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Winter in Maine: Roman [Taschenbuch]

Gerard Donovan , Thomas Gunkel
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (113 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

8. August 2011
Kann man sich für den Verlust der vollkommenen Liebe rächen?

Julius Winsome lebt zurückgezogen in einer Jagdhütte in den Wäldern von Maine. Der Winter steht vor der Tür, er ist allein, aber er hat die über dreitausend Bücher seines Vaters zur Gesellschaft und vor allem seinen Hund Hobbes, einen treuen und verspielten Pitbullterrier. Eines Nachmittags wird sein Hund aus nächster Nähe erschossen, offenbar mit Absicht. Der Verlust trifft Julius mit ungeahnter Wucht. Und er fasst einen erschreckenden Entschluss …


Hinweise und Aktionen

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 208 Seiten
  • Verlag: btb Verlag (8. August 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442742242
  • ISBN-13: 978-3442742240
  • Originaltitel: Julius Winsome
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (113 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 32.479 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Julius Winsome hat den Schuss gehört. Zumindest glaubt er das, denn in den Wäldern von Maine ist kurz vor Winteranbruch Jagdsaison – es hätte also auch jeder andere Schuss gewesen sein können. Sein geliebter Pitbullterrier Hobbes jedenfalls schafft es gerade noch, sich 500 Meter zu ihm hin zu schleppen, bevor er an der aus nächster Nähe kaltblütig in seinen Rücken gefeuerten Schrotflintenladung zugrunde geht. Kurzerhand nimmt Winsome, der in der Einsamkeit mit seinen geerbten Büchern und den antiquierten Worten Shakespeares lebt, sein ebenfalls geerbtes Scharfschützengewehr und macht seinerseits Jagd auf die Jäger. Drei von ihnen erlegt er sofort – auch wenn keiner von ihnen mehr sagen kann, ob er tatsächlich Hobbes’ Mörder war.

„Als ich wieder in der Hütte war und das Feuer schürte, spürte ich zum ersten Mal, dass er mir fehlte, und dieses Gefühl versetzte meinem Herz einen schrecklichen Schlag, denn auf einmal begriff ich die wahre Bedeutung des Wortes ‚tot’. Es bedeutet, dass niemand sieht, wie man lebt und was man tut.“ Es sind melancholische, tieftraurige und psychologisch raffinierte Passagen wie diese, die den stillen, kalten und dennoch herzerwärmenden Roman Winter in Maine des irischen Autors Gerard Donovan zu einem Meisterwerk werden lassen. Von Einsamkeit handelt das Buch, von zerstörtem Glück und Liebe zur Kreatur, aber auch von grausamer Rache und der Verzweiflung eines Mörders, der dank der Ich-Perspektive zur Identifikationsfigur des Lesers wird. So eindringlich hat man von diesen menschlichen Schicksalsthemen Shakespeare’schen Ausmaßes lange nicht mehr gelesen.

2006 wurde die Originalfassung Winter in Maine von der britischen Tageszeitung The Guardian zum Buch des Jahres gekürt. Die kongeniale Übersetzung Thomas Gunkels hätte das gleiche verdient. -- Thomas Köster -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

»Ein kleines Meisterwerk ... eines jener seltenen Bücher, die lebensklug und dabei höchst unterhaltsam sind.« (Colum McCann)

»›Winter in Maine‹ hat mich mitgerissen wie eine Lawine. Schon in den ersten Sätzen entwickelt Gerard Donovans Stil eine elementare Sogwirkung, die Idee des Romans kann niemanden kaltlassen. Lesen, diskutieren Sie dieses Buch, aber Vorsicht: Die Interpretation Ihres Gegenübers lässt Sie auf den Grund seiner Seele blicken, ebenso wie Ihre eigene alles preisgibt, was man über Sie wissen muss.« (Nicole Lindgens / BuchMarkt)

»›Winter in Maine‹ taucht ein sich immer weiter verdüsterndes Schicksal in gleißende Helle. In der Schneewüste des amerikanischen Hinterlands arrangiert Autor Donovan seine Helden zu einem tragischen Tableau. Es erscheint wie mit dem Messer herausgeschnitten aus dem friedlichen Winterweiß. Ein Text wie eine Klinge. Präzise und gefährlich.« (Daniel Haas / Spiegel Online)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
118 von 124 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein kleines Juwel 17. September 2009
Von Eskalina TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Julius Winsome lebt in den Wäldern von Maine. Allein. Seit er denken kann. Die Winter sind lang in Maine, doch er spürt keine Einsamkeit, denn er hat seine Bücher und Hobbes seinen Pitbullterrier, der ihm ein treuer Gefährte geworden ist. Als jemand eines Tages scheinbar absichtlich den Hund erschießt, zerbricht etwas in Julius und sein Leben ändert sich dramatisch...

Vorab eine kleine Empfehlung: Wer dieses Buch genießen will, sollte sich die Begründung der Jury die es zum "Buch des Jahre 2008" gewählt hat, erst nach der Lektüre gönnen, denn meiner Meinung nach wird darin sehr viel vom Inhalt verraten.

Julius ist ein Mensch, der in seiner eigenen kleinen Welt lebt, mit ganz eigenen und ungewöhnlichen Denkstrukturen. Ein Außenseiter, dessen Leben sich komplett von dem der Menschen in seinem Umfeld unterscheidet, der immer alles hingenommen und akzeptiert hat, wie es gerade kam, ohne sich Gedanken darum zu machen. Doch nun nach dem Verlust seines Hundes blickt Julius auf sein bisheriges Leben zurück. Ein Leben das von Verlusten geprägt ist. Mutter, Vater und die große Liebe, alles hat er verloren und alles das erlebt man gemeinsam - verliert man zusammen mit dem Protagonisten.

Donovan hat seine Figur trotz dieser Vita sehr arm an Emotionen entworfen, und es ist, als ob er beim Schreiben die Zuständigkeiten aufgeteilt habe: Julius ist für das Erleben zuständig und der Leser hat die Aufgabe, das Erlebte zu fühlen.
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29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszination, Winterkälte und ein Rausch von Worten... 7. Dezember 2009
Von B. Preuschoff TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
...das waren meine Gefährten in den zwei Tagen, in denen ich das Buch gelesen habe.

Es ist lange her, daß ich eine solche Sprache gelesen habe. Nicht nur, daß man die Kälte fühlt, die Stille des Waldes, nein, auch die Einsamkeit, die Ruhe, die Gelassenheit, die ein Mensch nach 50 Jahren in der Wildnis empfindet - bis hin zu der in seinem Kosmos klaren Selbstverständlichkeit, mit der er aus anderer Sicht moralisch Verwerfliches tut. Man ist verwirrt, hineingezogen, versteht, lehnt ab, ist verwundert, ergriffen, fasziniert, staunt, ist erschüttert...die Aufzählung könnte immer weiter gehen. Der kleine, aber feine Unterschied, ob es sich um einen Hollywood-Reißer handelt oder um eine Novelle...

In der Tat ein kleines Juwel, daß da als schmales Büchlein daherkommt.
Lesen und begeistert sein.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Karl-Heinz Heidtmann TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD|Von Amazon bestätigter Kauf
Es ist ein einsamer Mensch, den uns Gerard Donovan in diesem Roman vorstellt: belesen, intelligent, sensibel. Einzig sein Hund Hobbes leistet ihm Gesellschaft in der Einsamkeit Maines, wo sonst nur vereinzelt die Schüsse von Jägern zu hören sind.

Julius Winsome ist 51 Jahre alt und lebt in einer Hütte in den Wälder Maines, am nördlichsten Punkt der USA. Wer hier lebt, legt keinen Wert auf Nachbarn. Schon sein Vater und sein Großvater haben in dieser Hütte gewohnt und schon als Kind hat Julius Shakespeare gelesen und sich an dessen Sprache erfreut, die außer ihm heute niemand mehr versteht.

Eines Tages taucht eine Frau unerwartet aber keineswegs zufällig auf. Doch Claire sucht die Sicherheit eines Mannes, der sie und eine Familie versorgen kann - und verlässt den Einsiedler Winsome nach wenigen Monaten so plötzlich, wie sie gekommen ist. Wer will schon einen Gelegenheitsarbeiter als Ehemann, der nur im Sommer mit Gartenarbeiten seinen bescheidenen Unterhalt für ein ganzes Jahr verdient und im Winter in seinen 3282 Bücher liest und unspektakulär durch die Wälder streift?

Sie hat Winsome jedoch zu seinem Gefährten, den Terrier Hobbes aus dem Tierheim, verholfen. Donovan führt den Leser in die Welt der Hunde ein: Wie bellen, wedeln, tollen und den Menschen Freund sind. So schreibt nur ein Hundefreund.

Hunde sind bedingungslos treu. Und so verschmerzt Winsome den Verlust Claires. Doch als vier Jahre später eines Tages sein geliebter Hobbes grundlos erschossen wird, bricht in ihm eine Welt zusammen: Ein Mann sieht rot.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch, das bleibt 13. Juli 2010
Format:Gebundene Ausgabe
... und zwar nicht nur in bester Erinnerung, sondern auch allen Flohmärkten trotzend im Bücherregal.
Ich habe es im Winter 09/10 gelesen, sicher die beste Jahreszeit für dieses Werk.

In manchen Reszensionen wird mangende Spannung beklagt ' dies ist kein Krimi ' oder eine oberflächliche Handlung ' gut, dann schlage derjenige ein Buch vor, das mehr Tiefe aufweist. Ich bin gespannt.
Mich hat dieses Buch gefesselt. Selten habe ich mich einem eremitisch lebenden Menschen näher gefühlt, und bin selten mehr in den Ort der Handlung, diese kleine Stadt und das Holzhaus irgendwo in Maine abgetaucht. Für mich war es eine Parabel über die Liebe, die Ungerechtigkeit der Welt, über Zufälle und Verwirrung und Hass ' die in der Summe zu einem nicht nachvollziehbaren Amoklauf führen, der als einziges Ziel das eigene Ende hat.
Dass hier der Tod eines Haustieres der Auslöser ist, ist umso verstörender.
Wenn ein Leben sich nicht richtig entwickeln kann, wenn es im Ansatz stecken bleibt und nur im Kopf (Büchern) stattfindet, ist im Extrem alles möglich.

Ein Buch, das man nicht jedem schenken kann ' und das ist doch wunderbar.
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5.0 von 5 Sternen Liebe, Verrat & Hass
Julius Winsome ist ein Eigenbrötler und Bewohner einer abgelegenen Hütte in den Wäldern von Maine. Die Hütte hat er zusammen mit über 3. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von reddevil666 veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Ein Männlein steht im Walde und liest
Inmitten der inflationären Zahl von Serial-Killer-Romanen und brutalisierten Agatha-Christie-Krimis à la Harlan Coben sticht dieser Roman heraus. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Estragon veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Intensiv, messerscharf, dennoch poetisch
Dieses Buch ist ein Kleinod. Erzählt wird die Geschichte eines Mannes, der in den tiefen Wäldern von Maine in einer Waldhütte lebt, zusammen mit seinem Hund und... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Apendix3000 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Wnter in Main
In einer Zeitung als besonderes Buch bewertet.Als Geschenk gekauft und verschenkt.Danach werde ich es mir ausborgen zum Lesen.Sonst gibt es nix zu schreiben.
Vor 4 Monaten von Ingrid Maierhofer veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Winter in Maine
Ein schönes "Winterbuch", dass ich verschenkt habe und auf achfrage habe ich erfahren, dass es bei dem Leser gut angekommen ist.
Vor 4 Monaten von Sigrid Störmer veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen spannende Lektüre
habe eine Buchbeschreibung über diesen Roman von Elke
Heidenreich gelesen. Das hörte sich soverlockend an, dass
ich das Buch einfach bestellen mußte-... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von marlis schnoy veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Literatur auf höchstem Niveau!
Gerard Donovan stellt sich mit diesem Werk mit aufregender Leichtigkeit in eine Reihe mit den größten Schriftstellern des 20. Jhdts. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Thomas Hudson veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen "Was du nicht brauchst, steht dir nicht zu."
Schon die ersten Sätze lassen erkennen, dass hier jemand in ruhiger, abgeklärter Sprache schreibt. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von aebers veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen ein Mann sieht rot!
ein Buch über die Einsamkeit, die Liebe und letztendlich doch Vernunft. habe gerade am Anfang bei vielen Passagen geweint, so schreibt nur ein Hundefreund aus tiefster Seele. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von T. Pavlovic veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Erguss eines Jagdgegners
Das Reinlesen hörte sich interessant an, die Kritiken versprachen viel, die Umsetzung ist leider schwach. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von John veröffentlicht
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