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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
40 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Klassiker der nie an Aktualität verlieren wird,
Von Elisabeth (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (Taschenbuch)
Vor ca. 14 Jahren haben wir damals im Gymnasium den Film "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" im Religionsunterricht gesehen. Der Zweck war damals, dass wir zum Thema Drogen aufgeklärt und entsprechend abgeschreckt werden.Wenn ich an meine Gefühle von damals denke, dann erinnere ich mich daran, dass ich gar nicht wirklich abgeschreckt war, sondern dass der Film damals eine gewisse Romantik vermittelte. So ging es damals sehr vielen bei uns in der Klasse, denn wir diskutierten sehr intensiv darüber. Für eine "labilere" Person oder eine, die nicht weiß, wie sie mit den eigenen Problemen umgehen soll, wäre der Film vielleicht noch eher Ansporn gewesen. GENAU DAS war damals meine Meinung. Nun, 14 Jahre später, habe ich mich entschlossen, doch mal das Buch zu lesen. Und von diesem war ich mehr als beeindruckt. Ich habe kaum ein anderes Buch gelesen, in dem besser beschrieben ist, wie eines nach dem anderen dazu führt, dass man immer tiefer im Drogensumpf versinkt. Nachdem ich das Buch fertig gelesen habe, besorgte ich mir nochmal den Film "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo". Und nun - nach so langer Zeit - empfand ich den Film ganz anders als noch vor 14 Jahren. Ich sah keinen Funken mehr von Romantik darin, die Bilder waren ekelhaft und abstoßend. Eine Sache war mir aber sofort klar: Ich verstand 100%ig, warum die echte Christiane F. nicht sehr zufrieden mit dem Film war. Das Buch beschreibt nämlich wie alles begann, es beschreibt die Welt, in der Christiane aufgewachsen ist. Es zeigt, wie die Umgebung damals in Berlin in der Gropiusstadt war. Christiane erzählt in ihrem Buch das ganze Milieu, die deprimierende Grundstimmung, die Probleme in der Familie... Auch die Beziehungen / Freundschaften werden im Film teilweise verfälscht oder ganz anders dargestellt als im Buch. Im Film wird nicht im geringsten darauf eingegangen, wie Christiane ihren ersten Drogenkontakt hatte. Nämlich dass sie schon im evangelischen Jugendzentrum zu Haschisch und Tabletten gekommen ist - zum Teil aus Gruppendynamik, zum Teil aus Neugierde und auch weil sie eine starke Abneigung zu Alkohol hatte und Drogenkonsum im Vergleich als viel "erhabener" empfand. Der Film setzt zu einem Zeitpunkt ein, wo schon viel zu viel "für die Drogenkarriere prägendes" passiert ist, was nicht einmal erwähnt wird. Im Buch jedoch wird genau beschrieben, was wirklich in Christiane vor ging - was sie empfand, was sie immer weiter sinken ließ... wie sie dann doch am Babystrich landete... und wie schwer es immer wieder fiel einen Absprung zu schaffen. Das Buch ist ein echter Klassiker, den man gelesen haben muß. Denn kein anderes Buch beschreibt den Weg zur Sucht so intensiv und bewegend. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
38 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Bewertung der 9d (Gymnasium Bammental),
Von Klasse 9d (Bammental) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (Taschenbuch)
"Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" von Christiane F. ist ein Buch, das detailliert und minuziös das Leben des drogenabhängigen Mädchens beschreibt.Ihre Gedanken und Gefühle werden so nachvollziehbar und mitreißend geschildert, dass man am liebsten in die Geschichte eingreifen möchte um sie aufzurütteln und vor dem totalen Absturz zu bewahren. Durch die intensive Schilderung entwickelt man als Leser geradezu eine innere Beziehung zu Christiane. Auch die berliner Schauplätze des Geschehens werden so genau und einprägsam beschrieben, dass man sich richtig in die Handlung hineinversetzen kann, etwa wenn Christiane ihre Kindheit in Gropiusstadt schildert. Gerade die Zitate und vor allem die Bilder ihrer drogenabhängigen "Freunde" vertiefen dabei die Eindrücke auf eine beklemmende Art. Dabei spricht das Buch, das auf viele Jugendliche vieleicht zunächst abschreckend wirkt, unterschiedlichste Zielgruppen an. Der "Bestseller" erhällt auf der einen Seite seinen Ruf, weil er uns "normale" Menschen durch seine ungeschminkte Art berührt und aufweckt. Zudem könnte er denjenigen Menschen das Gefühl geben, sich im Buch wiederzufinden und sich somit nicht mehr allein zu fühlen, die ähnliche Probleme haben; nicht nur mit Drogen und Prostitution - sondern vor allem mit "versteckten" Problem wie häuslicher Gewalt, Gruppenzwang oder auch dem unbefriedigtem Bedürfniss nach Aufmerksamkeit. Jedoch glauben wir auch, dass das Buch wohl gerade von Drogenbabhängigen kaum gelesen wird: sie möchten sich keinen Spiegel vorhalten. Das Buch ist zwar fast 30 Jahre alt, hat seine Bedeutung jedoch nicht verloren. Die genannten Probleme sind unserer Meinung nach auch heute noch sehr aktuell, und nach wie vor gelingt es nur wenigen Menschen, so wie Christiane diesen Teufelskreisen zu entrinnen. Deshalb möchten wir das Buch vor allem allen Jugendlichen, die sich mit diesen Problematiken auseinandersetzen, egal ob in der Schule oder privat,sehr empfehlen. Insbesondere lohnt es sich unserer (!) Meinung nach, das Buch im Unterricht zu behandeln. Die Geschichte von Christiane dient als Abschreckung, teilweise auch als Geselschaftskritik (z.B. Umgang mit Drogenabhängigen) und humanisiert vor allem die Drogenabhängigen, ohne deren Sucht zu verharmlosen. Abschließend möchten wir sagen, dass das Buch Pflichtlektüre für alle Schüler werden sollte, da gerade sie gefährdet sind, eine Drogenkarierre zu beginnen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
das schrecklichste Buch das ich je gelesen habe,
Rezension bezieht sich auf: Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (Taschenbuch)
Als ich zwölf wurde drückte mir meine Mom das Buch in die Hand - ich habe es verschlungen - das war vor 14 Jahren, seitdem habe ich es mindestens 10 mal gelesen und bin immer wieder gespannt wie andere dieses Buch empfinden. Bei dem was ich hier lese entdecke ich meine Empfindungen wieder, aber einige Kommentare erschrecken mich oder machen mich arg wütend: Wie kann es Eltern geben, die Ihren Kindern dieses Buch verbieten aus Angst? Völlig unbegründet!!! Jeder der nach dem Lesen dieses Buches noch Lust hat Drogen zu nehmen oder sich gar durch die Lektüre dazu animiert fühlt, dessen evt. Drogenkarriere war schon vorher bestimmt und kam bestimmt nicht durch das Lesen dieses Buches zum Vorschein... Desweiteren gibt es hier Leute die nur vier Sterne vergeben, weil man nicht weiß was aus Detlef & Co wurde...HALLO, das Buch ist kein Roman-schon mal daran gedacht das C. zum Zeitpunkt des Erscheinens selber nicht wußte was aus Ihrer Fixerclique geworden ist?? Was mich wirklich interessiert ist was aus Christiane wurde. Die Gerüchte reichen von Ihrem Tod bis zu einem Leben in Griechenland, bzw Berlin inkl. HIV-Infektion
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