Im Grunde fügt sich dieses Album nahtlos an das 1 Jahr vorher erschienene Album "Passion" an. Und auch hier habe ich etwas Zeit gebraucht um die 11 Titel richtig gut zu finden. Doch Jennifer hat es wieder geschafft ein Meisterwerk mit wunderschönen und zeitlosen Poptiteln zu produzieren. Das Album enthält jetzt nicht die großen Mega-Hits, doch als Ganzes wirkt es herrlich entspannt und unaufgeregt und stimmlich ist Jennifer wie immer einzigartig gut.
Wings of desire - Der Titelsong besticht durch eine schöne eingängige Melodie und einen flotten Sound, der stark vom Keyboard geprägt ist. Im Zwischenteil scheint der Titel regelrecht abzuheben. Cooler Titel.
Pleasure - Herrlich entspannter Titel mit schönem Chor im Refrain. Über weite Teile strahlt Jennifer eine starke Ruhe und Gelassenheit aus und das Potenzial ihrer Stimme ist bei diesem Song besonders beeindruckend.
Midnight mirage - Der Titel ist ein wenig das Mauerblümchen auf diesem Album. Jennifer singt ihn gewohnt stark und schön, doch die Melodie und der Sound wirken ein wenig unscheinbar und so braucht man schon eine ganze Weile, ehe man diesen Mittemposong gut findet.
Angel - Mein Highlight des Albums. Relativ ruhig fließt der Titel so herrlich dahin und die schöne Melodie hat mich total verzaubert. Die Keyboardklänge im Sound wirken hier fast wie ein richtiges Klavier dazu gibt's einen dezenten Bass und die Stimme von Frau Rush wirkt zwar etwas ruhiger aber doch sicher und schön wie immer.
Higher ground - Dieser relativ flotte Gute - Laune - Poptitel reißt gleich mit. Die Melodie hat regelrechte Ohrwurmqualitäten und als 1. Singleauskopplung war dieser Song die richtige Wahl. "Higher ground" ist auch bestens zum Tanzen geeignet.
Love is a wild thing - Ist ein schöner entspannter Poptitel, den Jennifer gewohnt stark präsentiert. Auch hier ist der Sound wieder stark vom Keyboard geprägt, im Refrain wird Frau Rush von einem schönen Chor verstärkt und im Zwischenteil gibt's ein kleines aber feines Gitarrensolo.
For all that - Hier beeindruckt mich vor Allem der Refrain und wieder einmal die Stimme von Jennifer, die hier einfach wunderschön und entspannt klingt.
Love is the language - Das ist wohl der temperamentvollste der 11 Titel. Mit ordentlich Power und schönen Schlagzeugklängen fegt der Sound durch und die Melodie bleibt auch gleich hängen. Der kraftvolle Gesang und die facettenreiche Stimme der Sängerin tun dazu ihr Übriges. Klasse.
Cry - Ab hier wird der ruhige Ausklang des Albums eingeleitet. "Cry" besticht durch einen verträumten Sound und ein herrliches Saxophon-Solo im Zwischenteil.
Walk away - Dieser Titel beginnt ruhig und steigert sich enorm bis zum großen Finale, bei dem der Refrain durch einen grandiosen Chor verstärkt wird. Sehr schön und gefühlvoll und auch das Saxophon kommt wieder zum Einsatz.
Where can you run - Mit einem entspannten Klavier- und Keyboardsound und der wunderschönen Stimme von Frau Rush entsteht eine traumhafte Ballade, die den perfekten Abschluss bildet.
Mit diesem Album hat Jennifer sich endgültig von den Zwängen der Charterfolge verabschiedet und macht anspruchsvolle und gute Popmusik. Es sind nicht die Gassenhauer wie auf ihrem Debut-Album oder auf "Movin" zu hören, eher leise und ruhige Töne. Die Qualität der Titel erkennt man auch nicht beim 1. Hören, dafür hat diese CD etwas Zeitloses und wirkt auch nach über 20 Jahren noch kein bisschen angestaubt, sondern einfach nur schön.