....aber sauscharf!
Als ich neulich in dem Haushaltswarenladen meines Vertrauens war, um mir ein weiteres
Wüsthof 4013 Gemüsemesser zuzulegen, dessen Schärfe mich schon sehr überzeugt hatte, zog mich der Haushaltwarenfachverkäufer in eine dunkle Ecke und verriet mir ein Geheimnis:
Wenn ich ein wirklich scharfes Messer wolle und ich damit leben könne, dass es -mit Sicherheit - das hässlichste Messer auf diesem Planeten sein wird, dann, ja dann solle ich dieses nehmen. Ein Windmühlen-Gemüsemesser.
Und zwar eins, das NICHT rostfrei ist. Dazu drückte er mir noch einen Wetzstab in die Hand und raunte mir zu, ich würde es nicht bereuen und grinste vielsagend.
Zuhause angekommen, stellte ich fest, dass man das Messer nicht in die Geschirrspülmaschine geben darf, weil es rostet. Ich war enttäuscht und spülte es erst einmal, bevor ich anfing, Kartoffeln zu schälen.
Nach dem Bad in Spülwasser offenbarte es seine ganze Hässlichkeit: bräunliche, graue, schwärzliche Flecken auf der Klinge. Und damit sollte ich nun mein Gemüse schneiden, wo doch in meinem Messerblock so wunderschöne Messer vor sich hin glänzten?
Ich setzte das Messer an. Was soll ich sagen? Es schnitt nicht, nein es glitt, es rutschte und flutschte durch die Kartoffeln, die Möhren die Paprika, den Apfel und den Spargel. Ich war begeistert und wollte sofort alles schälen, was mir in die Finger kam. Der Hund nahm Reißaus.
Und nun, nach etwa einjährigem Gebrauch, kann ich nur sagen: Dieses Windmühlenmesser ist definitiv das hässlichte Messer im Messerblock. Es ist auch mit Sicherheit das hässlichste Messer auf dieser Welt.
Aber es ist mit Abstand das schärfste! Da kann sich selbst mein geliebtes Wüsthof-Gemüsemesser noch eine Scheibe von abschneiden. Und das im wahrsten Sinne des Wortes!
Mein Fazit: Kaufen. Aber NICHT die rostfreie Variante!
Ich verspreche Ihnen, Sie werden es nicht bereuen.
Und wenn doch, hinterlassen sie hier einen Kommentar und diese Rezension wird sich umgehend in Luft auflösen.