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Winnetous Blutsbruder: Karl-May-Biografie Gebundene Ausgabe – 1. Januar 2002


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
  • Verlag: Karl-May-Verlag; Auflage: 2., Zweite, überarbeitete und ergänzte Auflage (1. Januar 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3780201615
  • ISBN-13: 978-3780201614
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 11,1 x 3,5 x 17,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Thomas Glggler am 6. Februar 2003
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Zunächst: JA, ich bin seit ewigen Zeiten in regelmäßigen Abständen Leser unseres Volksschriftstellers. Ich bin dem "Ich-Erzähler" durch die Wüste, die "dark and Bloody grounds" und Südamerika genauso "gefolgt", wie durch unsere deutsche Heimat. Manche Werke habe ich verschlungen, an anderen hat der Zahn der Zeit genagt und sie haben mich weniger in Ihren Bann geschlagen. In allen ist aber der ganz besondere Stil Mays' allgegenwärtig.
Irgendwann mit zunehmendem Alter habe ich aufgehört zu glauben, das "ich" wirklich Shatterhand/Kara ben Nemsi sei, ich habe erfahren müssen, daß "mein Held" im Knast gesessen hat, wohl nie in den Verineigten Staaten gewesen sei und auch wahrscheinlich nur leidlich ein oder zwei Fremdsprachen spricht. Also habe ich mich an die Person Mays "gemacht" und sein kurz nach er Jahrhundertwende verfaßtes Pamflet, "Mein Leben und Streben", enthalten in Band 34 (?) "ICH", gelesen. Ein Werk, verfaßt von einem alten, letztlich schwer angeschlagenen verzweifelten Mann, der sich mit dieser "Beichte" nicht nur rechtfertigen wollte, sondern der auch sein Leid von der Seele schrieb.
Jedoch, "Ich" ist eine selbsterstellte Biografie, die an manchen Stellen Lücken läßt, die Wahrheit manchmal in schriftstellerischer Freiheit darstellt und auch hier noch zeitweilig in einer Traumwelt lebt! Ein Interessantes Buch allemal, aber keine Biografie im wissenschaftlichen Sinn. Deshalb:
"Winnetous Bruder" liefert die fehlenden Details, sachlich und nücjhtern recherchiert, mit Buchstellen belegt und immer wieder angereichert mit Zitaten aus dem Werke Mays'. Somit liest sich das Buch durchweg sehr , sehr gut und die entsprechende Bebilderung sorgt für die entsprechende Belebung der vielleicht schon bekannten Namen und Orten.
Auch, oder vielleicht insbesondere für May Fans, die "Ich" gelesen haben ein MUSS! Der Abgleich ist unglaublich interessant!
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Jürgen Seul am 9. Mai 2003
Format: Gebundene Ausgabe
Der Autor der neuen Karl-May-Biografie, Dr. Christian Heermann, aus Leipzig, gehört zu den bedeutendsten May-Forschern der letzten Jahrzehnte. Sein Buch vereinigt eine mit wissenschaftlicher Akribie zusammengetragene Informationsfülle zu Leben und Werk des "Winnetou"-Erfinders, die auch und gerade für den Nichtfachmann wunderbar zu lesen ist. Heermann kennt "seinen" May, weiß dessen faszinierendes Wesen einfühlsam darzustellen, ohne zu beschönigen, das May auch in schweren Jugend- und Jungerwachsenentagen eine kriminelle Laufbahn beschritten hatte. Somit bleiben im Grunde keine Fragen zum Leben des Schrftstelers für den "Normalleser" mehr offen.
Ein unbedingtes Kaufmuss für jeden Freund Karl Mays.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von makie19 VINE-PRODUKTTESTER am 13. April 2012
Format: Gebundene Ausgabe
Christian Heermann ist sehr anpassungsfähig (darin dem 'Mayster' nicht unähnlich). Erschien seine frühere Karl-May-Biographie unter dem Titel "Der Mann, der Old Shatterhand war" noch ganz zu Ende des Arbeiter-und-Bauern-Staates, so ist seine neue Biographie dem Karl-May-Verlag zu verdanken. Dem ersteren mögen die Reverenzen an die 'halbfeudalen Produktionsverhältnisse' und die 'Klassenjustiz des Kaiserreichs' geschuldet sein, dem letzteren die nachsichtige Beurteilung der Textbearbeitungen durch den Karl-May-Verlag ohne die "es heute wohl auch keinen Karl May mehr [gäbe]" [???). Old Shatterhand ritt nicht im Auftrag der Arbeiterklasse und May hatte sich jegliche Texteingriffe zu seinen Lebzeiten vehement verbeten.

Betont Heeremann noch im "Mann" korrekterweise, dass May sich mehrfach gegen jedwede Veränderung an seinen Werken ausgesprochen hat und kritisiert 'ideologische Klitterungen' des Karl-May-Verlags und die "solcherart zurechtgemachten 'Gesammelten Werke'", so spricht er im "Blutsbruder" von "der notwendigen Bearbeitung der Texte".

Doch das ist vielleicht zu beckmesserisch. Heermann legt eine sehr material- und detailreiche Biografie vor, die viele Aspekte aus dem Leben des sächsischen Fabulierers aufzeigt, die so noch nicht zu finden waren. Auch nach über hundert Jahren gibt es noch manches zu entdecken: ein Finding Hole, mit Nuggets aus Papier.

Allerdings ist die Biographie doch im Ganzen etwas zu bieder geraten. Wenn der Autor etwas eleganter formuliert, folgt er weitgehend der nach wie vor unübertroffenen (wenn auch faktisch teilweise überholten) Lebensbeschreibung von Hans Wollschläger.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Insider am 23. Mai 2012
Format: Gebundene Ausgabe
Die gediegene Biografie von Heermann ist absolut lesenswert und es gibt sie jetzt
auch als elektronische Ausgabe (Karl-May-Verlag) bzw. als preisgünstige Sonder-
Ausgabe bei Weltbild. Diese reicht zur Lektüre völlig aus, allerdings hat die Ausgabe
im Karl-May-Verlag eine andere Abbildung auf dem vorderen Einband (Deckel) ...
Sie ist auch von der Ausstattung (Einband) besser und haltbarer und
entspricht den meisten anderen Bänden des Karl-May-Verlages.

Über das Buch detailliert schreiben zu wollen, dies würde hier wohl den Rahmen
sprengen und ist auch nicht erforderlich - jeder Leser soll sich sein eigenes
Bild machen.

Die Ausführungen von Heermann, was Karl May in der späten DDR betrifft, sind
mit Sicherheit ein guter Ansatz, aber unvollständig ...

Neben alten Ausgaben in großen Bibliotheken, noch in Fraktur-Schrift, gab es
auch Auflagen bzw. Teil-Auflagen, die im LKG-gesteuerten Staatsbuchhandel nur
selten oder gar nicht zu sehen waren, höchstens vereinzelt im Antiquariat ...
Über solche Auflagen stand meist im "VD" des "Börsenblattes" (Leipzig):

Auslieferung über Sonder-Verteiler, im Klartext an die Stellen der Armee oder
andere "bewaffnete Organe", da konnte der interessierte Leser im Buchhandel
lange und vergeblich warten. Allerdings wurden die grünen DDR-Linzenzausgaben
auch dann und wann im Antiquariat verkauft - jedenfalls hat der Rezensent
damals mehrfach selbst solche Bücher im Antiquariat gesehen ...

Oder es stand in der unvergessenen "Wochenpost":

Sammler tauscht Karl May (DDR-Ausgabe) gegen Bücher von Max Frisch : - )
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