Waren die Winnetoufilme jemals gut? In ihrem historischen Kontext und für ein heran wachsendes Kinopublikum waren sie das ganz bestimmt und sind es noch heute, wie ich etwa bei meinem Sohn feststellen konnte, den ein 4 Filme Set als Weihnachtsgeschenk kurzfristig selbst Star Wars und Harry Potter zum Reservespiel geraten ließ. Da ist man doch angerührt, wie man selbst einst mit der Silberbüchse auf den Spielplatz zog. Ist dieser Film nun gut? Naja, sagt mein Sohn, die Musik fand er doof (kein Winnetouthema), auch seine Stimme ist anders und er redet deutlich weniger, aber es gibt auch viel mehr Action und sogar Blut zu sehen. Das stimmt, zweifellos, aber sonst? Alfred Vohrer bemüht sich zwar mit Anleihen an die gloreichen Sieben eine Geschichte zu erzählen, doch das hat alles nur wenig Hand und Fuss, dafür die übliche Schurkengroßbande, der obligatorische Kaktus, der mexikanisches Flair schaffen soll und bei dessen Anblick man sich fragt, wie hektisch die Crew ihn immer wieder für neue Einstellungen verschoben hat (immerhin sind die Pferde noch echt), hektische Schnitte, noch hektischere und/oder sinnfreie Dialoge und Gründe für das Handeln und/oder Zusammentreffen der Protagonisten gibt es schon gar nicht. Es findet sich einfach alles irgendwie zusammen und alles bleibt denkbar, aber auch dankbar, dass hier noch einmal die Kasse klingeln darf. Kein Vergleich mit den 'klassischen' Winnetoufilmen und daher verzichtbar, leider.