Inhalt
Die dramatische Geschichte des jungen Lakota Krieger Keyaschante -Schildkrötenherz ' und seiner weißen Frau Tscheyesa-win. Mit eindrucksvollen Worten beschreibt Dallas Chief Egle, vom Volk der Lakota, den letzten Widerstand seines Volkes und zeigt am Schicksal des jungen Paares die tiefgreifenden Veränderungen, mit denen die Lakota Ende des letzten Jahrhunderts zu kämpfen hatten. Angefangen von der freien Zeit auf der Prärie, bis hin zum Wounded Knee Massaker stehen Keyaschante und Tscheyesa-win stellvertretend für das Schicksal eines Volkes. Geschichte, aus der Sicht der Betroffenen geschrieben! Packend und realistisch.
Einschätzung
Dallas Chief Eagle, der Autor von Wintercount wurde 1925 auf der Rosebud Reservation geboren. Er hatte die Möglichkeit mit Menschen zu sprechen, die die Zeit der großen Kriege und die Wege der Tränen in die Reservationen persönlich erlebten, und die sich an die Erzählungen der Alten erinnerten, als Natives als freie Menschen durch das Land ritten. Wintercount ist nicht nur Roman, sondern auch Lehrbuch. Die Geschichte spielt Ende des 19. Jahrhunderts, in die historische Ereignisse mit eingebunden wurden. Als Native besaß der Autor die Möglichkeit, dem Leser die Gefühlswelt der Lakota und den indianischen Alltag anschaulich zu schildern. Er berichtet von historischen Ereignissen aus der Sicht der Indianer und erweckt Persönlichkeiten wie Red Cloud, Dull Knife und andere zum Leben. Mit den fiktiven Figuren Tscheyesa-win und Keyaschante erzählt der Autor die Geschichte seines Volkes ' Stolz, Ehre, Liebe die alles überdauert und Vernichtung.
Fazit
Ein beeindruckendes, leicht zu lesendes Buch, das zum Nachdenken anregt. Wer sich für die Geschichte der Lakota interessiert, für den ist dieses Buch ein MUSS. Wintercount ist eine tragische Geschichte mit historischem Hintergrund. Wegen der Authentizität vergebe ich fünf Punkte und ein Amazing. (AH)