Polleke und Caro sind die einzigen niederländischstämmigen Kinder in ihrer Schulklasse, alle anderen sind Ausländer. Dass es da manche Konflikte gibt, ist klar. Noch dazu "geht" die 11-jährige Polleke mit dem Marokkanerjungen Minum - was vor allem Minums Mutter aufregt, die schon die zukünftige Frau "mit Staubtuch" (so Polleke wütend) für ihren Sohn gefunden hat.
Auch daheim läuft bei Polleke manches "unrund": Ihr Vater will ein Dichter sein (dabei ist er eigentlich ein Dealer); natürlich ist die Mutter von ihm geschieden. Und diese Mutter lacht sich ausgerechnet Pollekes Klassenlehrer an. Wie gräßlich doch Erwachsene sein können!
Nein, eine heile Welt zeigt Guus Kuijer in seinem Buch seinen Leserinnen und Lesern wirklich nicht (siehe oben!) Aber es gibt da einen Fixpunkt im Leben Pollekes: die Liebe zu ihren Großeltern und zu dem Kälbchen Polleke, die allesamt auf dem Land leben. Hier bekommt das Mädchen all das, was man ihm im Elternhaus vorenthält.
Ein lustiges, trauriges Buch, das nicht nur viele Kinder, sondern auch möglichst viele Eltern lesen und dann mit ihren Kindern darüber sprechen sollten! Und ein Buch, das Kinder stark macht!