.

In diesem vorliegenden Buch sind in einer Neuübersetzung Essays erschienen, die die Journalistin und Autorin zwischen 1961 und 1978 geschrieben hat.
Gerade in diesen Tagen, wo mit der Wahl Barack Obamas zum 44. US-Präsidenten sich die ans Messianische grenzenden Hoffnungen von Millionen von Menschen Ausdruck verschaffen, vermitteln Didions frühe Essays eine Wiederbegegnung mit einem anderen Amerika, das inzwischen Geschichte ist.

Joan Didion verknüpft in ihren Texten Reflexion, Autobiographisches, Berichterstattung und Kommentar zu sehr gehaltvollen sprachlichen Gebilden. Sie schreibt aus einer sozusagen doppelt inneren Perspektive: aus dem Inneren des Geschehens und durch die Reflexion in eigenen inneren Beteiligung daran.
Dennoch wahrt sie zu ihrem jeweiligen Thema immer die Distanz, lädt den Leser ein zum kritischen Mitdenken und offenbart so eine wunderbare und beispielhafte Zeitgenossenschaft.
Sie formuliert mit scharfer Erkenntnis, ohne Pathos, leider aber auch oft ohne Hoffnung.
Ein lesenswertes Buch für alle, die an der amerikanischen Kultur und Gesellschaft interessiert sind. Vielleicht nimmt ihre Zahl ja nun wieder etwas zu.
War diese Rezension für Sie hilfreich?

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