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Wir bleiben in der Nähe Roman
  
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Wir bleiben in der Nähe Roman [Unbekannter Einband]


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Produktinformation

  • Unbekannter Einband
  • Verlag: Reinbek bei Hamburg : Rowohlt-Taschenbuch-Verl. 2007 (1. Januar 2007)
  • ASIN: B002CESZTA
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)

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Tilman Rammstedt
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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Alles beginnt mit Hochzeitseinladungen. So hören Felix, Ich-Erzähler in Tilman Rammstedts neuem Roman "Wir bleiben in der Nähe", und sein ehemals bester Freund Konrad nach drei jahren erstmals wieder von ihrer Freundin Katharina. Sofort ruft Felix Konrad an. Auch die beiden haben seit drei Jahren kein Wort gewechselt. Einstmals waren die Drei unzertrennlich, hatten Luftschlösser gebaut und Zukunftspläne gemacht, wer wann wie zuerst heiraten würde, und jetzt das - Katharina würde heiraten, als erste, dabei war die Position doch für Felix vorgesehen. Für ihn klingt das alles nach Verrat, und so trifft er eine Entscheidung: Katharina muss entführt werden. Nach anfänglichem Zögern ist Konrad dabei, doch was als Spaß und Abenteuer geplant war, entwickelt sich zur Katastrophe: Katharina ist sauer, redet nur das Nötigste mit den beiden und selbst die aufs wesentliche komprimierte Konversation erscheint erwzungen und für alle Beteiligten höchst unangenehm.

Dem Autor ist es meisterlich gelungen, das Gefühl einer verloren gegangenen Freundschaft einzufangen: man hat sich nichts mehr zu sagen, versucht sich an Erinnerungen zu klammern und bekommt immer wieder vor Augen gehalten, dass es niemals wieder wie früher sein wird. Dies alles verpackt Rammstedt in eine amüsante, atemlose, aber immer mit einer Grundmelancholie versehene Sprache, die soviel Wahrheit in sich trägt, dass man jeden Satz mit höchster Aufmerksamkeit liest, aus Angst, auch nur das kleinste Detail zu verpassen. "Man möchte Rammstedt ständig zitieren", schreibt die Frankfurter Rundschau im Klappentext. Dass das stimmt, zeigt beispielsweise folgendes Zitat: "Wir liefen, bis wir das Meer erreicht hatten [...], und ich setzte an, um etwas zu sagen, etwas Großes am besten, etwas Entscheidendes, etwas, das der Ausnamhesituation endlich gerecht würde; es dürfte ruhig etwas pompös ausfallen, das wäre nicht schlimm, der Wind würde es sofort verwehen und nichts stände im Raum. Doch mir fiel nichts ein, beim besten Willen nicht, aber da ich schon einmal angesetzt hatte, musste ich auch auf jeden Fall etwas sagen, ich fragte: 'Ist das eigentlich der Atlantik?', und der Wind verwehte es sofort, auch Konrads 'Ja' verwehte er, nur bei Katharina hatte er wieder einmal nichts zu tun, blies ihr nur ein paar Haarsträhnen ins Gesicht, die sie sich dann hinters Ohr strich, auch wenn sie dort nicht hielten [...]."

Man ahnt, dass die Einladung nicht nur Beginn ist. Sie ist ebenso Abgesang auf etwas, das sich nicht mehr greifen lässt, als auch schleichender Neuanfang. Tilman Rammstedt, u.a. mit dem Rheinischen Kulturförderpreis und dem Kasseler Literaturförderpreis für grotesken Humor ausgezeichnet, ist mit diesem Roman ein wunderbares Stück philosophischer, poetischer, aber auch unterhaltsamer Literatur gelungen.

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Der Autor begeistert mich mit der Bildhaftigkeit seiner Sprache immer wieder aufs Neue. Die Vielseitigkeit und Varianz seiner Wortwahl ist unvergleichlich und weckt im Leser das Bedürfnis, jedes Wort, jeden Satz genau zu lesen, um nichts zu verpassen. Beinahe jeder Satz kann für sich allein stehen. Rammstedt benötigt in seinem Werk keine große, weitschweifende Handlung. Seine Königsdisziplin ist das Wort. Das einzelne Wort in immer wieder neuen, überraschenden, witzigen Abwandlungen. Dadurch entsteht eine Tiefe in der Geschichte, die keine Knalleffekte benötigt. Das Innereste eines Menschen wird beleuchtet, ausgeleuchtet. Seine Gedanken, Gedankengänge, Gedankenschlangen. Bei Rammstedt macht das Lesen einfach wieder Spaß. Ein fantastischer Erzähler.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Mal lesen, dachte ich, was der Gewinner des Bachmann-Preises 2008 da so zu bieten hat.
Und dann das: Wie kann man eine Geschichte schreiben, in der der Ich-Erzähler (Felix) im ersten Kapitel grübelnd, aber ratlos am Meer steht, und im letzten, dem 19. Kapitel, steht er dort noch immer (fast) ohne Ergebnis?
Na gut, dass Felix' Hirn nicht nur Allerweltsgedanken produziert, zeigt schon der erste Satz des Romans: >Auch das Meer ist nicht gut in Entscheidungen.< Eigentlich sollte man als Leser schon hier seine Wahl treffen, ob man sich auf so etwas einlassen möchte oder nicht.
Viel passiert wirklich nicht. Wer Action im Sinne von James Bond liebt, wird gewiss nicht auf seine Kosten kommen. Und wer einen Ratgeber für das eigene Leben erwartet, auch nicht.
Zu fesseln vermag die Geschichte erst, wenn man sich auf Felix' Art zu denken (und zu fühlen) eingelassen hat: >Das Meer muss aber auch gar nichts entscheiden, ich muss etwas entscheiden, und dabei ist das Meer keine große Hilfe.<
Interessant - und amüsant - ist aber vor allem die Bandbreite von Felix' Gedanken, seine akribische Verweigerung, sich auf inhaltsarme Redensarten einzulassen (>Um es kurz zu machen, ja.< >Und um es lang zu machen?<), seine bis ans Groteske reichende Betroffenheit (z.B. als er von der Existenz einer Nichte seines Freundes Konrad überrascht wird: >[...] wenn da dann plötzlich eine Nichte auftaucht, dann fragt man sich leicht, wovon man sonst alles nichts weiß, [...] ob Konrad vielleicht sogar eigene Kinder hatte, [...] ob Konrad überhaupt sein richtiger Name war.<)
Die Ironie des Autors macht das Lamento des Protagonisten erst erträglich, und so entsteht - wenn man sich mit Muße darauf einlässt - tatsächlich eine kurzweilige Geschichte daraus. Man wird nach der Lektüre die Welt nicht besser verstehen als vorher, aber man kann ein paar recht vergnügliche Stunden verbracht haben...
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Wahre Freundschaft...?!
Als Felix eine Einladung zur Hochzeit seiner Ex-Freundin Katharina erhält, sieht er rot. Schließlich sollte er zuerst, so war das eigentlich ausgemacht, vor acht Jahren,... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Penelope veröffentlicht
einfach nur langweilig
Ich habe mich durch dieses Buch gequält und auf ein auflösendes Ende gehofft. Doch nachdem ich Seite um Seite gelesen habe, kam dann ein noch unverständlicheres... Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Häsin veröffentlicht
Die Geschichte hat einen fruchtbaren Kern
Ich fand es interessant insbesondere die negativen Rezensionen hier zu lesen, weil ich das Buch als großartig und inspirierend empfunden habe, auch wenn ich deswegen jetzt... Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Gunter veröffentlicht
Nur der Klappentext ist gut!
Die Grundidee der Geschichte gefiel mir gut (siehe Klappentext) - das war's dann auch leider schon...Es kommen keinerlei Emotionen rüber oder gar eine gewisse Spannung. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. August 2009 von Nadja
puls der zeit
Rammstedt ist mit seiner Erzählung ohne wahrnehmbare Anstrengung so nah an unsere Zeit gerückt, dass die Betrachtung der Figuren und des Geschehens für den Leser... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. August 2009 von Paul Kudera
Langweilig
Hinter der interessanten Grundidee verbirgt sich leider kaum Handlung. Die Geschichte schleppt sich voran und scheint an manchen Stellen beinahe zu versickern, woran auch der gute... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Februar 2008 von Judith Schwarz
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Veröffentlicht am 8. Oktober 2007 von xekinai_mia
langweilig, fast schon ärgerlich!
...selbst der ansprechenste Erzählstil hilft nicht über eine flache, langweilige und nichtssagende Story hinweg und in diesem Falle ist er nicht mal das. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. August 2007 von talibabe
Guter Stil, flache Story
Die Geschichte von der Entführung ist leider gar nicht spannend, vielmehr nervt den Leser früher oder später die hilflose Sehnsucht des Ich-Erzählers Felix nach... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Mai 2007 von Wilhelmina
Geschichte vom Auf- und Ausbruch
Rammstedt ist ein sehr sympathischer junger Autor, der bisher nur Erzählungen geschrieben hat. Jetzt erscheint sein erstes Buch, ein Roman, der die 90 er Jahre beschreibt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Dezember 2005 von Carl-heinrich Bock
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