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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Wieder sehr kreativ und amüsant, mit ernstem Unterton., 13. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Winterschmied: Ein Märchen von der Scheibenwelt (Gebundene Ausgabe)
Wieder einmal spinnt Pratchett eine seiner genialen Geschichten auf der Scheibenwelt. "Der Winterschmied" ist ein relativ ernstes Märchen um Tiffany Weh, das jedoch auch den Humor nicht vermissen lässt. Spannende Kämpfe, lebensbedrohliche Gefahren, humorvolle Kommentare und ein etwas anderes Universum verbinden sich zu einem spannenden und spaßigen Roman. Absolutes Highlight sind wieder einmal die "Wir sind die Größten", deren einzige Furcht nach der Bewältigung der Schrift lediglich daraus besteht, mit einer ungeduldigen, die Arme verschränkenden und schmollenden Kelda konfrontiert zu werden. Die Geschichte selbst spielt mit alten Göttermythen und dem in vielen Scheibenweltromanen erwähnten Moriskentanz. Es macht viel Spaß und Freude, das kleine Universum um Tiffany Weh entwickeln zu sehen. Und welche Lehren kann der Leser daraus ziehen? Hexerei ist keine "MagieH", sondern harte Arbeit, und benötigt die richtige Menge "Buffo". Wer die Welt rettet, darf keinen Dank erwarten, sondern nur noch mehr Arbeit, und wer zu einer Hexe wird, hat wenig Freunde, sondern viele Bittsteller und kleine blaue Männer, die das geheime Tagebuch lesen. "Der Winterschmied" ist wieder ein Beweis dafür, dass dem großen Humoristen wohl niemals die Ideen ausgehen. Und manche Dinge kann man wesentlich einfacher sagen, indem man sie in Geschichten verpackt. Bleibt nur zu hoffen, dass dies nicht der letzte Teil um Tiffany Weh bleibt, immerhin lauert dort noch eine Romanze im Hintergrund.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Genau richtige Menge "Buffo"!, 13. April 2007
Um interessierten Eltern und Jugendlichen oder Kindern, kurz, dem Kunden, das Lesen einer vermutlich viel zu lang werdenden Rezension zu ersparen: "Der Winterschmied" in Hörbuchform, vorgelesen von Boris Aljinovic ist ein großartiges, spannendes, kluges, witziges Hörvergnügen! Das Hörbuch ist für Große und Kleine gleichermaßen geeignet. Der Kalauer drängt sich geradezu auf, denn eine sehr wichtige Rolle in Terry Pratchetts neuestem Scheibenwelt-Ableger Roman spielt die große kleine Hexe: Tiffany Weh, und die "Wir-sind-die-Größten" kleinen Kobolde! -Spaßige Kameraden, übrigens! Außerdem kommt darin vor ein Blauschimmelkäse, der am Ende sogar mit Sangeskunst aufwartet. Selbstverständlich die (bei Pratchett-Fans sicher sehr gut bekannte) Hexe Oma Wetterwachs und im Lauf der Handlung nimmt der "Winterschmied" - im wahrsten Sine des Wortes - so langsam Gestalt an. Dass das Hörbuch, beinahe so wie ein Hörspiel, stellenweise von Geräuschen untermalt wird und ganz besonders die talentierte Art des Vorlesers zeichnen dieses Hörbuch aus. Boris Aljinovic ist mir spätestens mit diesem Hörbuch als Vorleser sehr ans Herz gewachsen und ich denke, es wird den jüngeren Zuhörer ebenso Spaß bereiten, ihm zuzuhören. Terry Pratchett hat im Rahmen der Handlung ein kluge Geschichte sehr spannend aufbereitet: Die große kleine Hexe, Tiffany Weh, hat aus Versehen an einem ganz speziellen Tanz teilgenommen und damit den bis dahin gestaltlosen "Winterschmied" auf sich aufmerksam gemacht. So, dass der sich - platt ausgedrückt - in Tiffany verknallt! Jetzt will er ein Mensch werden und fängt an Tiffany mit seinen Künsten zu umwerben. Blöd nur, dass er damit dem Rest der Welt großen Schaden zufügt: Schneestürme, Eisberge ... die Natur in der Scheibenwelt spielt verrückt! Der Kerl hat nämlich so gut wie keinen Verstand. Für Tiffany kommt noch verschlimmernd hinzu, dass die Zeit ihrer Lehrhexe (Fräulein Verrat) abläuft und sie somit ohne Lehrstelle dasteht. Die Nachfolgerin von Fräulein Verrat, die Besserwisserin und Klugtuerin, Frau Anna Gramma, hat im Ernstfall nicht viel auf dem Kasten, stellt sich den Dorfbewohnern gegenüber dramatisch blöd an - kurz: Anna Gramma macht aber auch alles falsch! So muss Tiff sehr wichtige Entscheidungen treffen und ich glaube ich darf verraten, dass die Nachwuchshexe das mit Bravour schafft! Mensch, ich will ja nicht zu viel verraten... das alles hört sich furchtbar spanned an! - Lasst euch von der bezaubernden Geschichte verzaubern, vielleicht sogar nebenbei belehren - am Ende summt ihr höchstvermutlich total vergnügt das Lied der "Wir-sind-die-Größten" mit: "Ein Schiff wird kommen ...!" (Genau dafür und für die tollen Stimmen, die Boris Aljinovic jedem einzelnen "Wir-sind-die-Größten", oder dem Käse, oder dem Winterschmied, oder Oma Wetterwachs .... oder, oder, oder ... gibt, möchte man ihn ganz feste umärmeln, das ist so süüüß und witzig zugleich!) Fakten zum Hörbuch: Die Aufmachung als ProfilePac (wunderbar Platz sparende Hochglanz-Papphülle) finde ich sehr schön, auch wenn die 5 CDs nur in Pappschlitzen verstaut sind (aber man kann trotzdem sorgsam mit seinen CDs umgehen:-). Eine CD ist in zirka vier bis fünf (relativ lange Tracks) aufgeteilt. Gesamtspielzeit: 280 Minuten. - Für eine längere Autofahrt halte ich das Hörbuch nicht für geeignet, außer man hört es (dann aber nicht als Fahrer!) mit Ohrstöppseln. - Gerade die Cover-Gestaltung finde ich entzückend sympathisch. Auch wenn ich davon ausgehe, dass das Hörbuch eine gekürzte Fassung des gleichnamigen Romans ist, bin ich der Meinung, dass die Geschichte in der hier vorliegenden Art "sehr gut funkioniert". Leute (insbesondere Harcore-Pratchett Fans) werden hier sicher wieder greinen, weil "wichtige Details" fehlen. Wer "mehr" wissen will wird vermutlich ohnehin zuerst zum Buch greifen. "Der Winterschmied" ist so oder so eine persönliche Empfehlung von mir! Sogar wer das Buch bereits gelesen hat, dürfte an dem Hörbuch trotzdem großen Spaß haben! ;-) PS. Nicht abschrecken lassen, weil es heißt, dass das "Der Winterschmied" bereits die dritte Geschichte mit der kleinen Hexe ist. Ich kannte die anderen beiden Geschichten nicht, aber das kann man ja noch nachholen! :-)
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Terry wieder mal in Hochform!, 12. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Winterschmied: Ein Märchen von der Scheibenwelt (Gebundene Ausgabe)
Um's mal pauschal auszudrücken: Der Mann ist echt ein Phänomen! Ich finde es immer wieder unglaublich, wie jemand bei über 30 Büchern über die Scheibenwelt dieses Niveau halten oder sogar noch steigern kann! (Es gibt in diesem Zyklus nur wenige Bücher, die etwas "absackten". 'Eric' und 'Heiße Hüpfer' fand ich zum Beispiel nicht ganz so stark, aber immer noch äußerst lesenswert.) Ich muss auch einem der vorigen Rezensenten absolut recht geben: Die Spannung tritt immer mehr in den Vordergrund, ohne dass dabei allerdings das Komische zu kurz kommt: Terry dosiert dieses Verhältnis mittlerweile etwas anders als früher, aber diese Entwicklung zeichnete sich schon bei 'Der fünfte Elefant', 'Die volle Wahrheit' oder auch 'Die Nachtwächter' ab. (Wenn man zum Beispiel den Stil von 'Wachen!Wachen!' mit 'Die Nachtwächter' vergleicht, ist das schon eine bemerkenswerte Entwicklung.) Aber zum 'Winterschmied': Mich würde einmal interessieren, ob Terry auch eine kleine Tochter hat oder hatte. Wenn man liest, wie einfühlsam er sich in die Probleme einer Heranwachsenden hineinversetzt verbunden mit Bockigkeit, Besserwisserei, Sturheit, Rebellion gegen erwachsene Autorität, möchte man das fast bejahen. Dass zu diesen "normalen Problemen" bei Tiffany noch das Problem "nebenbei auch noch Hexe" hinzu kommt, macht das Ganze nur noch reizvoller und erinnert entfernt an die Schwierigkeiten, die Oma Wetterwachs in 'Das Erbe des Zauberers' mit der kleinen Eskarina hatte. Mit 'Der Winterschmied' ist Terry wieder einmal ein absolut spannendes, komisches und auch durchaus logisches Buch gelungen. Zumindest denkt man sich nach der Erklärung, warum der Winterschmied jetzt eigentlich wirklich hinter Tiffany her ist: "Klar! Da hätte man ja auch gleich drauf kommen können!" (Schließlich hörte sie bei dem Tanz zwei Stimmen.) Über die "Wir-sind-die-Größten" braucht man kein Wort mehr verlieren: Diese "halb-kriminellen" Charaktere sind einmalig! Was für mich aber eines der absoluten Highlights dieses Buches ist obwohl er nur eine ganz kleine Nebenrolle spielt, ist Horace, der lebende Käse. Der hatte den "Größten" echt noch gefehlt! Und er ist auch wieder ein gutes Beispiel dafür, dass man wahrscheinlich mehr als nur 2 Promille im Blut haben muss, damit einem als Autor so eine Figur einfällt. Tiffany selbst legt in diesem Buch ein großes Stück "Weg zum erwachsen werden" hinter sich zurück, und es ist absehbar, dass Oma Wetterwachs als "mächtigste Hexe der Scheibenwelt" bald erhebliche Konkurrenz bekommen wird, wenn die Kleine in diesem Tempo so weiter macht. Was die zarte Romanze mit Roland betrifft: Vielleicht holt sich Tiffany in einem von Terrys nächsten Büchern ja auch ein paar kleine Tipps von Magrat Knobloch aus Lancre?
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