Aus der Amazon.de-Redaktion
Old Shatterhand (Lex Barker), der als Vermessungstechniker für die Gesellschaft arbeitet, durchschaut den Plan und sucht Kontakt zu den Indianern, um mit diesen gemeinsame Sache gegen die Gangster zu machen. Als es ihm gelingt, deren Anführer Winnetou (Pierre Brice) vom Marterpfahl feindlicher Kiowa zu befreien und von seinen guten Absichten zu überzeugen, wird die Luft für Santer langsam dünn, doch hat auch der Outlaw noch ein As im Ärmel.
Prachtvolle Landschaftsaufnahmen, gewaltige Massenszenen, ein durchgehend spannendes, dem Original zwar nicht gerecht werdendes, aber dennoch überzeugendes Drehbuch und zahllose, für ihre Zeit außerordentlich spektakuläre Actionszenen machen den zweiten Karl-May-Western nach Der Schatz im Silbersee und kommerziell erfolgreichsten Beitrag der gesamten Serie zu einem zeitlosen Filmvergnügen, das bis heute nichts von seinem romantischen Reiz eingebüßt hat. Pierre Brice und Lex Barker setzen als Blutsbrüder die Helden-Maßstäbe für kommende Attraktionen, während Mario Adorf mit seiner burschikosen Art dem Bösewicht eine angenehm komische Note verleiht. Filmhistorisch bemerkenswert auch deshalb, weil ein zentraler evolutionärer Vorgänger des späteren Italowestern. Pflichtprogramm (nicht nur) für Westernfreunde. --Thomas Abel
Video Jakob Kurzinhalt
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Besser hat er noch nie ausgesehen, unser westdeutscher Vorzeigeindianer. Strahlender Kontrast und eine liebevolle Tonbearbeitung lassen dieses Meilenstein der deutschen Filmgeschichte, dessen inhaltliches Niveau durch Knallchargenhumor gemindert wird, dessen klassische Schwarz-Weiß-Charakterzeichnung bestechend bleibt, dessen Pseudolandschaften erfreuen und dessen Musik die Erinnerung an Kindertage wachruft, zum Genuß werden.
Bild: Die anamorphe Scope-Fassung, die jetzt erstmals vorliegt ist erfrischend restauriert worden. Das Bildformat entspricht mit 2.20:1 nicht ganz den Scope-Proportionen, aber die Bildbalance funktioniert auch so. Der Kontrast ist prächtig und läßt den 1963er-Schinken so richtig erstrahlen. Auch die sonstigen Bildwerte sind absolut überzeugend. Gut, ja, das 35mm-Material entfaltet in einzelnen Szenen einen Hauch zuviel Grobkörnigkeit, ansonsten können die Schärfewerte mit gelungener Detailtiefe begeistern, etwa bei 01.00.20, wo in einer Massenszene alle Darsteller erkennbar sind. Die Farbsättigung mag dem Ein oder Anderen ein wenig zu intensiv erscheinen, ein solcher möge sich frei fühlen, diese zu Hause zu korrigieren. Mastering von großer Güte.
Ton: Die Hochmischung auf Dolby Surround ist sehr behutsam vorgenommen worden und sie drückt sich in einer zarten Weiträumigkeit aus, die sich besonders in der Musik bemerkbar macht, die recht breit daherkommt (00.07.40). Die Restaurierung hat dafür gesorgt, daß die Streicher auch in haarigen Momenten nicht übersteuern (00.17.50). Das Gesamtklangbild ist von gesundem Volumen, natürlichen Stimmen und relativer Klarheit geprägt. Die Monoversion ist ebenso fehlerfrei und voluminös. Ein wenig Lichttonknistern Hier und Da sollte niemanden stören.
Extras: Die Ausstattungslinie "Winnetou" bietet zwei Scope-Trailer zum Film, eine kurze Restaurations-Synopsis, viele Schrifttafeln mit Informationen zur Produktion und mehr. Das Gesamt-"Gut" ist auch eine Verneigung vor dem betriebenen Aufwand. Gehört fraglos in jedes Privatarchiv. --movieman.de