..., wird beim Lesen der "Winterreise" nicht von etwas substanziell Neuem überrascht werden, aber vielleicht von der Intensität, mit der Jelinek bestimmte Aspekte der äußeren, aktuellen(?) und ihrer inneren (vergangenen?) Welt mit den vielgestaltigen Seziermesserchen ihrer dichterischen Assoziationskraft vor uns bloßlegt - schonungslos mutig vor allem dort, wo es um persönliche, schmerzhafte Erlebnisstränge geht, die durch die Fähigkeit des künstlerischen Ausdrucks verarbeitet und bloßgelegt werden. So wie es auch Schubert - meist ebenfalls unter Schmerzen - tat.