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Wir bleiben in der Nähe [Taschenbuch]

Tilman Rammstedt
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Der Titel, gemeinhin als beruhigende Versicherung fürsorglicher Eltern an ihre ängstlichen Kinder gedacht, gewinnt in Tilman Rammstedts Werk eher bedrohlichen Charakter. „Lernt, loszulassen“, möchte man Felix und Konrad gerne therapeutenhaft zurufen, „klammert nicht so!“ Eine simple Einladung hatte den Jugendtraum der Freunde zum Platzen gebracht. Katharina, die frühere Jugendfreundin und Teilzeitgeliebte, war im Begriff, einen gewissen Tobias zu heiraten. Dass hier etwas zusammenwuchs, was garantiert nicht zusammengehörte, für Felix und Konrad wird es zur fixen Idee. So einfach ließen sie sich nicht abschütteln!

Die Lebenswege der drei hatten sich allmählich auseinander entwickelt. Nun geriert sich der renitente Felix als bewahrende Kraft. Er überredet den zögerlichen Konrad, zu Katharina nach Hamburg zu reisen, um ... ja, was eigentlich? Sie zur Umkehr zu bewegen? Die alten Zeiten heraufzubeschwören um sie auf immer festzuhalten? In einer lächerlichen Slapsticknummer lauern die beiden, idiotischen Hobbyschnüfflern gleich, Katharina in einem Supermarkt auf. Die, unerwartet cool, lässt die alten Freunde bald noch älter aussehen. Im Gegensatz zu ihnen scheint Katharina im Leben angekommen zu sein.

Zum Schlussakt finden wir uns in einem Haus an der französischen Atlantikküste wieder. Mit Hilfe von Schlaftabletten und Tobias' Wagen haben die selbsternannten Erziehungsberechtigten Katharina hierher entführt. Hier soll ihr klargemacht werden, dass ein richtiges Leben im Falschen nicht möglich sei, sollten die gemeinsamen Träume wieder zum Leben erweckt werden. Doch wie sahen diese Träume aus. Über ein hilflos stammelndes „alles sollte eben irgendwie anders werden“ kommt auch Ich-Erzähler Felix nicht hinaus. Rammstedt zeichnet ihn als dauerphilosophierenden, von den Zumutungen eines Lebens, das nicht hielt, was es versprach, früh Versehrten.

Doch klare Atlantikluft schafft klare Verhältnisse. Die kluge Katharina erkennt, dass die veränderungswütigen Freunde lediglich das Gestern herbeisehnen, während sie selbst den Auf- und Ausbruch wagte. Sie stellt ihre "Entführer" vor die alles entscheidende Frage! --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

kulturnews.de

Katharina, Konrad und Felix waren einmal eine Ménage â trois. Dass diese Beziehungsform 2005 aber ganz und gar nicht mehr geht, hat nur Katharina kapiert. Längst ist die Pragmatikerin aus dem verlotterten Berlin ins erwachsene Hamburg gezogen, von wo sie ihren Ex-Freunden eine Einladung zur Hochzeit schickt. Konrad und Felix reagieren mehr (Felix) oder weniger (Konrad) geschockt, jagen nach Hamburg, betäuben Katharina und entführen sie nach Frankreich. Wo sie erstmal nichts miteinander anzufangen wissen. Das klingt tragisch, nach Auseinanderleben, nach der hoffnungslosen Sehnsucht nach dem ganz anderen Leben - und ist doch nur wunderbarer Slapstick vor traurigem Hintergrund. Tilman Rammstedt hat ein Gespür für Pointen, für Timing, für klug gesetzte Perspektivwechsel, aber oft macht er alles (und das ist dann zuviel) richtig.(fis) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

"Tilman Rammstedt ist der Erzähler einer neuen Zeit." (Welt am Sonntag)

Kurzbeschreibung

„Tilman Rammstedt ist der Erzähler einer neuen Zeit“ (Welt am Sonntag) Felix, Konrad und Katharina waren mal Freunde, aber irgendwann verloren sie sich aus den Augen. Nach Jahren bekommen Felix und Konrad Post aus Hamburg. Eine Einladung: Katharina hat vor, irgendeinen Tobias zu heiraten. Überstürzt brechen die beiden auf, um Katharina vor einem schlimmen Fehler zu bewahren und entführen sie in ein Haus an der französischen Atlantikküste. Bloß will Katharina sich gar nicht retten lassen. Und Felix bleibt nur eine Nacht, um ein Ziel zu finden, für das sich ein Neuanfang lohnt. „Ein junger Autor, den ich sehr schätze, der gerade sein zweites Buch veröffentlicht hat, und ich freue mir ein Bein ab, dass es so gut ist wie das erste.“ (Elke Heidenreich)

Über den Autor

Tilman Rammstedt wurde 1975 in Bielefeld geboren und studierte Philosophie und Literaturwissenschaft in Edinburgh, Tübingen und Berlin. Er ist Texter und Musiker bei der Gruppe Fön (www.euerfoen.de) sowie Mitglied der Lesebühne „Visch&Ferse“. Ausgezeichnet wurde er u.a. mit dem Preis des Open Mike, mit dem Rheinischen Kulturförderpreis, dem New-York-Stipendium der Kulturstiftung der Länder und mit dem Kasseler Literaturförderpreis für grotesken Humor. Tilman Rammstedt lebt in Berlin.

Auszug aus Wir bleiben in der Nähe von Tilman Rammstedt. Copyright © 2005. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Für den Freitag hatte ich Dienste getauscht, so dass wir einen Mittagszug nehmen konnten, am Nachmittag wären wir da, am Abend könnten wir noch einen Zug zurück nehmen, so oder so, da hatten wir uns erkundigt. Die Tage bis dahin hatte ich auf einen Anruf von Konrad gewartet, auf eine E-Mail, eine Postkarte, irgendeine einsilbige Absage, und als die ausblieb, rechnete ich beinah fest damit, dass er einfach gar nicht erscheinen würde. Er wartete aber schon am Bahnsteig, vor sich einen kleinen schwarzen Rollkoffer, nicht dasselbe Modell wie meiner, aber dennoch kaum zu unterscheiden, er las die Titelseite einer doppelt gefalteten Zeitung und sah erst auf, als ich vor ihm stand. „Auf geht’s“, sagte ich, weil es das tun sollte, und Konrad sagte, dass er das nach wie vor alles für eine dumme Idee halte. Ich erwiderte nichts, unser Zug wurde angesagt, und ich beschloss, das als ein endgültiges Argument für meine Position zu deuten. Der Zug war überfüllt mit Wochenendfahrern, die sich in den engen Gängen gegenseitig ihre Reisetaschen an die Schenkel drückten, und trotzdem war ich froh, hier zu sein, im Zug zu sein, der sich von selbst bewegte, der uns an ein Ziel brachte, zweieinhalb Stunden lang gab es nichts zu entscheiden, gab es nur zu sitzen, nur zu warten, die Türen würden sich nur noch einmal vor Hamburg öffnen, in Spandau, und dort wieder auszusteigen, weil man seine Meinung geändert hatte, wäre lächerlich, das würde sich keiner von uns beiden trauen. Ich versuchte ein wenig zu schlafen. Eine Überraschung kostet schließlich Kraft, bei einer Überraschung darf nichts schief gehen, da muss man hellwach sein, schon eine kurze Unaufmerksamkeit, schon ein verstecktes Gähnen kann alles zerstören, doch in meinem Kopf war es viel zu laut, um schlafen zu können, und in Konrads Kopf anscheinend auch, und es drang bis nach draußen.„Was ist, wenn sie sich nicht freut?“, fragte er.„Sie wird sich freuen.“„Aber was, wenn nicht?“„Wenn sie sich nicht freut, dann haben wir uns getäuscht, dann geht nichts wieder los, dann können wir wieder fahren, aber immerhin haben wir dann Klarheit.“ „Bist du sicher“, fragte Konrad, und ich sagte: „Ziemlich“, und versuchte wieder, die Augen geschlossen zu halten. Konrad war immer noch bei der Titelseite. Immer, wenn ich in den letzten Jahren an Katharina gedacht habe, mich gefragt habe, wie es ihr geht, was sie wohl macht, gerade jetzt, in diesem Moment, in dem ich an sie denke, fiel es mir schwer, sie mir vorzustellen. Ich musste immer mit einem bestimmten Detail, einer Szene anfangen, ihrem Mund beim Sprechen, ihren Augen, nachdem sie etwas vorgeschlagen hatte, ihrem Gang von hinten, um von diesem Detail, dieser Szene aus auf das Ganze zu schließen, was dennoch selten gelang. Ich habe versucht, ihr wie mit einem Grafikprogramm von Frisören oder der Polizei längere oder kürzere Haare zu geben, ein paar Falten um die Augen, zwischen Nase und Mund, ich habe sie dicker und dünner gemacht, ihr die Brille aufgesetzt, die sie sich als Kind so gewünscht hatte, ein Nasenpiercing geschossen. Manchmal war sie schwanger, einmal im Rollstuhl.„Wir müssen auf alles gefasst sein“, antwortete ich, und Konrad sagte: „Ja, wahrscheinlich müssen wir das.“ Es war ganz unmöglich, jetzt noch schlafen zu wollen, denn die Kurzfilme, diese abgebrochenen Szenen, wechselten sich in immer kürzeren Abständen ab, die gleich bleibende Einstellung, Katharina, wie sie die Tür öffnet, und dann die Variationen, ein Jubeln, ein erleichtertes Lachen, ein „Da seid ihr ja“, ein kaum verstecktes Entsetzen, ein „Was wollt Ihr denn hier“. Auch die Hintergründe wechseln, Tobias, wie er mit noch erhitztem Gesicht und falsch geknöpftem Hemd aus dem Bad kommt, halbgepackte Umzugskisten, Katharinas Eltern am Esstisch, Katharinas und Tobias’ Eltern beim ersten Kennenlernen, zerbrochene Teller, durchweinte Taschentücher nach dem ersten großen vorehelichen Streit. Das Problem von Überraschungen ist nämlich, dass man sich leider immer mit überrascht. Das ist eine unangenehme Begleiterscheinung, die man unbedingt eindämmen muss. Wenn man die eigene Überraschung allzu leichtfertig in Kauf nimmt, dann ist man viel zu bedacht, viel zu sehr auf der Hut, viel zu umsichtig, um selbst noch halbwegs überraschen zu können. Und deshalb glücken Überraschungen so selten, fast nie, deshalb sollte man sich das immer lieber noch einmal überlegen und nur im Notfall zur Überraschung greifen, aber ich war mir sicher, dass wir es hier mit einem Notfall zu tun hatten. Als durchgesagt wurde, dass wir in wenigen Minuten Hamburg erreichen würden, faltete Konrad seine Zeitung zusammen, ich richtete mich auf, und wir schauten uns an. „Da wären wir“, sagte Konrad. Katharinas Straße befand sich in einer Wohngegend, nur vereinzelt eine Apotheke, ein Reisebüro, ein Kinderbuchladen, Kastanien in gleichmäßigem Abstand. Sicherheitshalber stiegen wir schon an der Kreuzung aus, vielleicht schaute Katharina ja gerade aus dem Fenster, das Taxi fuhr weg, Konrad und ich standen mit unseren fast identischen Rollkoffern auf dem Bürgersteig und sahen uns um. „Nett hier.“ „Ja, schön mit den Kastanien.“ Konrad atmete tief ein, „Also, was ist. Rufen wir sie jetzt an?“, fragte er. Ich schlug vor, uns doch erst einmal das Haus anzuschauen, und wir liefen etwa hundert Meter die Straße hinauf, bis wir an der richtigen Nummer angekommen waren. Das Haus sah so aus wie die meisten Häuser hier, Gründerzeit, hohe Etagen, bepflanzte Balkons, kupfernes Klingelschild. „Falter/Ottensen“ stand in der rechten Spalte ganz oben. „Ottensen“, sagte Konrad. „War ja zu erwarten“, sagte ich und überlegte, ob Katharina wohl ihren Namen behalten würde oder ob schon in drei Wochen das Klingelschild ausgetauscht werden müsste. „Ob er zu Hause ist?“, fragte Konrad.„Keine Ahnung. Wir können ja mal klingeln.“„Und was, wenn Katharina antwortet?“ Das wusste ich auch nicht, woher sollte ich das auch wissen, das würden wir herausfinden. Ich klingelte, nach ein paar Sekunden knackte die Gegensprechanlage, „Ja?“, sagte eine Stimme, Konrad schaute mich mit zusammengepressten Lippen an, die Stimme sagte „Hallo?“ und dann knackte es wieder.„Das war nicht Katharina“, sagte ich.„Schwer zu sagen.“„Das war nie und nimmer Katharina.“ Konrad atmete laut durch die Nase. „Ich ruf sie jetzt an“, sagte er. Selbstverständlich wohnten sie zusammen. Sie waren so gut wie verheiratet, sie wollten ihr Leben miteinander verbringen, alle irdischen Güter teilen, da gehörte eine Wohnung nun einmal mit dazu. Vielleicht sollten wir einfach noch einmal klingeln, uns vorstellen, die Lage erklären, Tobias macht einen Kaffee, und wenn Katharina nach Hause kommt, sitzen wir zu dritt am Küchentisch, mitten in einem angeregten Gespräch. „Tobi“, sagen Konrad und ich dann gerade, „Tobi, da hast du den Nagel auf den Kopf getroffen“, und dann setzt sich Katharina dazu und aus dem Kaffee wird irgendwann Wein und dann sogar der Birnenschnaps, den Tobias’ Großvater selbst in seinem Gartenhaus brennt, und dann fragt Tobias, ob wir nicht alle noch tanzen gehen sollen, und Katharina sagt, dass Tobias doch sonst nie tanzen gehen will, und dann gehen wir tanzen. Die Musik ist ganz und gar grauenhaft, Tobias schämt sich ein wenig und sagt, dass man eigentlich mittwochs hierher kommen müsste, ob wir denn Mittwoch noch da seien. Leider nein, Tobi, sagen wir dann, aber sicherlich ein andermal. Versprochen. Aus dem Treppenhaus waren plötzlich Schritte zu hören. „Weg hier“, sagte Konrad. Wir griffen unsere Koffer und rannten so schnell wir konnten die Straße hinunter. Nirgendwo gab es eine Einfahrt, keinen Laden, keine geöffnete Tür, nichts bot uns Schutz, die nächste Querstraße war zu weit entfernt, und so blieben wir nach ein paar Sekunden hinter einem kleinen Mauervorsprung stehen und pressten uns an die Häuserwand. „Kannst du was sehen?“, flüsterte ich. „Noch nichts“, flüsterte Konrad zurück. „Vielleicht ist er auch nach rechts gegangen.“„Scheiße.“„Was ist?“„Katharina.“„Was?“„Das ist Katharina, sie kommt direkt auf uns zu.“ Wenn man jemanden nach langer Zeit wieder sieht, dann bereitet man sich sorgfältig darauf vor. Man überlegt, ob man sich lieber in einer Wohnung oder auf neutralem Terrain treffen soll, man überlegt, was man anzieht, die Art der Begrüßung, die ersten Sätze, man überlegt auch, wen eigentlich Schuld daran trifft, dass man sich so lange nicht gesehen hat, und ob es für Entschuldigungen oder Vorwürfe schon zu spät ist. All diese Vorbereitungen sind unausweichlich, all diese Vorbereitungen sind auch wichtig, doch sie nutzen leider nichts, wenn man sich schwer atmend an eine Häuserwand presst und diejenige, die man lange nicht gesehen hat, einen beim besten Willen nicht an dieser Häuserwand erwartet, wenn es nur noch Sekunden gibt, in denen man sich entscheiden muss, ob es sich lohnt, auf ein Wunder zu hoffen. Ich entschied mich dagegen, und sagte: „Wir müssen uns küssen“, und Konrad fragte: „Wie bitte?“, und dann schlang ich meinen linken Arm um Konrads Hals, meinen rechten um seine Hüfte, drehte seinen Oberkörper ein wenig zur Seite und presste meinen Mund auf seinen. Konrad war anfangs viel zu überrascht, um irgendetwas zu tun, er wehrte sich weder, noch machte er sonst eine Bewegung, sein Körper war starr. Als Schritte zu hören waren, wisperte ich ihm zu, dass er jetzt aber schleunigst seine Hand an meine Wange legen solle, sonst sei mein Gesicht zu erkennen, und Konrad gehorchte, grub seine andere Hand sogar noch in meinen Mantel und schmiegte den Kopf an meine Schulter. Wir waren fast gleich groß, keiner musste auf die Zehenspitzen. Unsere Münder lagen geschlossen aufeinander, wie in einem Schwarzweißfilm, die Schritte wurden lauter, waren neben uns, ich achtete darauf, ob sie sich verlangsamten, das taten sie aber nur leicht, wenn überhaupt, entfernten sich dann, waren bald nicht mehr zu hören, und nach ein paar Sekunden trennten Konrad und ich uns dann voneinander, ich schaute die Straße hinauf, Katharina war noch zu sehen, sie bog gerade um die Ecke, der wippende Gang, die Haare, wie gewohnt, in einem Pferdeschwanz, doch ob ich sie unter anderen Umständen erkannt hätte, bezweifelte ich.„Das war knapp“, sagte ich. Konrad starrte mich an.„Haben wir doch gut gemacht, oder?“ Konrad starrte immer noch.„Das war Katharina.“ „Ich weiß“, sagte Konrad.„Und was nun?“„Können wir sie jetzt bitte anrufen?“ Ich schüttelte den Kopf. Konrad sah angestrengt aus. „Mir ist kalt“, sagte er, und: „Das führt doch zu nichts“, und dann nahm er seinen Rollkoffer, ging die Straße hinunter, und ich lief hinter ihm her. „Wo willst du hin?“ „Mich irgendwo reinsetzen. Mir ist kalt. Ich muss aufs Klo. Das ist doch alles albern.“ „Warte.“ Ich hielt ihn von hinten an seinen Mantel fest. Er blieb stehen, drehte sich jedoch nicht um. „Lass uns hinterher. Du hast doch selbst gesagt, dass du sie sehen möchtest.“ „Ich habe sie gerade schon gesehen.“ „Das zählt doch nicht. Komm, wir sind so dicht dran. – Bitte, das ist wichtig.“ „Dir vielleicht.“ „Dir auch.“Konrad sagte nichts, ich ließ seinen Mantel los, drehte mich um und ging langsam die Straße wieder hinauf. Nach ein paar Sekunden hörte ich seinen Koffer hinter mir, ich verlangsamte meine Schritte, bis er zu mir aufgeschlossen hatte. „Felix?“ „Ja.“„Küsse ich eigentlich gut?“ „Wie ein junger Gott.“ -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
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