Zunächst das Positive: viele gute Ideen, viele neue Autoren.
Dann leider viel Negatives: die meisten Geschichten sind nicht mehr als Vignetten. Die Unreife der offenbar noch sehr, sehr jungen Autoren in ihren einerseits märchenhaften, andererseits aber häufig kindischen Plots sowie der oft ungeschickten Wortwahl ist bei Weitem zu deutlich. Mit der deutschen Sprache stehen sie oft auf Kriegsfuß (den zweiten Fall z.B. gibt es so gut wie gar nicht), was das Eintauchen in die doch erwünschte, um nicht zu sagen: ersehnte, Atmosphäre immer wieder nachhaltig stört.
Auf zwei Sterne herunter hat mich aber die krasse Unprofessionalität des "Verlages" -wenn es denn ein solcher wirklich ist- gebracht. Ganz klar hat man sich jedes Lektorat erspart. Schreibfehler gröbster Art (bei mir ist ein elternloses Kind immer noch eine Waise und nicht "Weise"; Schlafstatt schreibt man so und nicht "-stadt") alle zwei, drei Seiten gingen unkorrigiert in den Druck. Am meisten aber hat mich gestört, dass mit vollen Händen Beistriche in den Text geworfen wurden - egal, ob sie nun dahin gehörten oder nicht. Manches Mal kommt es dadurch zu echten Sinnentstellungen, auf jeden Fall aber kann man nicht in der Geschichte "mitleben".
Mein (rein persönliches) Fazit: immer noch lesenswert. Ich selbst werde einige Jahre warten und auf das Erscheinen von Arbeiten in anderen Verlagen hoffen. Band Zwei las ich zuerst, Band Eins habe ich dann nach Seite 208 frustriert weggelegt.