Schon beim ersten Song "Make a wish" merkt man, dass Secret Garden wieder angekommen sind - angekommen, um zu verzaubern mit wunderschönen instrumentalen Melodien wie man sie von "Songs from a secret garden" oder "White stones" kannte, die vor allem bei den letzten beiden Alben etwas verloren gingen, als zu viel Kitsch und Gesang im Vordergrund standen.
Nach "You raise me up" und nach "Once in a red moon" konnten mich einige Songs von Secret Garden nicht mehr wirklich überzeugen und waren eher balladeske Hymnen, der Erfolg gab ihnen zwar recht, jedoch wurde mir dieser Stil schnell langweilig.
Einzig "Powered by nature" erinnert an diese Zeiten, männliche und weibliche Stimme plus Chor und am Ende ansteigend schwülstiges Arrangement, für mich der einzige Song zum Skippen.
Die zwei weiteren gesungenen Songs sind beide gelungen, vor allem der Song mit Moya Brennan "The dream".
Die instrumentalen Songs sind wieder zauberhaft und entführen in die besondere Welt von Secret Garden, in die ich mich seit dem Eurovisionsgewinn so gerne geträumt habe. Das klingt kitschig, aber bringt es auf den Punkt. Allen voran das wundervolle Geigenspiel von Fionnualla, die tollen Melodien von Rolf Lovland, und auch die restlich gewohnte Instrumentierung (Flöten, Orchester, usw.) tragen zum Gesamterlebnis bei. In "Make a wish" gibt es den wunderschönsten Songaufbau seit "Nocturne" und auch "Lament for a broken flower" kommt da nah dran, die restlichen ruhigen Songs passen perfekt in die Jahreszeit. Der einzige schnellere Song "Fionnualla's cookie jar" bringt keltische Rhythmen. "Suite" ist ein 14minütiges Epos mit vielen kleinen Überraschungen.
Auch wenn die ersten Alben nicht mehr ganz erreicht werden, so stellt "Winter poem" seit "Once in a red moon" ein endlich wieder durchwegs gelungenes Album dar. Ein Wintertraum.