Mal ehrlich: Dieses Buch liest sich ein wenig wie ein Abklatsch der "Klavierspielerin". Die Geschichte ist nämlich in den Grundzügen sowie der Erzählweise sehr ähnlich. Die von der Natur benachteiligte alte Jungfer Roswitha nimmt in einem Anfall akuter Torschlusspanik einen der Bauarbeiter bei sich auf, die gerade die Fassade des Hauses, in dem sie wohnt, renovieren. Er heißt Max und gibt vor, ehrliche Absichten mit ihr zu haben. Nachdem sich Roswitha auf ihn eingelassen hat, stellt sich allerdings heraus, dass er grob und roh ist, zuviel trinkt und ihm eigentlich nichts an ihr liegt. Durch Max kommt zwar durchaus wieder Leben in Roswithas Alltag, doch die Opfer dafür sind groß - zu groß? Das Ende dieser Liebes- und Leidensgeschichte bleibt leider offen.