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Winnetou III. Gesammelte Werke 09.
 
 
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Winnetou III. Gesammelte Werke 09. [Ungekürzte Ausgabe] [Gebundene Ausgabe]

Karl May
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 573 Seiten
  • Verlag: Karl-May-Verlag; Auflage: veränd. Aufl. (nach d. Fassung v. 1962) (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3780200090
  • ISBN-13: 978-3780200099
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 11,6 x 3,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 46.323 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Nach vielen spannenden Erlebnissen unter den Komantschen und in Kalifornien setzt die Erzählung vom Leben und Sterben des edlen Häuptlings dem ganzen indianischen Volk ein unvergängliches Denkmal. Der Bericht über das Testament des Apatschen beschließt das tragische Geschehen.

Über den Autor

Karl May (1842 - 1912) war das fünfte von 14 Kindern einer armen Weberfamilie aus Ernstthal/Sachsen. Vom Studium am Lehrerseminar wurde er zunächst ausgeschlossen, nachdem er Kerzenreste unterschlagen hatte. Später konnte er die Ausbildung fortsetzen, arbeitete nur 14 Tage in seinem Beruf, bevor er wieder des Diebstahls bezichtigt und von der Liste der Kandidaten gestrichen wurde. Wegen Diebstahls, Betrugs und Hochstapelei wurde er in den Jahren darauf immer wieder verhaftet und monatelang festgesetzt. Die Jahre zwischen 1870 und 1874 verbrachte er im Zuchthaus Waldheim. Erst viele Jahre nach dem Erscheinen des akribisch recherchierten Orientzyklus reiste Karl May tatsächlich in den Orient. Karl May war lange Zeit einer der meistgelesenen deutschen Schriftsteller. Er starb1912 in Radebeul.

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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wunderbar 12. Juni 2004
Von Bernhard Nowak TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Winnetou III gehört bis heute zu den beeindruckendsten Büchern, die ich gelesen habe. Er bildet den Abschluss der bekannten Trilogie und Winnetou dürfte bis heute in Deutschland am meisten dazu beigetragen haben, das Schicksal der Indianer zur Kenntnis zu nehmen und Sympathie für dieses Volk, welches in vielen Jahrhunderten verfolgt und vernichtet wurde, zu wecken.

Entstanden ist dieser dritte Winnetou-Band ähnlich wie der zweite. May griff auf ältere Erzählungen zurück, die er in Zeitschriften veröffentlicht hatte und fügte ein Schlußkapitel hinzu. Der erste Teil, die Abenteuer um Sans-Ear, gehen auf die Erzählung Deadly Dust zurück, der zweite Teil, Winnetous Tod, auf die Erzählung Ave Maria. Verglichen mit Winnetou II betreffen die Veränderungen nur Kleinigkeiten. Das ursprüngliche Nachwort wurde durch ein anderes ersetzt, um die Kontinuität zum symbolischen Spätwerk zu wahren und dem gesamten Zyklus "einen Guß" zu geben.

Die ersten Kapitel schildern die Jagd nach einer Verbrecherbande, die auch in den Liano Estacado führt. Natürlich gelingt es Old Shatterhand, dem omnipotenten Helden, nicht nur sich und seinen Begleiter, den Westman Sans-Ear, vor dem Verschmachten im Liano zu retten, sondern auch, die Verbrecherbande Dingfest zu machen. Hauptschurken in diesem Teil der Erzählung sind Fred und Patrik Morgan, Vater und Sohn, die schwere Verbrechen an Sans-Ear und dem Juweilier Bernhard Marshal verübt haben. Winnetou selber ist in diesem Teil noch nicht der "Edelindianer" der späteren Romane. So erschießt er einen Verbrecher hinterrücks und nimmt auch einem seiner Feinde einen Skalp. Allerdings zeigen diese Episoden auch einen natürlichen, realistischen Winnetou und nicht so sehr die abgehobene, ja fast heilige Messias-ähnliche Indianergestalt, zu der er durch den späten May gemacht wird.

Im zweiten Teil der Ereignisse, die im Jahre 1874 spielen, verfolgt Old Shatterhand mit dem Westmann Fred Walker, einem Detektiv, eine Verbrecherbande, die einen Eisenbahnzug überfallen hat. Doch die Ereignisse enden tragisch. Zwar werden die Verbrecher zunächst überlistet und ein weiterer Überfall der Verbrecher misslingt. Doch diese überfallen eine Siedlung ausgewanderter Deutscher, Helldorf-Settlement und verschleppen deren Bewohner. Zwar gelingt es Old Shatterhand und seinen Begleitern, zu denen auch Winnetou gestoßen ist, die Bewohner zu befreien. Dabei kommt Winnetou allerdings ums Leben.

Die weiteren Ereignisse schließen unmittelbar an die Geschehnisse in Winnetou I an. Old Shatterhand reitet zum Grabmahl Intschu Tschunas, um Winnetous Testament zu suchen und dessen letzten Willen zu erfüllen. Dabei stößt er überraschend auf Santer und die Kiowas miti ihrem immer noch rachsüchtigen Häuptling Tangua. Old Shatterhand gerät in die Gefangenschaft Tanguas, Santer raubt zunächst das Testament des Apatschen. Doch Santer bringt das Testament kein Glück. Er missversteht Formulierungen dieses Testaments. Dieses soll zu Goldvorräten führen, die für die Siedler in Helldorf-Settlement bestimmt sind. Winnetou hat zum Schutz des Goldes eine Sicherung eingebaut, die Old Shatterhand nicht entgangen wäre, aber jeden Uneingeweihten den Tod bringt. Anstatt das vermutete Gold zu bergen, löst Santer eine Explosion aus und stürzt mit Felsbrocken in die Tiefe.

Im Vergleich zu Winnetou II hat Karl May bei der Zusammenstellung der Zeitschriftentexte eine glücklichere Hand gehabt, wie Helmut Schmiedt, Karl-May-Biograph, zu recht im "Karl-May-Handbuch" bemerkt hat.

Insbesondere die Todesszene Winnetous dürfte allgemein bekannt sein und die plastische Zeichnung der Charaktere ist ebenso kennzeichnend für diese Trilogie wie die Spannung, die Karl May wie kaum ein zweiter aufzubauen versteht.

Natürlich gibt es aus heutiger Sicht durchaus kritisch zu sehende Heldenbezüge; die Omnipotenz von Winnetou und Shatterhand wirkt bisweilen sehr penetrant, ist jedoch meines Erachtens durchaus autobiographisch zu verstehen. Winnetou war Karl-Mays Wunschbruder, Old-Shatterhand wohl sein "Über"-Ich, sein Wunsch- und Vorbild.

Auch die Landschaftsbeschreibungen sind eindrucksvoll. Am meisten berührt mich immer wieder die Sympathie und das Verständnis für die Indianer als untergehende Rasse. Hier steht May deutlich in Tradition etwa zu Gabriel Ferrys: "Waldläufer", den er ja selber bearbeitet hat. Gerade die erste Erzählung: "Deadly Dust" und das hier anklingende Motiv, dass Gier nach Gold und Besitz ins Verderben stürzt, ist ohne den "Waldläufer" nicht zu erklären. Es ist wohl diese Mischung aus Spannung, Abenteuer aber auch philosophischen Reflexionen, die Karl May heute noch lesenswert machen.

Fazit: Ein beeindruckendes Buch - auch heute noch.

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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Carmen Vicari VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Der letzte Teil der Trilogie führt natürlich zum Tode des edlen Häuptlings. Karl May hatte sich da in eine schwierige Lage begeben, denn was so an Nachrichten aus den USA über den Teich sickerte, deutete ja wenig auf eine geeinte "Nation" der Apatschen hin. Gerade zu seiner Zeit machte Geronimo sehr von sich reden. Folglich mußte er den Häuptlich sterben lassen, damit Fiktion und Reallife wieder in Einklang kommen konnten. Schließlich schrieb er ja "Reiseerzählungen". Nur so läßt sich auch das Nachwort erklären, in dem er dann die Kurve zu den wahren Gegebenheiten, wenn auch mit einem Konstrukt, bekommt.
Auch aus heutiger Sicht ist der Roman spannend und unterhaltsam.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Winnetou stirbt jung 14. März 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Im letzten Teil der Winnetou-Trilogie wird zunächst der Flickenteppich aus Winnetou II fortgesetzt, indem Karl May nämlich zuerst auf die Reiseerzählung "Deadly Dust" aus dem Jahre 1880 zurückgreift und auf den Handlungsfaden mit aufzieht. Das anschließende Abenteuer mit den Geiern des Llano Estacado erinnert an den 1888 erschienenen zweiten Teil des Bandes "Unter Geiern", wo nämlich auch schon "der Geist der Llano Estakata" gegen solche Geier kämpfte. Danach kommt die Erzählung "Im fernen Westen" wieder zum Vorschein, und die wie immer spannend erzählten Auseinandersetzungen mit Schurken weißer und roter Hautfarbe nehmen auch fürderhin ihren Lauf. Im Kapitel "Ein Ave Maria in der Widnis" wird es gedanklich ernst, und nach dem von einer Bergeshöhe herab erklungenen "Ave Maria", das Winnetou im Innersten bewegt, sprechen er und sein Blutsbruder Charley alias Old Shatterhand endlich wieder auf dem Niveau wie in Winnetou I über des Menschen Sein überhaupt und im Verhältnisse zu "Gott" oder "Manitou", auch im Hinblicke auf das Sterben. Ja, und das wird Winnetou bald darauf! Ihm ahnt, dass er während des bevorstehenden Kampfes gegen Ogellallah-Indianer sterben werde. Und dennoch flieht er nicht, wie es Charley ihm rät, noch versucht er sonstwie, den "Kelch an sich vorüber gehen" zu lassen, sondern stellt sich dem Kampf und wird tatsächlich niedergeschossen, was in Charley eine ungewöhnliche Rachgier entzündet.
Später begegnet er endlich dem so lange verfolgten Mörder Santer wieder, der noch immer ein reuelos freches Verbrecherdasein hohnlachend fristet. Er stiehlt Winnetous Testament aus Charleys Besitz und reitet zum Nugget-Tsil, einem Bergmassiv, um dort das vermutete Gold an sich zu reißen. Aber oben auf dem Felsen stehend, wankt in Folge einer Sprengung der riesige Stein unter ihm, prasselt mit großem Getöse herab und reißt Santer mit sich in die unergründliche Tiefe eines Sees. Dass May dem Leser nahezulegen versucht, dies sei ein Gottesgericht, das den schuldigen Sünder Santer "richte", indem es ihn "töte", ist ein Verweis darauf, dass der bekennende Christ Karl May die Unmöglichkeit des Tötens in Christo noch nicht erschlossen hatte. Das Gericht als auf-richtend zu beschreiben, versuchte May erst später.
Alles in Allem ist die Winnetou-Trilogie als "Roman" gesehen literarisch misslungen. Lesen wir den Stoff aber als das, was er eigentlich ist, nämlich als eine Abfolge spannender Reiseerzählungen, dann kenne ich kein spannenderes und lesenwerteres Abenteuerbuch als die "Winnetou"-Bände.
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