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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
31 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
HAMMERTEIL,
Rezension bezieht sich auf: Wintersun (Audio CD)
Ich besitze Ensiferum's gleichnamiges Debut und ihr Zweitwerk "Iron" und halte beide für klasse Alben, woran Jari Mäenpää wohl nicht ganz "unschuldig" ist.Deshalb war ich sehr gespannt, wie der Erstling seiner neuen Hauptband "Wintersun" abschneidet, sitzt doch mit Rotten Sound-Drummer Kai Hahto ein echtes "Tier" hinter der Schießbude. Also nix wie in den nächsten Plattenladen, den Silberling erstehn und dann nix wie zurück nach Hause und in die Anlage damit. Schon der Opener "Beyond The Dark Sun" geht richtig in die vollen und überzeugt auf Anhieb durch schnelle knüppel-Einlagen, melodischer Gitarrenführung und einem Gesang, welcher wie die Faust aufs Auge passt. Fazit: "Wintersun" ist ein Werk, welche eine Schönheit, eine Ausdruckskraft besitzt, die zu ausgeprägt ist, als dass man sie in schlichte Worte fassen könnte. Anspieltipps: Einen Song dieses regelrechten Referenzwerkes hervorzuheben käme Gotteslästerung (nicht der christliche...;-)) gleich!! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
das nenn ich mal "newcomer" :),
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wintersun (Audio CD)
Kaum wahrnehmbar illuminiert die Wintersonne die tannenreiche Waldlandschaft inmitten eines finnischen Gebirges, welches in der zweiten Jahreshälfte stets von trister, endlos erscheindender Dunkelheit befallen ist. Die unsäglichen Schneemassen bedecken nicht nur den nährbaren Boden, sondern begraben auch in angenehmeren Zeiten herrschende Tugenden - Sämtliche Mutmacher, wie Hoffnung und Zuversicht sind augenscheinlich mitsamt den üblichen Naturalien den abgrundtiefen Temperaturen zum Opfer gefallen. Auch der schmerzverzerrte Gesichtsausdruck des alten Greises, der sich mit letzter Kraft seinen Weg durch das strapaziöse Szenario gebahnt hat, ist mittlerweile sichtbar erstarrt und der indisponierte Wanderer scheint der klirrenden Kälte der Umgebung nicht mehr gewachsen zu sein: Mutlos hinterlässt er die letzten kräftezehrenden Fußspuren, bevor er mit endgültiger Todessehnsucht über dem eisigen Boden zusammenbricht und sich den rohen Naturgewalten seiner schneeweißen Ruhestätte geschlagen gibt... Diese oder minimal abweichende Eindrücke ruft das Artwork der ersten WINTERSUN-Scheibe hervor und es ist an dieser Stelle wohl nicht zu weit hergeholt, dass der alte Mann eventuell den Märtyrer für die erfolgsversprechendste Erstveröffentlichung der letzten Monate - vielleicht sogar für das Debüt des Jahres darstellt und die Schneelandschaft die düstere musikalische Ausrichtung des Tonträgers perfekt charakterisiert, auch wenn mir bei den momentan eher sommerlichen Temperaturen nicht gerade das Blut in den Adern zu gefrieren scheint. Die Band um den Ex-ENSIFERUM Sänger Jari Mäenpäa und den ROTTEN SOUND-Drummer Kai Hahto ist ein Emporkömmling mit bemerkenswerter Geschichte, so gaben sich die Verantwortlichen von Nuclear Blast bereits mit einer drei Tracks umfassenden aber scheibar sehr aussagekräftigen Eigenproduktion zufrieden, um WINTERSUN mit einem fetten Plattenvertrag zu entlohnen. Hatte Mäenpäa anfangs nur ein Nebenprojekt geplant, so kündigte er Anfang des Jahres seinen Sängerposten bei ENSIFERUM, um sich voll und ganz auf seine Arbeit konzentrieren zu können. Und das hat sich auch gelohnt: Mit dem selbstbetitelten Debütalbum hat der Multiinstrumentalist quasi im Alleingang (Mäenpäa verantwortet sich auf "Wintersun" für sämtliche Instrumentierungen, das exzellente Drumming einmal ausgenommen) ein wunderschönes Stück Melodic Death geschaffen, das an Abwechslungsreichtum wohl kaum zu überbieten ist. Ähnlich wie bei seinem ehemaligen Arbeitgeber paaren sich hier zahllose Black/Death Metal-Einflüsse mit den gewohnten Folk-Anleihen ála MOONSORROW - Mäenpäa schafft allerdings noch den Kunstgriff, weitere Elemente in das Soundgefüge zu inkludieren, ohne dabei jedoch den Faden zu verlieren. Unter anderem finden sich auf "Wintersun" brachiale DISSECTION-Klänge ("Winter Madness"), typische CHILDREN OF BODOM-Frickeleien ("Beyond The Black Sun") und sogar Anbiederungen an den traditionellen Metal der Marke HAMMERFALL - oder stehe ich etwa mit der Meinung alleine da, dass der Refrain von "Death And The Healing" ein wenig an deren Kult-Ballade "Glory To The Brave" erinnert? Wurde er bei ENSIFERUM meist aus dem Songwritingprozess ausgeschlossen, so kann der allgemeinhin vollkommen unterschätzte Musikus nun endlich sein künstlerisches Potenzial auf eindrucksvolle Weise unter Beweis stellen. Neben den wie erwähnt sehr umfangreichen Songstrukturen ist Jari Mäenpäa natürlich weiterhin ein bärenstarker Sänger, was durch die selbstkomponierten Gesangslinien noch einmal wesentlich deutlicher zur Geltung kommt. Mit eleganter Leichtigkeit wechselt der Gesang zwischen den gewohnten Melo-Death Kratzvocals und glasklar trällendem Gesang, der sich stets fernab der Eunuchen-Tonlage befindet. Hinzu kommt das virtuose Drumming von Kai Hahto, der auch einen hörbaren Einfluss auf das Liedgut hatte - der Härtegrad von ROTTEN SOUND wird selbstverständlich nie ganz erreicht, dennoch scheppert der Ausnahmemusiker zum Teil in bester Grindcore-Manier ganz schön drauf los um sich anschließend wieder etwas zu beruhigen und den zahllosen Melodien den nötigen Raum zu geben. Eben diese ziehen sich wie ein roter Faden durch das gesamte Album und schmücken dabei besonders die Aushängeschilder "Sleeping Stars" und "Death And The Healing", doch auch die schnelleren Stücke "Beyond The Dark Sun" und "Battle Against Time" lassen die wunderschönen Gitarrenläufe stets nicht vermissen und wissen dabei immer sehr zu gefallen. Etwas ärgerlich ist allerdings, dass sich diese Songs allesamt in der ersten Hälfte der Tracklist befinden, während die letzten Stücke des Longplayers zwar auch gut, aber alles andere als überragend ausgefallen sind. Da kann auch die überdimensionale Länge dieser Tracks - die letzten drei Lieder sprengen allesamt die 7 Minuten-Grenze - nichts mehr retten, vielmehr wirken die Songs dadurch eher künstlich in die Länge gezogen, da sie musikalisch an und für sich auch nicht mehr zu bieten haben als die eher kürzeren Tracks des Albums. Trotz des leicht verunglückten Abschlusses ist "Wintersun" zweifelsohne ein empfehlenswertes Debütalbum zweier großartiger Instrumentalisten geworden und ich bin mir eigentlich sicher, dass dies der Startschuss einer ziemlich erfolgsversprechenden Karriere sein wird. Da der Sound sehr weitschweifig ausgefallen ist, werden sich wohl nicht nur Metalheads, die Jari Mäenpäa schon zu ENSIFERUM-Zeiten heilig gesprochen hatten, sondern auch Anhänger aus verschiedenen Stilrichtungen - sowohl NIGHTWISH- als auch AT THE GATES-Jünger werden auf dem Longplayer nämlich durchaus vertraute Elemente wiederfinden - für das Album begeistern können. 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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wesentlich mehr als "nur" Melodic Death!,
Rezension bezieht sich auf: Wintersun (Audio CD)
Was Jari Mäenpää hier abliefert ist einfach nur noch genial! Nicht zuletzt, weil er alle Instrumente, außer den Drums, selbst eingespielt hat. Man sollte meinen, dass bei einigen Instrumenten so Schwächen zu verzeichnen sind, doch dem ist einfach nicht so!Wie kann man Wintersun am besten beschreiben? Doublebass-getriebene Melodic Death Symphonien, die von göttlichen Keyboard-Teppichen unterlegt und mit sehr vielen Gitarren-Soli der Marke Nocturnal Rites garniert sind. Es gibt auch einige "Viking Choir"-Parts, die perfekt in Szene gesetzt sind. Wintersun bedienen sich zahlreichen Elementen - insgesamt kann man dieses Album ein umwerfendes Erlebnis nennen. Symphonisch, atmosphärisch, mal schnell, mal sehr emotional, für jeden was und immer wieder voller Überraschungen. Selbst wenn man Death Metal nicht soooo sehr mag, sollte man einmal reinhören - ich kenne sehr viele Sonata Arctica- und Blind Guardian-Fans, die das Album gleichermaßen LIEBEN! Den Song "Beyond The Dark Sun", der als Auskopplung sogar als Video umgesetzt wurde, finde ich nicht -ganz- so representativ für das Album, da der Song erstens (wie schon in den anderen Rezensionen erwähnt) kurz ist und zweitens lange nicht alle Elemente beinhaltet. Er stellt gerade einmal den Gesamt-"Flow", die Schnelligkeit und die "Grundlagen" von Wintersun dar. Es ist halt sehr schwierig zu beschreiben. Hört euch einfach einmal den Song "Winter Madness" komplett an und ihr werdet verstehen, was ich meine, wenn ich sage, dass das Album einfach nur aufregend ist! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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