Essen ist Leben, schreibt die 18-Jährige Lia. Und genau das ist das Problem. Wer am Leben ist, den können die Menschen verletzen. Daher ist es leichter, in einen Knochenkäfig zu krabbeln und die Menschen auszuschließen. Und genau das macht Lia, als ihre frühere beste Freundin Cassie tot in einem Motel aufgefunden wird. Die Todesursache: Bullemie. Schon 2x war Lia selbst bei einer Therapie gegen ihre Magersucht, hat versucht, wieder essen und leben zu lernen. Aber gewollt hat sie es eigentlich nicht. Und darum rutscht sie mit dem Tod in ihre alten Gewohnheiten zurück. Denn riesige Schuldgefühle plagen sie. An dem Tag, als Cassie starb, hat sie 34x versucht Lia anzurufen. Aber Lia hat nicht abgenommen, weil sie den Schmerz nicht ertragen konnte, dass Cassie sie nach der letzten Therapie einfach hat fallenlassen, um nicht selbst zerstört zu werden. Was wollte Cassie Lia mitteilen? Von da an fällt Lia immer tiefer, wird von Cassies "Geist" verfolgt. Der einzige Ausweg scheint ihr zu sein, das Leben auszuschließen und sich durch Essensentzug und Schnittverletzungen zu bestrafen.
Dieses Buch ist keine leichte Kost. Darum nur 4 Sterne. Zwar ist es sehr gut geschrieben, aber man kann sich einfach nicht in die Geschichte verlieben, weil sie so ernst und hoffnungslos ist. Man lernt alle Details über Magersucht kennen, teilweise als würde man ein wissenschaftliches Buch lesen. Man ist im Kopf der Magersüchtigen gefangen und sieht sie Welt und das Leben auf eine neue Weise. So kommt einem die Geschichte sehr nah. Vielleicht zu nah. Ab 14.