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Wir Wunderkinder
 
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Wir Wunderkinder

Hansjörg Felmy , Robert Graf , Kurt Hoffmann    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 8,00 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Hansjörg Felmy, Robert Graf, Johanna von Koczian
  • Regisseur(e): Kurt Hoffmann
  • Komponist: Franz Grothe
  • Format: Dolby, HiFi Sound, Letterboxed, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 1.0)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.66:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 23. März 2007
  • Produktionsjahr: 1958
  • Spieldauer: 103 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000MCH3T2
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 24.244 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Video Jakob Kurzinhalt

1913 - 1955 in einer deutschen Kleinstadt: Hans Böckel und Bruno Teches erleben gemeinsam das Ende des Kaiserreichs, die Weimarer Republik, den Nationalsozialismus und das erste Nachkriegsjahrzehnt bis hin zu den Wirtschaftswunderjahren. Während der wendige Konjunkturritter Bruno Tiches sich stets gewinnbringend mit den Mächtigen arrangiert, bleibt der Journalist Hans Böckel ein aufrechter Idealist, der immer den geraden Weg wählt, jedoch erfolglos bleibt. Aber eines Tages platzt dem Journalisten der Kragen und er greift in seiner Zeitung den ehemaligen Obernazi und Großindustriellen Teches hart an. Natürlich bleibt sein Artikel nicht ohne Folgen...

Produktbeschreibungen

Ehrlichkeit zahlt sich aus, heißt es, aber für Hans scheint das nicht zu gelten: Obwohl er stets brav und fleißig ist, hat sein verschlagener, selbstsüchtiger Klassenkamerad Bruno stets die besseren Karten. Später, während des Dritten Reichs, verliert Hans mangels brauner Gesinnung seinen Job als Feuilletonredakteur während Bruno auf die Moral pfeift und es sich als hohes Tier in der Partei gut gehen lässt. Auch nach dem Krieg schafft es Bruno mal wieder, das Schicksal zu seinen Gunsten zu lenken. Die Besatzer halten ihn für unentbehrlich und schnell steigt er zum angesehenen Geschäftsmann auf. Doch dann macht sich Hans daran, einen Artikel über Brunos braune Vergangenheit

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
...und noch mehr Zylinder 24. Februar 2010
Von weiser111
Format:DVD
Es gibt so ein paar zähe Mythen, die nicht umzubringen sind. Dabei widerlegt Kurt Hoffmanns "Wir Wunderkinder" gleich einige davon. Zum Beispiel den, dass sich aus Romanen, die zu Recht fast vergessen sind, angeblich keine erstklassigen Filme machen lassen. Oder der zählebige Gemeinplatz, in den 50er Jahren hätte nur die Heile Welt im Kino Erfolg gehabt.
Vor allem aber gehört "Wir Wunderkinder" zu den Filmen, die das Gerücht Lügen strafen, in den 50er Jahren seien hierzulande keine phantastischen Filme gedreht worden, und es hätte keine fähigen, einfallsreichen Regisseure in Deutschland gegeben. Von wegen!

"Wir Wunderkinder", gedreht 1958, präsentiert 60 Jahre deutsche Geschichte als eine Mischung aus Moritat, Revue und Spielfilm. Die Biographien zweier Antagonisten, die sich seit ihrer Schulzeit zu Kaiser Wilhelms Zeiten kennen, werden einander gegenübergestellt. Hans Böckel ist der eine: klug und anständig und schon deswegen zum Scheitern verurteilt. Und Bruno Tiches ist der andere (und er heißt bei Bedarf auch schnell mal anders, also "Anders"): skrupel- und rückgratlos und geschäftstüchtig, natürlich erfolgreich, immer das Fähnlein nach dem Winde gehängt. Zwei prototypische deutsche Karrieren, die man gerade beim ersten Erscheinen des Films wohl nur allzu gut gekannt haben dürfte.
Man erlebt mit Hans Böckel, Bruno Tiches und einigen weiteren, hinreißend gespielten Figuren deutsche Geschichte an geschichtsträchtigem Ort: Das nicht allzu präsentable heimatliche Provinznest zu Kaisers Zeiten, dann München zu Zeiten der Weimarer Republik und im Dritten Reich. Kurzes heiteres Intermezzo in Dänemark ("so gut geht es denen, denen Dänen wohl wollen"). Kriegsende wieder in der heimatlichen Provinz, und Wirtschaftswunder in München. Schon die Orte der Handlung hätten also nicht besser gewählt werden können.

Ein schlechterer Regisseur hätte aus diesem Stoff vermutlich einen staubtrockenen und moraltriefenden Lehrfilm gemacht. Aber nicht Kurt Hoffmann -- der packte ein hinterhältiges Lehrstück in Sachen "jüngste Geschichte" in eine Komödie, die die Mächtigen nur allzu oft ohne Hosenträger dastehen lässt und in all ihrer -- leider brutalen -- Lächerlichkeit und Dummheit bloßstellt. Zunächst einmal liegt das an der Handlung selber, gewiss, gewiss. Es liegt aber vor allem an Günter Neumanns Drehbuch, an den pointierten Dialogen, am Wortwitz, an den vielen Anspielungen. Nicht umsonst liest man im Vorspann, dass "Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Ereignissen und Personen beabsichtigt" seien; Neumanns "Insulaner"-Handschrift ist auch für Nachgeborene sofort zu erkennen.
Dann lebt "Wir Wunderkinder" natürlich von den hervorragenden Schauspielern; hier wurde von den Haupt- bis zu den allerkleinsten Nebenrollen alles perfekt besetzt: Hansjörg Felmy als aufrechter Hans Böckel, vor allem aber Robert Graf als (fast) ewiger Gewinner und Johanna von Koczian als resolute Dänin, die sich nicht den Mund verbieten lässt und mit wunderbarem dänischem Akzent knödelt, in den Hauptrollen. In den größeren Nebenrollen glänzen u.a. Elisabeth Flickenschildt als in jeder Hinsicht geschäftstüchtige Frau Meisegeier, Jürgen Goslar als ihr tumber Sohn Schally und Tiches' Mann fürs Grobe ("In meinem Kopf ist mehr Vakuum als in deinem!"), Liesl Karlstadt, Michl Lang, Pinkas Braun... und in den ganz kleinen Nebenrollen glänzen beispielsweise Lina Carstens, Ralf Wolters oder Karl Lieffen...
Die Arbeit des Kameramanns Richard Angst ist ebenfalls bewundernswert -- wie er mit wiederkehrenden Motiven arbeitet, etwa mit aufgerissenen, bei konträren Gelegenheiten Kommandos brüllenden Mündern (erinnert ein wenig an Wolfgang Staudtes "Untertan", aber er setzt das Mittel anders ein, weniger plakativ), wie er Ausschnitte aus Dokumentarfilmen einarbeitet, wie seine Bilder und Szenen die Off-Kommentare ihrerseits kommentieren, steigern und am Ende bloßstellen (eine Orgie an Wirtschaftswunder-"Höher" beschließt z.B. ein Straßenköter an der Hauswand) -- das ist einfach gekonnt.

Aber die "Wunderkinder" zu etwas fürwahr Wunderbarem machen die kabarettartigen Intermezzi der damaligen Insulaner Wolfgang Neuss und Wolfgang Müller, die die einzelnen Epochen nach Art des Berliner Kabaretts (oder auch nach Art der Moritatensänger) einleiten und zugleich kommentieren, je nach Gebot der Stunde mal forsch am Klavier und mal besinnlich am Harmonium, mal als Couplet und mal im Dialog, mal hektisch einen "arischen Marsch" suchend (1933 kann man nicht Mendelssohn spielen!). Einige ihrer Kommentare stünden längst im Büchmann, ginge es nach mir: "Sechszylinder, Achtzylinder, Zwölfzylinder, noch mehr Zylinder" -- und natürlich das unwiderlegbare "So viele Fahrstühle können ja garnicht repariert werden!". So isses -- leider.

Was die DVD angeht: Das Schwarzweiß-Bild ist wie neu, wie frisch gebügelt und hervorragend restauriert. Die Extras sind freilich nicht weiter erwähnenswert, aber wer braucht die noch, bei einem solchen Film: Kürzestmögliche Kurzbiographien ohne nennenswerten Informationswert von Flickenschildt, Felmy und Koczian, dazu diverses Werbematerial.
Interessant und lesenswert ist nur die pdf-Datei mit Presseinformationen wegen der darin enthaltenen Kommentare vieler Beteiligter.

Wer den Film noch nicht kennt, den kann man bedauern, weil er ihn noch nicht kennt. Man kann ihn auch beneiden, weil ihm noch was bevorsteht. Deswegen braucht uns, die wir die "Wunderkinder" bereits kennen, keiner bedauern, denn man kann den Film 50mal anschauen, ohne das hernach zu bedauern. Ein Wunderfilm eben.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Einmalig 14. Mai 2005
Von Ulrich Hartmann TOP 1000 REZENSENT
Format:Videokassette
Dieser Film ist sein Geld gleich dreifach wert: man bekommt
a) Zeitgeschichte und Zeitkritik in erzählender Form;
b) eine wunderbare Liebesgeschichte (eigentlich sogar anderthalb);
c) Kabarett vom Feinsten (Wolfgang Neuss und Wolfgang Müller).
Und das alles paßt auch noch wunderbar zusammen. Daß auch noch - selbst in den Nebenrollen - großartige Schauspieler dabei sind, sei nebenbei auch noch erwähnt.
Wenn es möglich wäre, würde ich diesem Film am liebsten sechs Sterne geben.
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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Kinotraum 15. August 2007
Von europe
Format:DVD
diesen Film sah ich zum ersten Mal, als die Kinos noch rappel voll waren, und habe diese 2 Stunden nie vergessen. Die Handlung war damals ganz nah am Geschehen dran und einzigartig überzeugend und mitreißend dargestellt. Es war einfach unmöglich, nicht von Johanna von Koczian und Hansjörg Felmy zu schwärmen. Dass wir inzwischen Ergrauten diesen wundervollen Film noch einmal sehen können, ist eine sehr schöne Seite des technischen Fortschritts. Die Wirkung aber hat mit den Jahren seit damals keineswegs gelitten.
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Was für ein Schund
Irgendwie hat es nie geklappt und nun ist er uns doch in die Hände gefallen, einen verärgerten Abend hat uns dieser klugscheißerische Schinken beschert:... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Teutoburger_Wald veröffentlicht
Wir sind immernoch die "Wunderkinder"
Der Film "Wir Wunderkinder" hat nichts von seiner Aktualität verloren. Wir haben ihn ungezählte Male gesehen und können ganze Passagen auswendig, aber wir... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. September 2009 von Wilhelm Schlemmer
Wir Wunderkinder
Ein ganz ausgezeichneter "alter" Film (schwarz/weiss), der am Beispiel des Lebens nach dem 2. Weltkrieg wunderbar beschreibt, wie manche Menschen scheinbar im Leben immer auf der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Juni 2009 von DI Peter Handschur
Auch ein Thema für 60 Jahre BRD
Für die damalige Zeit war der Film Wir Wunderkinder durchaus ein sehr mutiger Film und hebt sich wohltuend von den "Friede-Freude-Eierkuchen-Filmen"der 50ger Jahre ab. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Mai 2009 von Andreas Panknin
Mutig, amüsant und interessant
Dieser Film spült immer noch wie in den 50 ern üblich alles weich an unserer Vergangenheit ist aber intelligent, rührend und mit den wunderbaren Songs von Wolfgang... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Februar 2009 von Walter Dörfler
Ein zeitgeschichtlich wertvolles Dokument unterhaltsam verpackt
Ein zeitkritischer und heute durchaus aus geschichtlich wertvoller Film der NAchkriegszeit.
Erzählt wird die Geschichte der beiden Schulkameraden Hans und Bruno in der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Mai 2008 von preisdetektive
Lieblingsfilm!
eine herrliche beschreibung damaliger verhältnisse, ohne zeigefinger oder schulmeisterhaft. weiß nicht wie oft ich diesen film schon gesehen habe und finde ihn immer... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. November 2007 von U. Rike
"Spitze" Geschichten in deutscher Geschichte!
Einer meiner deutschen Lieblingsfilme!
Hier wird die jüngere deutsche Geschichte - vom Kaiserreich 1913 bis in die damalige Gegenwart, die 50er Jahre - wunderbar... Lesen Sie weiter...
Am 5. Juli 2003 veröffentlicht
besonders wertvoll
Dieser Film ist für mich und meine Familie einer der besten deutschen Filme. Er beinhaltet einfach alles: Er ist lustig,traurig, rührend, und die Dialoge und Texte sind... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. April 2001 von Elisabeth Gilomen (ursula.gilomen@bluewin.ch)
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