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Wir Schwätzer im Treibhaus: Warum die Klimapolitik versagt
 
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Wir Schwätzer im Treibhaus: Warum die Klimapolitik versagt [Broschiert]

Marcel Hänggi
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Broschiert: 285 Seiten
  • Verlag: Rotpunktverlag, Zürich; Auflage: 2. Aufl. (1. September 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3858693804
  • ISBN-13: 978-3858693808
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,4 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 507.747 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Marcel Hänggi
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Ein lesenswertes, kompetentes und anregendes Sachbuch, noch dazu verständlich geschrieben.« (Gerhard Klas, Neues Deutschland)

»Das Buch gibt einen ausgezeichneten Überblick über die Debatte und viele Fallstricke, und es bietet zahlreiche Denkanstösse.« (Neue Zürcher Zeitung)

»Der Wissenschaftsjournalist Marcel Hänggi unternimmt den Versuch, die zahlreichen Akteure im Umgang mit der Klimaveränderung zu identifizieren und ihre Motive zu verstehen. Herausgekommen ist eine klare und souverän geschriebene Analyse der Klimaproblematik.« (Patrick Imhasly, Literaturbeilage der NZZ am Sonntag)

Kurzbeschreibung

Der Klimawandel ist definitiv zu einem der ganz großen Themen von Politik, Wirtschaft und Medien avanciert; 2007 wurde der Kampf gegen die Erwärmung der Erde mit Oscar und Nobelpreis geadelt. Dennoch heizen wir dem Treibhaus schneller ein als in den pessimistischsten Prognosen befürchtet. Nach 20 Jahren internationalen Klimaverhandlungen ist keine wirkliche Verhaltensänderung in Sicht. Gefangen in Denkgewohnheiten, die die Lösung aller Probleme von Wachstum und technischem Fortschritt erhoffen, rufen wir nach mehr erneuerbaren Energien, mehr Energieeffizienz, mehr "umweltfreundlichen" Autos wo es doch darum ginge, weniger zu tun. Weshalb versagt die Klimapolitik? Die ökonomischen Theorien, mit denen sich der bisherige Misserfolg erklären lässt, sind vorhanden sie müssten aber erst zur Kenntnis genommen werden. Das Buch analysiert die wissenschaftlichen Grundlagen der Klimapolitik vom IPCC-Report bis zu Kosten-Nutzen-Analysen à la Stern-Bericht. Es diskutiert Sinn und Unsinn der Strategien vom Emissionshandel über Agrartreibstoffe bis zur Umwelttechnologie. Es fragt, wie eine klimaverträgliche Welt aussehen könnte. Und es kommt dabei zum Schluss, dass die Feinde einer wirksamen Klimapolitik heute nicht mehr in erster Linie die Leugner und Verharmloser sind. Sondern, angeführt von Nobelpreisträger Al Gore, die gutmeinenden Optimisten.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Obwohl der Autor Journalist und nicht Wissenschaftler ist, erfüllt das Buch wissenschaftliche Ansprüche. Es ist sachlich und nüchtern formuliert, fern von Schönfärberei und Panikmache. Die Quellen sind allesamt angegeben, persönliche Einschätzungen als solche deklariert.
Hänggi eignete sich ein umfassendes Sachwissen zur Thematik an und gibt die wichtigsten Erkenntnisse prägnant in einer auch für Laien gut verständlichen Sprache weiter. Er analysiert die Argumente der bekanntesten Wissenschaftler, Politiker und Entscheidungsträger (Z.B. Stern, Gore, Lomborg, IPCC,') und zeigt deren Schwachpunkte auf.
Er erläutert plausibel, wieso mit mehr Effizienz und mehr erneuerbarer Energie allein der Klimawandel nicht in Griff zu bekommen ist. Gefordert sei eine Politik und Wirtschaft des 'weniger'. Eine suffiziente Lebensweise sei zur Behebung des Umweltproblems unumgänglich. Dafür müsse man vom kapitalistischen Wirtschaftssystem mit seinem Wachstumszwang loskommen. Er zeigt Wege in eine postfossile Gesellschaft auf und die Schwierigkeiten diese zu gehen.
Dieses Buch halte ich als das beste zum Thema Klimawandel, das zurzeit auf dem Markt ist. Es legt unbequeme Wahrheiten schonungslos auf den Tisch, geht auf Dinge ein, die oft verdrängt oder vergessen werden und zeigt wirksame Lösungsstrategien auf, bei denen nicht die Wirtschaft sondern die Bedürfnisse des Menschen im Zentrum stehen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Journalist mit Köpfchen! 18. Dezember 2009
Von Volkmar Weiss TOP 1000 REZENSENT
Format:Broschiert
Heute strebt die Klimahysterie in Kopenhagen einem neuen Höhepunkt entgegen. Man sollte die Nachrichten ausschalten und stattdessen dieses Buch lesen.

Das Klima hat sich schon immer geändert. Das Klima hat sich im Laufe der Erdgeschichte ohne Zutun des Menschen schon viel stärker verändert als mit seinem Beitrag und das sogar in mehreren Wellen.

In den letzten zwei Jahrhunderten hat es die Menschheit darüber hinaus fertiggebracht, bereits die Hälfte aller in Jahrmillionen entstandenen fossilen Brennstoffe zu verbrauchen, davon die Hälfte des Erdöls im letzten halben Jahrhundert. Es ist wahrscheinlich, daß dadurch die Erde ein wenig aufgeheizt worden ist. Es ist mittelfristig nicht sicher, ob diese menschliche Beeinflussung die natürlichen Klimaschwankungen übertreffen wird. Und es ist deshalb auch nicht sicher, ob menschliche Anstrengungen das Weltklima in einer gewünschten Richtung verändern können.

Weltklima, die Atemluft und das Meerwasser sind Allgemeingüter der gesamten Menschheit. Bei Allgemeingütern profitiert derjenige am meisten davon, der sie ohne Rücksicht auf die anderen ausnutzt. Und derjenige schädigt sich und seine Volkswirtschaft, der sich selbst Beschränkungen auferlegt, die von anderen nicht mitgetragen werden.

Länder wie Rußland, Kanada, Finnland und Schweden profitieren mit Sicherheit von einer Weltklima-Erwärmung. Ihr Interesse an irgendeinem Abkommen kann deshalb nur Heuchelei sein. Für China, Indien und andere wäre ein wirksames Klimaabkommen wirtschaftlicher Selbstmord. Angesichts dieser Interessenlagen und des generellen Problems (Hardins "The tragedy of the commons") bei Allgemeingütern kann man mit Sicherheit davon ausgehen, daß jede Weltklimakonferenz nichts anderes als Verschwendung von Zeit und Geld ist und nichts dabei herauskommen kann.

Weshalb also überhaupt diese Klimahysterie, fragt Hänggi? Soll sie vielleicht von einem viel wichtigeren und viel akuteren Problem ablenken? Wenn wir gegenwärtig die Hälfte der Welterdölvorräte verbrannt haben und die Förderung soeben ihren Höhepunkt (Peak oil) überschritten hat, dann können wir uns ausrechnen und sicher sein, daß es bei der Förderung der zweiten Hälfte zu einer enormen Verteuerung aller Energie kommen wird. Während 2050 das Klima sein kann, wie es will, und wir es nicht wissen, dürfen wir uns sicher sein, daß wir schon bis 2030 und 2040 (wenn nicht gar schon eher) überall als Folge der Energieverknappung und - verteuerung mit riesigen wirtschaftlichen Problemen kämpfen werden und daraus sich ableitenden Konflikten. Hänggi überschreibt das Kapitel auf S. 214ff. seines Buches mit "Das fossile Zeitalter als Übergangsphase".

Wir lesen darin auf S. 219: "Stellen sie sich Demokratie ohne Wachstum vor. Die Macht liegt bei der Mehrheit. Wenn diese verarmt, wird sie den Staat dazu benutzen, den Wohlstand zu ihrem Gunsten umzuverteilen." Werden sich die Eliten das auf die Dauer gefallen lassen? Wird die Demokratie im Aristotelischen Kreislauf der politischen Verfassungen abgelöst werden?

Während eine Klimakatastrophe nach 2050 möglich ist, aber nicht sicher, ist das Ende des fossilen Zeitalters im selben Zeitraum als sicher anzusehen. Hänggi stellt deshalb zum Schluß die Frage, ob es nicht viel sinnvoller sei, statt Milliarden für angeblichen "Klimaschutz" zu verpulvern, dasselbe Geld in die Energieforschung zu investieren, in die Entwicklung von effektiveren Solarzellen, in die Erforschung der Photosynthese der Pflanzen usw.

Dieser Appell an den gesunden Menschenverstand ist von einem ungewöhnlichen selbständig denkenden Journalisten geschrieben worden, der sich nicht von der allgemeinen Hysterie der Massenmedien fortreißen läßt.
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Format:Broschiert
Ein wirklich sehr gut geschriebenes Buch - ehrlich und mit vielen gelungenen Vergleichen, z. B. dem Joghurt des Übergewichtigen. Leider hilft es nichts, nur solche Bücher zu lesen, es muss sich auch etwas ändern...
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