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Winters Knochen: Roman [Gebundene Ausgabe]

Daniel Woodrell , Peter Torberg
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

17. Januar 2011
Zwischen dem, was die anderen sagen, und dem, was man glauben will, gibt es eine Wahrheit, die nie ans Tageslicht kommen darf! Kraftvoll und poetisch erzählt Daniel Woodrell von einer Welt, in der eigene Gesetze herrschen, und einer jungen Frau, die sich auflehnt gegen jahrhundertealte Lügen und Gewalt.Jessup Dolly taucht unter, als der Winter kommt. Seiner Familie, die in bitterarmen Verhältnissen im Hinterland von Missouri lebt, fehlt es an allem. Sie haben kaum etwas zu essen und nicht einmal genug Feuerholz, um das Haus warm zu halten. Aufopferungsvoll kümmert sich Jessups sechzehnjährige Tochter Ree um ihre pflegebedürftige Mutter und die beiden jüngeren Brüder. Doch dann passiert das Unvermeidliche. Die Polizei steht vor der Tür und teilt Ree mit, dass ihr Vater, der schon einmal wegen Drogengeschäften im Gefängnis war und nun erneut unter Anklage steht, das Haus für seine Kaution verpfändet hat. Wenn Jessup nicht bei Gericht erscheint, verliert seine Familie alles, was sie hat. Ree bleibt eine Woche Zeit, um ihren Vater zu finden tot oder lebendig.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 222 Seiten
  • Verlag: Liebeskind; Auflage: 1., Aufl. (17. Januar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3935890761
  • ISBN-13: 978-3935890762
  • Originaltitel: Winter's bone
  • Größe und/oder Gewicht: 19,6 x 13,6 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 237.497 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Eine in ihrer Schlichtheit tief bewegende Geschichte, die eine mythische Wucht entfaltet." LOS ANGELES TIMES

"Mit Ree Dolly hat Daniel Woodrell eine Figur geschaffen, die man nicht mehr vergisst."NEW YORK TIMES

"Sätze wie in Stein gemeißelt. Man hält vor Bewunderung den Atem an." CHICAGO TRIBUNE

Über den Autor

Daniel Woodrell, 1953 geboren, wächst in St. Louis und Kansas City auf. Mit siebzehn verlässt er die Highschool und meldet sich bei den Marines. Nach dem College nimmt er am renommierten Iowa Writers’ Workshop teil. Sein Romandebüt »Cajun-Blues« erscheint 1986. Für den Roman »Tomato Red« erhält er 1999 den Preis des amerikanischen P.E.N, im selben Jahr verfilmt Ang Lee seinen Roman »Wer mit dem Teufel reitet«. 2010 wird die Verfilmung von »Winters Knochen« beim Sundance Film Festival als bester Film ausgezeichnet. Daniel Woodrell lebt mit seiner Frau in Missouri.

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60 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die arme Seite der USA 25. Februar 2011
Von Martin TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der hiesige Blick auf die USA ist ja oft geprägt von TV-Serien, die in einer glitzernden Scheinwelt spielen. Der Roman Winters Knochen von Daniel Woodrell wirft einen Blick hinter die Fasaden dieser Scheinwelt auf das harte Leben der Unterschicht-Bevölkerung in den USA, die durch Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit verarmt ist. Oft verächtlich von den Wohlhabenden "White Trash (Weißer Abfall)" genannt. lebt diese Bevölkerungsgruppe den amerikanischen Albtraum.

Ree Dolly wächst in einer solchen Familie in den Ozarks auf, einer unwirtlichen Landschaft in Arkansa und Missouri mitten in den USA. Obwohl selbst noch ein 17-jähriger Teenager muss Ree sich um ihre Geschwister kümmern, da ihr Vater mehr Zeit im Gefängnis als zu Hause verbringt und ihre Mutter psychisch krank ist.
Der scheinbar finale Schicksalsschlag trifft Ree und ihre Geschwister, als der Vater spurlos verschwindet. Vorher hat er jedoch sein Haus als Kautionsleistung verpfändet, so dass das Haus, falls er seine Gefängnisstrafe nicht antritt, versteigert wird. Um die Obdachlosigkeit zu verhindern, macht sich Ree auf die Suche nach ihrem Vater. Dabei gerät sie schnell in den Sumpf von lokalem Verbrechen und Korruption, in den auch ihre eigene Verwandtschaft verstrickt zu sein scheint. Trotz Drohungen und körperlichen Attacken versucht Ree ihren Vater zu finden, obwohl sie bald anhnt, dass sie ihn nicht mehr lebendig finden wird...

Woodrell hat seine Geschichte geschickt als Mix aus Drama und Thriller konzipiert, den man nicht aus der Hand legen kann, bis man weiß, ob es Ree gelingen wird, ihre Mission zu erfüllen.
Das Buch wirft einen Blick auf die USA, wie man sie hierzulande kaum kennt. Die harte Welt in den Ozarks ist geprägt von Gewalt und dem Kampf ums tägliche Überleben. Und dennoch, bei allem Elend blickt er auch in diesem Buch wieder durch: Der amerikanische Traum, dass man es schaffen kann, wenn man nur will.
Ree Dolly ist so eine Heldin, die sich stur und verbissen gegen alle Umstände durchsetzt, um sich und ihre Geschwister zu schützen.
Woodrell hat mit Ree eine faszinierende Frauenfigur geschaffen, mit der der Leser mitfiebert und mitleidet, die aber nie wehleidig ist. Trotz aller Tristesse verströmt der Roman daher auch eine positive Grundstimmung, die in wohltuend von manch anderen Sozialdramen abhebt.

Diese positive Grundstimmung und das Spannungselement haben sicher dazu beigetragen, dass Winter's Bone von Hollywood verfilmt wurde und zwar als Außenseiter, immer immerhin für den Oscar als bester Film nominiert wurde. Ich habe den Film noch nicht sehen können, aber wenn er die Stimmung des Romans wiedergibt, dann hätte er die Auszeichnung verdient.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dunkle Wolken die grimmig den Himmel beflecken... 25. Juni 2011
Von Jürgen Zeller TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Die gebirgige Landschaft der Ozarks im südlichen Missouri ist malerisch schön und die weiten grünen Felder bilden die kontrastreiche Kulisse zur ebenso harten wie beeindruckenden Geschichte der 16-jährigen Ree Dolly und ihrer Familie. Sie hausen in bitterarmen Verhältnissen in einer heruntergekommen Hütte in dieser amerikanischen Einöde. Die Menschen um sie herum sind das was man gemeinhin als Hinterwälder oder "White Trash' bezeichnen kann. Menschen die die uns bekannte Zivilisation verlassen haben und weit abseits in Wohnwagen oder baufälligen Hütten leben und sich ihr ureigenes wie anarchisches Rechtssystem geschaffen haben. Zwar gelten grundsätzlich die Gesetze aber die die Familienoberhäupter gebärden sich so als gelten diese für sie nicht. Den kargen Lebensunterhalt verdienen sie mit illegaler Wilderei, dem Herstellen künstlicher Drogen oder mit schwarzbrennen von Schnaps. Es ist ein täglicher Kampf ums Überleben und der stets gleiche, eintönige Tagesablauf sorgt dafür das diese Menschen einen Teil der Drogen selbst konsumieren um der Hoffnungslosigkeit ihrer elenden Situation wenigstens für kurze Zeit zu entfliehen.

Die dunklen Wolken die grimmig den Himmel beflecken sorgen für das leicht düstere aber unheimlich stimmungsvolle Bild auf dem Umschlag des Buches (eines der schönster Buchcover überhaupt!) und können als Metapher für die Probleme, die wie einem Unwetter gleich, über Ree Dollys Zukunft aufziehen angesehen werden. Ree sorgt schon heute für ihre demente Mutter und die beiden jüngeren Brüder während Vater Jessup dauernd mit dem Gesetz in Konflikt gerät. Als er einem Gerichtstermin fernbleibt droht die Zwangsenteignung des baufälligen Hauses denn Jessup hat dieses als Sicherheit für die Kaution verpfändet. Mit dem Verlust des eigenen Heims würde die ohnehin schon triste Welt von Ree und ihrer Familie komplett aus den Fugen geraten. Der letzte Ausweg besteht darin Vater Jessup der seit Tagen verschollen ist zu finden und ihn dazu zu bewegen vor Gericht zu erscheinen, Ree hat dafür eine Woche Zeit...

Der Autor Daniel Woodrell hat mit der 16-jährigen Ree Dolly eine beeindruckende Figur geschaffen. Sie stellt sich tatkräftig und mit Mut allen Widrigkeiten und verliert nie den Glauben an sich und den kleinen Funken Hoffnung das irgendwann alles besser werden könnte. Sie lernt schnell was es heisst erwachsen zu sein und die Verantwortung für ihre Familie in zutiefst ärmlichen Verhältnissen zu übernehmen. Die Mutter in einem psychischen Delirium vor sich hindämmernd und die Brüder viel zu jung um für sich selbst zu sorgen schultert Ree alle Last und meistert aufopferungsvoll die tagtäglichen Probleme auf ihre ureigene Weise. Sie lehrt ihre Brüder nicht nur lesen und kochen, den lebenswichtigen Umgang mit der Schrotflinte und das ausweiden toter Tiere sondern auch was es bedeutet Stolz zu haben und niemals die Selbstachtung zu verlieren. Sie könnte an der kräftezehrenden Lage jederzeit zerbrechen aber sie ist eine Kämpferin und lässt sich nicht unterkriegen. In einer Welt voller Gefühlskälte verkörpert sie die seltene Winterrose die aus dem schneebedeckten Eis spriesst und erblüht.

Winters Knochen ist eine schlichte aber tief bewegende Erzählung. Der Autor Daniel Woodrell schildert das Schicksal von Aussenseitern ebenso subtil wie in kraftvollen Worten und setzt so starke Akzente. Streckenweise vielleicht etwas zu glatt und oberflächlich, er hätte durchaus noch tiefer in diese abweisende Welt eindringen können, aber so lässt er den Personen die Würde dem Leser stets auf Augenhöhe zu begegnen. Er will bewusst kein Mitleid für die Hauptfigur (Ree hätte das nie gewollt!) sondern einfach ihre Geschichte erzählen und es fühlt sich schlussendlich an wie ein eindringlicher Appell für die Zivilcourage und die Menschlichkeit. 5 Amazon Sterne für 223 Seiten verdammt gute Litaratur.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Archaischer Kampf 19. April 2011
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Die Geschichte der jugendlichen Ree, die ihre kleineren Brüder und ihre phsychisch kranke Mutter pflegt und tapfer umsorgt, fasziniert von der ersten Seite an, vor allem wegen der Sprache und dem Erzählstil, der sich ganz dem kargen Land und seinem rauhen Klima anzupassen scheint. Obwohl es die Gegenwart ist, in der sich Rees Kampf um ihr Zuhause abspielt, erlebt der Leser ein archaisches Sytem der Stämme und Familienclans, die abseits einer höheren, staatlich organisierten Gerechtigkeit ganz nach ihren Regeln leben und handeln. Vom Fernseher, der keinerlei wichtige Botschaften übermittelt und ein paar Autos abgesehen, könnte es genauso gut vor hundert oder zweihundert Jahren spielen, die moderne Zivilisation ist der Welt dieser ländlich-abgelegen lebenden Menschen fern wie der Mond. Auf sich allein gestellt, zieht Ree los und kämpft um das Bisschen, was ihr Zuhause ist. Sie ist bereit, bis zum Letzten zu gehen und wäre doch gescheitert, wenn nicht ihr schräger, kampferprobter Onkel eingegriffen hätte.

Ein faszinierendes Buch, wenngleich die Wetterbeschreibungen irgendwann zu viel werden und wirken, als dienten sie vor allem dazu, eine straffe Kurzgeschichte zum Umfang eines Buches aufzublasen. Auch die Handlung tritt im Mittelteil irgendwie auf der Stelle und nimmt dieser Geschichte etwas an Kraft. Das ist schade, aber trotzdem bleibt WINTERS KNOCHEN ein faszinierendes Stück Literatur. Lesetipp, keine Frage.
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Inhalt:
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