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Wir Kinder vom Bahnhof Zoo [Illustriert] [Taschenbuch]

Christiane F. , Horst E. Richter , Kai Hermann , Horst Rieck
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (211 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo
OA 1978 Form Sachbuch Bereich Gesellschaft
Christiane F. wurde mit 15 Jahren zur berühmtesten Drogensüchtigen Deutschlands. Auch heute noch wirkt ihr beklemmender Bericht über Abhängigkeit, Verzweiflung und Isolation abschreckend und faszinierend zugleich.
Entstehung: Kai Hermann und Horst Rieck wollten als Mitarbeiter der Illustrierten stern die damals 15-jährige Christiane F. interviewen, um ihre Recherchen über die Situation der Jugendlichen zu vervollständigen. Aus dem geplanten Zwei-Stunden-Gespräch wurden zwölf Monate, in denen Christiane F. über ihr Leben als Drogenabhängige berichtete. Ebenso wie ihre Eltern unterstützen auch alle Überlebenden aus ihrer Szene das Projekt. Mit ihren Fotos und Namen trugen sie zum dokumentarischen Charakter von Wir Kinder vom Bahnhof Zoo bei.
Inhalt: Mit schonungsloser Offenheit schildert Christiane F. das Elend ihrer eigenen Abhängigkeit und das ihrer Freunde und Freundinnen in Berlin und liefert so einen eindringlichen Bericht über den Teufelskreis von Abhängigkeit, Beschaffungskriminalität und Prostitution.
Christiane ist sechs Jahre alt, als sie mit ihren Eltern und ihrer Schwester nach Berlin zieht. Die bedrückenden Wohnverhältnisse in der Hochhaussiedlung Gropiusstadt, der gewalttätige Vater, der seine Frau und Kinder schlägt, schließlich die Scheidung der Eltern sind Erfahrungen, die den Weg Christianes in die Drogenszene ebnen. In der Schule schließt sie Freundschaft mit Kessi, die sie zu einem evangelischen Jugendzentrum mitnimmt, in dem Christiane im Alter von zwölf Jahren erstmals Haschisch raucht. In der Diskothek »Sound« kommt sie in Kontakt mit der Drogenszene. Sie beginnt Heroin zu spritzen und geht auf den Kinderstrich am Bahnhof Zoo, um das Geld für die Drogen zu beschaffen.
Erst nach fast zwei Jahren entdeckt Christianes Mutter das Drogenproblem ihrer Tochter. Eine Entziehungskur bleibt erfolglos; mehrmals reißt Christiane von zu Hause aus. Erst als sie zu ihrer Tante und Oma aufs Land geschickt wird, gelingt es ihr, von den harten Drogen loszukommen.
Wirkung: Die Lebensbeichte von Christiane F. hat nicht nur abgeschreckt, sondern auch wachgerüttelt. Zum ersten Mal kam das Drogenproblem und das damit verbundene Elend ungeschminkt an die Öffentlichkeit. Das Buch wurde ein Bestseller und 1981 verfilmt. Nach turbulenten Jahren in den USA lebt Christiane F. heute zusammen mit ihrem Sohn Jan-Niklas wieder in Berlin. Den Kampf gegen die Drogen hat sie nie aufgegeben. S. Wa.

Über den Autor

Kai Hermann, 1938 in Hamburg geboren, war Redakteur und Korrespondent der Zeit sowie Chefredakteur von Twen. Er schreibt unter anderem für "Spiegel" und "Stern". Er ist Autor zahlreicher Bücher und Drehbücher, darunter "Christiane F.: Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" (gemeinsam mit Horst Rieck) und "Andi". Der beinahe zufällige Tod des Andreas Z., 16". Hermann erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Egon-Erwin-Kisch-Preis.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
47 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker der nie an Aktualität verlieren wird 3. November 2005
Von Elisabeth
Vor ca. 14 Jahren haben wir damals im Gymnasium den Film "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" im Religionsunterricht gesehen. Der Zweck war damals, dass wir zum Thema Drogen aufgeklärt und entsprechend abgeschreckt werden.
Wenn ich an meine Gefühle von damals denke, dann erinnere ich mich daran, dass ich gar nicht wirklich abgeschreckt war, sondern dass der Film damals eine gewisse Romantik vermittelte. So ging es damals sehr vielen bei uns in der Klasse, denn wir diskutierten sehr intensiv darüber. Für eine "labilere" Person oder eine, die nicht weiß, wie sie mit den eigenen Problemen umgehen soll, wäre der Film vielleicht noch eher Ansporn gewesen. GENAU DAS war damals meine Meinung.
Nun, 14 Jahre später, habe ich mich entschlossen, doch mal das Buch zu lesen. Und von diesem war ich mehr als beeindruckt. Ich habe kaum ein anderes Buch gelesen, in dem besser beschrieben ist, wie eines nach dem anderen dazu führt, dass man immer tiefer im Drogensumpf versinkt.
Nachdem ich das Buch fertig gelesen habe, besorgte ich mir nochmal den Film "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo". Und nun - nach so langer Zeit - empfand ich den Film ganz anders als noch vor 14 Jahren. Ich sah keinen Funken mehr von Romantik darin, die Bilder waren ekelhaft und abstoßend.
Eine Sache war mir aber sofort klar: Ich verstand 100%ig, warum die echte Christiane F. nicht sehr zufrieden mit dem Film war.
Das Buch beschreibt nämlich wie alles begann, es beschreibt die Welt, in der Christiane aufgewachsen ist. Es zeigt, wie die Umgebung damals in Berlin in der Gropiusstadt war. Christiane erzählt in ihrem Buch das ganze Milieu, die deprimierende Grundstimmung, die Probleme in der Familie...
Auch die Beziehungen / Freundschaften werden im Film teilweise verfälscht oder ganz anders dargestellt als im Buch.
Im Film wird nicht im geringsten darauf eingegangen, wie Christiane ihren ersten Drogenkontakt hatte. Nämlich dass sie schon im evangelischen Jugendzentrum zu Haschisch und Tabletten gekommen ist - zum Teil aus Gruppendynamik, zum Teil aus Neugierde und auch weil sie eine starke Abneigung zu Alkohol hatte und Drogenkonsum im Vergleich als viel "erhabener" empfand. Der Film setzt zu einem Zeitpunkt ein, wo schon viel zu viel "für die Drogenkarriere prägendes" passiert ist, was nicht einmal erwähnt wird.
Im Buch jedoch wird genau beschrieben, was wirklich in Christiane vor ging - was sie empfand, was sie immer weiter sinken ließ... wie sie dann doch am Babystrich landete...
und wie schwer es immer wieder fiel einen Absprung zu schaffen.

Das Buch ist ein echter Klassiker, den man gelesen haben muß. Denn kein anderes Buch beschreibt den Weg zur Sucht so intensiv und bewegend.

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40 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bewertung der 9d (Gymnasium Bammental) 20. Oktober 2006
Von Klasse 9d
"Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" von Christiane F. ist ein Buch, das detailliert und minuziös das Leben des drogenabhängigen Mädchens beschreibt.

Ihre Gedanken und Gefühle werden so nachvollziehbar und mitreißend geschildert, dass man am liebsten in die Geschichte eingreifen möchte um sie aufzurütteln und vor dem totalen Absturz zu bewahren. Durch die intensive Schilderung entwickelt man als Leser geradezu eine innere Beziehung zu Christiane.

Auch die berliner Schauplätze des Geschehens werden so genau und einprägsam beschrieben, dass man sich richtig in die Handlung hineinversetzen kann, etwa wenn Christiane ihre Kindheit in Gropiusstadt schildert. Gerade die Zitate und vor allem die Bilder ihrer drogenabhängigen "Freunde" vertiefen dabei die Eindrücke auf eine beklemmende Art.

Dabei spricht das Buch, das auf viele Jugendliche vieleicht zunächst abschreckend wirkt, unterschiedlichste Zielgruppen an. Der "Bestseller" erhällt auf der einen Seite seinen Ruf, weil er uns "normale" Menschen durch seine ungeschminkte Art berührt und aufweckt. Zudem könnte er denjenigen Menschen das Gefühl geben, sich im Buch wiederzufinden und sich somit nicht mehr allein zu fühlen, die ähnliche Probleme haben; nicht nur mit Drogen und Prostitution - sondern vor allem mit "versteckten" Problem wie häuslicher Gewalt, Gruppenzwang oder auch dem unbefriedigtem Bedürfniss nach Aufmerksamkeit. Jedoch glauben wir auch, dass das Buch wohl gerade von Drogenbabhängigen kaum gelesen wird: sie möchten sich keinen Spiegel vorhalten.

Das Buch ist zwar fast 30 Jahre alt, hat seine Bedeutung jedoch nicht verloren. Die genannten Probleme sind unserer Meinung nach auch heute noch sehr aktuell, und nach wie vor gelingt es nur wenigen Menschen, so wie Christiane diesen Teufelskreisen zu entrinnen.

Deshalb möchten wir das Buch vor allem allen Jugendlichen, die sich mit diesen Problematiken auseinandersetzen, egal ob in der Schule oder privat,sehr empfehlen. Insbesondere lohnt es sich unserer (!) Meinung nach, das Buch im Unterricht zu behandeln. Die Geschichte von Christiane dient als Abschreckung, teilweise auch als Geselschaftskritik (z.B. Umgang mit Drogenabhängigen) und humanisiert vor allem die Drogenabhängigen, ohne deren Sucht zu verharmlosen.

Abschließend möchten wir sagen, dass das Buch Pflichtlektüre für alle Schüler werden sollte, da gerade sie gefährdet sind, eine Drogenkarierre zu beginnen.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nach fast 30 Jahren noch immer aktuell!! 31. Mai 2006
Von Kai VINE™-PRODUKTTESTER
Von Amazon bestätigter Kauf
Ein erschreckender, beklemmender Bericht, der - mittlerweile fast 30 Jahre alt - dennoch nichts an Aktualität verloren hat. Nachdem Christiane F. wohl eh die bekannteste (Ex-)Drogensüchtige Deutschlands ist, braucht man zum Inhalt des Buches nicht mehr viel sagen. Das Buch teilt sich grob in drei Teile. Im ersten Teil beschreibt sie ihre Kindheit, der Umzug nach Berlin, ihren gewalttätigen Vater sowie ihren ersten Kontakt mit Drogen (Cannabis). Im zweiten Teil beschreibt sie sehr detailliert und sehr feinfühlig beobachtet ihren "Absturz". Zunächst probiert sie LSD und Beruhigungstabletten, ihr Leben gerät immer mehr aus den Fugen. Schließlich probiert sie auch Heroin, bald auch intravenös. Von hier an geht es immer weiter bergab. Sehr nüchtern und sachlich, aber gleichzeitig auch sehr sensibel schildert Christiane F. den Alltag eines Heroinabhängigen: Morgens aufstehen, erster Druck (Heroin-Injektion), dann anschaffen auf dem "Baby-Strich", um das Geld für die Droge zu organisieren, Stoff besorgen, nächster Druck, wieder anschaffen gehen, Stoff besorgen, usw., usw.

Schließlich versucht Christiane auch mehrfach, zu entziehen, beschreibt auch hier sehr detailliert und genau die Abläufe, die Situation, die Reaktionen ihrer Freunde und Familie. Und schafft es doch nicht, von der Droge loszukommen, landet immer wieder in dem ewigen nicht enden-wollenden Kreislauf der Drogensucht. Im dritten Teil schließlich schildert sie ihren (von ihrer Mutter erzwungenen) Ausstieg aus der Drogen-Szene, indem sie zu ihrer Tante nach Norddeutschland zieht. Hier schafft sie es endlich, wieder längere Zeit clean zu bleiben, neue Freundschaften, neue Erfahrungen, usw.

Insgesamt ein schrecklich erschütternder Bericht über das Leben eines "Junkies" (damals "Fixer"), wie es wohl beispielhaft auch heute noch für das Leben tausender Jugendlicher (und Kinder!) ist. Das Buch hat mich sehr bewegt und berührt, es ist gleichzeitig furchtbar brutal und sehr sensibel - eben genau wie Christianes Leben in der Drogensucht. Jedenfalls schwer verdauliche Kost, nicht jedermanns Sache, aber dennoch absolut lesenswert! Nach wie vor wird das Drogenproblem von unserer Gesellschaft gerne totgeschwiegen, verleugnet, die Betroffenen als "asozialer Abschaum" behandelt. So ein Buch kann helfen, die eigene Perspektive etwas zurechtzurücken und eigene Einstellungen zu überdenken.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Das Buch zur DVD - denn lesen sollte man auch das bevor geguckt wird
Thema gehört zum Erwachsenwerden und ist mir sehr wichtig, dies mit meinen Kindern zu besprechen, sowohl als Buch sowie als DVD (Doppelt hält besser)
Vor 16 Stunden von Katja-Berlin veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Verschlungen
.. die Geschichte, die Christiane F. erzählt ist sehr mitreissend erzählt,

ich habe das Buch mittlerweile schon einige Male gelesen. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Tagen von H. Grimsehl veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Super danke
Alles super danke :-)Alles super danke :-)Alles super danke :-)Alles super danke :-)Alles super danke :-)Alles super danke :-) danke, danke, danke, da
Vor 2 Monaten von Vera veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Bahnhof Zoo
Ein biographischer Roman, dessen Verfilmung man verpflichtend an allen Schulen zeigen sollte.
Christiane wächst in Gropiusstadt auf, die Familie ist zwar nicht arm,... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Kaddi Kattubi veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen alles gut
es ist alles in Ordnung, schnell gut alles ohne Probleme
es ist alles in Ordnung, schnell gut alles ohne Probleme
Vor 3 Monaten von Knut Niehaus veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Wir Kinder vom Bahnhof Zoo
Wir Kinder vom Bahnhof Zoo. Diese Buch ist ein Klassiker und gehört unbedingt zur Literaturempfehlung von Jugendlichen und begleitend für Ihre Eltern.
Vor 3 Monaten von Alice Und Werner Brübach veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen wirklich sehr erschreckend....
der film zum buch wird meines wissens seit jahren als abschreckendes beispiel in der schule gezeigt,leider war ich wohl als dies in meiner klasse damals der fall war faul daheim im... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Sven Wagener veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Sehr spannende Geschichte
Das Buch "Christiane F.- Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" ist eine spannede, schreckliche, aufrüttelnde und interessante Biographie zugleich. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Fidan Taci veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Interessantes Buch
Das Buch ist schockierend und traurig, aber gleichzeitig ein Buch, das man nicht einfach weglegt. Ich habe jede freie Minute genutzt, um das Buch zu lesen. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Simona J. veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Wir Kinder vom Bahnhof Zoo
Wir Kinder vom Bahnhof Zoo: Nach Tonbandprotokollen aufgeschrieben v. Kai Hermann u. Horst RieckHervorragend geschrieben, leicht lesbar und man kann sich gut in Christiane F. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Werner Schulz veröffentlicht
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