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Wir: Roman, Mit dem Essay Über die Literatur und die Revolution Taschenbuch – 2008


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 224 Seiten
  • Verlag: Kiepemheuer & Witsch (2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462016075
  • ISBN-13: 978-3462016079
  • Größe und/oder Gewicht: 12,3 x 1,5 x 19 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 127.018 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Wir
OT My OA 1924 (engl.), 1952 (russ.) DE 1958Form Roman Epoche Moderne
Gegenstand des Romans von Jewgeni Samjatin ist die düstere Zukunftsvision einer kollektivistischen, mechanischen Zivilisation, welche die Menschen um des »Glücks« willen ihrer individuellen Freiheit beraubt. Das allgemeine Glück soll durch maximale Gleichschaltung der Menschen erreicht werden, da völlige Gleichheit den Neid als Quelle des Unglücks abschaffe; ein weiteres Hindernis auf dem Weg zum »hundertprozentigen Glück« ist die irrationale Fantasie der Menschen – erst ihre Beseitigung werde die Individuen endgültig in restlos glückliche »menschenähnliche Traktoren« verwandeln. Zuweilen als Pamphlet gegen die sozialistische Gesellschaft gedeutet, zielt der Roman wesentlich tiefer – es geht um die Gefahr, die von jedem totalitären System ausgeht.
Entstehung: Samjatin schrieb den Roman bereits 1920 und versuchte vergeblich, ihn in der Sowjetunion veröffentlichen zu lassen. 1924 erschien die englische Übersetzung; 1927 folgte eine Übersetzung ins Tschechische, 1929 ins Französische. Die Prager russische Emigrantenzeitschrift Volja Rossii (Russlands Freiheit) veröffentlichte 1927 Auszüge des Romans als vermeintliche Rückübersetzung aus dem Tschechischen und Englischen. Die erste russische Ausgabe erschien 1952 in New York.
Inhalt: Die Handlung spielt sich in ferner Zukunft in einem totalitären »Einheitsstaat« ab. Die gleichgeschalteten Menschen tragen Nummern statt Namen, leben in gläsernen Häusern und führen ein streng reglementiertes Leben. Der vom »Wohltäter« und von den »Wächtern« geführte Staat ist von einer »grünen Mauer« umgeben, hinter der sich das Reich der Waldmenschen und der Natur befindet. Der Held und Ich-Erzähler, D-503, ist Mathematiker und Konstrukteur des Raumschiffs »Integral«, mit dem nun auch die »unendliche Gleichung des Weltalls integriert« werden soll. Als D-503 sich illegalerweise in die geheimnisvolle I–330 verliebt, gerät seine mathematisch geordnete Welt durcheinander. Ein Arzt stellt die Diagnose: »Es steht schlecht um Sie! Bei Ihnen hat sich offenbar eine Seele gebildet«. Aus Liebe zu der Frau, die sich als eine Oppositionelle erweist, willigt er ein, das »Integral«-Projekt zu sabotieren. Der Sabotageversuch scheitert – die »Wächter« von der Staatssicherheit sind vorgewarnt. Tags darauf wird die »grüne Mauer« gesprengt; der Aufstand der Opposition beginnt. Der Held trifft I-330 ein letztes Mal, doch es bleibt offen, ob seine Liebe auf Gegenseitigkeit beruhte oder ob sie ihn nur benutzt hat. Nach operativer Entfernung der Fantasie sieht D-503 ungerührt zu, wie die festgenommene ehemalige Geliebte in einem »Gas-Zimmer« gefoltert wird, um am nächsten Tag hingerichtet zu werden. Er hofft, dass der Aufstand niedergeschlagen wird, denn »die Vernunft muss siegen«.
Aufbau: Der Roman setzt sich aus 40 tagebuchartigen Aufzeichnungen des Ich-Erzählers zusammen. Die Notizen fixieren seine allmähliche seelische Veränderung – vom glühenden Anhänger des Einheitsstaats hin zum »Verbrecher« an diesem Staat, bis zur allerletzten Notiz, die belegt, dass er nach der Operation zur seelenlosen mechanisierten »Nummer« geworden ist. Über diesen äußeren Aufbau hinaus bilden Zahlensymbole sowie mathematische und geometrische Metaphern und Bilder eine komplexe bedeutungstragende Struktur, die vielfältige innere Zusammenhänge erzeugt und den Leser zu ihrer Dechiffrierung und Deutung einlädt.
Wirkung: Samjatin hat mit seinem Roman die Anti-Utopie als literarisches Genre neu begründet und die Werke u. a. von Aldous R Huxley, George R Orwell und Ray R Bradbury vorweggenommen und beeinflusst. M. Sch.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)
Samjatin, Jewgeni russ. Schriftsteller und Publizist *1.2.1884 Lebedjan (Gouvernement Tambov) †10.3.1937 Paris Wir, 1924 Zentrales Leitmotiv des Werks von Jewgeni Samjatin ist der Widerstand gegen die "Entropie des Geistes", verstanden als Dogmatismus, Erstarrung, Verkalkung, Tod. Im Mittelpunkt seiner Texte stehen "Häretiker" - Menschen, die sich das Recht auf Irrtum herausnehmen und so das Denken flexibel und lebendig erhalten. Der Sohn eines Priesters studierte ab 1902 Schiffsbau in Petersburg. Während der Revolution von 1905 agitierte Samjatin für die Bolschewiken und wurde dafür mit Verbannung in die Heimatprovinz bestraft. Er kehrte illegal zurück und beendete 1908 sein Studium. Nach erneuter Verbannung 1913 wieder nach Petersburg zurückgekehrt, veröffentlichte er 1916 seinen ersten Erzählungsband Aus der Provinz. Anfang 1916 ging er nach England, wo er als Ingenieur Eisbrecher konstruierte. Im Herbst 1917 kehrte er nach Russland zurück, um sich der Literatur zu widmen. Seine kritisch-unabhängige Haltung machte ihn in der Sowjetunion zum Außenseiter. Ende 1931 emigrierte er nach Frankreich und verbrachte seine letzten Lebensjahre in Paris. Biografien: L. Scheffler, Evgenij Zamjatin. Sein Weltbild und seine literarische Thematik, 1985; A. M. Shane, The Life and Works of Evgenij Zamjatin, 1968

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Kundenrezensionen

4.3 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Bernhard Nowak am 16. Mai 2004
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Wer George Orwells "1984" gelesen hat, sollte unbedingt den vorliegenden Roman des Russen Jewgenij Samjatin aus dem Jahre 1920 (!!!) lesen. Sajmatins Buch gehört in die Tradition der großen visionären kulturkritischen Zukunftsromane, in denen es nicht umd die Darstellung des technischen Fortschrittes geht, sondern um die Bedrohung des Individuums in einer zunehmend technisierten Welt. Schon 1920 entwarf Samjatin, Freund Maxim Gorkis und Bolschewist, in seniem Roman die alptraumhafte Welt eines totalitären Staates. D 503, Bürger des Einzigen Staates und Konstrukteur des Raketenweltraumschiffes Integral, berichtet in seniem Tagebuch vom Leben in einer strahlenden, kristallen durchsichtigen Stadt, in der die Bürger als uniformierte Nummern leben. Von der Arbeit bis zur Liebe ist das Leben streng nach mathematischen Gesetzen organisiert, jede Regung wird beobachtet und kontrolliert. Dennoch entdeckt der Konstrukteur D503, dessen Geschichte in dem Roman erzählt wird, plötzlich in sich Triebe aus einer längst vergangenen Zeit: es hat sich in ihm eine "Seele gebildet!".
Wie "1984", "Brave New World" und "Fahrenheit 451" gehört - nein begründet! - Samjatins Roman die Tradition kulturkritischer Zukunftsromane, in denen es um die Bedrohung des Individuums in einer vollkommen technisierten und totalitären Welt geht.
Die Parallelen zu Orwells "1984" sind unübersehbar. Beide, Samjatin wie Orwell, sind enttäuschte Sozialisten und Revolutionäre, die sich von ihrem Staat abgewandt haben. Beide fordern das Recht auf Glück. Die irreguläre Liebe des Konstrukteurs und Mathematikers D-503 zu der Revolutionärin I-330 kehrt bei Orwell in der Liebe von Winston Smith und Julia wieder.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Christian von Montfort HALL OF FAME REZENSENT am 30. August 2004
Format: Taschenbuch
1920 schrieb der russische Schiffbauingenieur Samjatin diesen Science Fiction-Roman von einer mathematisch und bürokratisch exakt durchplanten Welt etwa im Jahr 3000. Im Minutentakt ist der Tagesablauf genormt, alle Straßen und Gegenstände exakt rechtwinklig ausgerichtet, Wände aus Glas. Die Natur ist hinter einer "grünen Mauer" verbannt. Sogar das Liebesleben ist amtlich: jeder Akt wird angemeldet und per rosa Billet autorisiert. Perfekte Gleichheit, kein Neid, keine Überraschungen: endlich ist das Glück staatlich organisiert, leider unter völligem Verzicht auf die Freiheit.
In diesem Szenario wird dem Konstrukteur D-503 - Menschen haben keine Namen mehr - bewusst, dass es außerhalb der Mathematik noch mehr Dinge geben muss. Er lernt in I-330 eine Revolutionärin kennen, die ihm nicht nur in der Natur die Irrationalitäten des Lebens aufzeigt. D-503 schließt sich einer Untergrundbewegung an und nimmt an einem Putschversuch teil, der jedoch fehlschlägt. Er wird verhaftet, wieder konditioniert und in die mathematische Welt zurückgeführt.
Die Parallelen zu Orwell's "1984" sind frappierend - die beschriebenen totalitären Umstände sind ähnlich, "Big Brother" entspricht dem "Wohltäter", Winston Smith entwickelt sich exakt wie D-503 und mit Julia zeigt sich auch hier die Revolution durch eine Frau: Liebe und Begehren lassen sich durch rationale Parteiargumentation nicht unterdrücken. Da "WIR" in den damaligen politisch interessierten Kreisen ein Bestseller war, kann man mit Sicherheit sagen, dass Orwell durch diesen Roman inspiriert worden ist. Vom reinen Lesen her gefiel mir "1984" besser, Orwell hat die Idee von "WIR" übernommen, feingetuned und bestimmte Situationen noch mehr zugespitzt. Trotzdem lohnt es sich mindestens für Utopie-Interessierte, die Zeit für diese 160 Seiten zu nehmen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 13. November 2004
Format: Taschenbuch
"Wir" habe ich jetzt vor einiger Zeit durchgelesen und es steht in seiner Qualität einem Klassiker wie "1984" oder Brave New world in nichts nach.
Das Leben in der Welt von "Wir" ist fest durchgeplant. Jeder Bürger steht zu einer bestimmten Zeit auf und geht auch zu einer festgelegten zeit schlafen, die Häuser sind zum Zwecke der Selbstüberwachung gläsern, genau wie die Menschen, die in ihnen Leben. Ihr Leben läuft in einem vom Staat festgelegten Plan ab und selbst die Liebe wurde staatlich geregelt. Auf diese Weise soll es möglichst keine "Andersartigkeit" oder "Querdenker" geben und wenn es doch mal so sein sollte, so gibt es auch in dieser Utopie staatliche "Truppen" bzw. "Wächter", die solche Ausflüchte verbieten.
Dieses Buch zeigt auf wundervolle Weise auf, wie wichtig uns das Chaos der Freiheit sein sollte. Gewisse sinnnvolle Regeln und Gesetze sollten nicht einer totalen Kontrolle weichen. Hier sidn die Menschen Gefangene eines Systems und jeder Ausbruchsversuch aus diesem wird ohne eigene Rechte hart verurteilt. Interessant auch die Idee des emotionalen Gefängnisses in dem die Bürger dieser Welt leben. Sogar die Liebe wird ihnen vorgeschrieben, für mich eine Art "Worst case" Szenario.
In einer welt, in der gerade in neuester Zeit um staatliche Konstrollen gestritten wird und sich die Frage aufwirft, wie weit diese gehen dürfen, so zeigt "wir" auf in welche Richtung man sich mit einem solchen Schritt bewegen würde.
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