Erstaunlicherweise schreibe ich hier gerade die erste Rezension über das beste Album, dass Europe je produziert haben.
Um ins Detail zu gehen: Es handelt sich um die zweite Platte Europes, zwischen dem gleichnamigen Erstlingswerk und der Erfolgsscheibe "The Final Countdown".
Wirkten Europe auf ihrem Debüt noch unfertig und rudimentär, klingen sämtliche Songs auf "Wings of Tomorrow" kompakt, hart und hervorragend arrangiert.
"Stormwind" ist ein herrlich epischer Opener, dessen Melodieführung den Hörer in höchste musikalische Dimensionen versetzt. John Norums Gitarre ist satt und akzentuiert.
Das folgende "Scream of Anger" ist ein rasanter Metalsong, den die Wenigsten mit Europe in Verbindung bringen würden. Herrlich aggressiv.
Danach wirkt die große Ballade "Open your Heart" wohltuend und schmeichelt sich ins Ohr. Der Unterschied dieser Version zu der vom vierten Album "Out of this World", ist schlicht und einfach der, dass diese Urversion unpolierter und kantiger, aber auch organischer klingt.
Man könnte jetzt noch fortfahren, die Größe der anderen Songs zu preisen, sei es nun der Titelsong, "Aphasia" oder "Dreamer", aber das würde den Rahmen sprengen.
Man sollte nur wissen, dass dieses Album ehrlicher, elegischer und unverkitschter Hardrock ist. Eine Klasse für sich. Keine Spur von übertriebenen Keyboards, die alles zukleistern.
Quasi das Album, bevor das Haarspray Einzug hielt.
Große Musik!!!