Die erste Hälfte des Buches war etwas mühsam, erkannte ich doch deutlich Ähnlichkeiten zu dem Buch "Feuerblume". Dass es sich nahezu um dieselbe Landschaft, die ja wirklich traumhaft beschrieben wird, handelt, hat mich eigentlich nicht so gestört. Aber da gab es wieder eine Freundin, und die wurde wieder schwanger und ja.... es zog sich halt ein bisschen, wie in einer Reiseerzählung. Allerdings die spirituelle Linie kam voll rüber. Man weiß, dass die Autorin die Natur und ihre Lebenwesen ehrt. Was in die Hose geht, sind manchmal die Themen rund um Tiere. Reiten lernt man nicht in wenigen Tagen, in dem Buch schon, und nachdem Sanna sehr realtistisch schreibt, tut das ein wenig weh. Im zweiten Teil des Buches bringt sie die Spannnung direkt gekonnt hin. Die Entführung, die Befreiung ihres Vaters, nicht schlecht. Was nicht gepasst hat, war die Tötung/Hinrichtung von Lees Vater. Der findet seinen toten Vater und das wars. Nun, egal ob Indianer oder nicht, in solchen Momenten reagiert man. Himmel, einen Menschen den man geliebt hat, zu verlieren, das schreit nach mehr Emotion, die hat gefehlt. Und während des Befreiungskampfes taucht plötzlich ein Bär auf ....ups, die Geister haben aber mächtig viel zu tun. Und kurz darauf wird sie angeschossen und befindet sich in der Geisterwelt....... Yep, wenn mir sowas passieren würde, würde ich das auch so einfach auf die kalte Schulter nehmen. Ist ja normal, logisch. Nein, das war mir, bei allen guten Geistern, doch etwas zu weit hergeholt. Oder es kam einfach nicht so rüber, wie es sich die Autorin vielleicht gewünscht hätte.
Alles in allem, fand ich das Buch besser als "Feuerblume", die Romantik ist da, die Liebe nicht so ganz, das Prickeln unter der Haut könnte mehr sein, aber man schwimmt trotzdem mit, befindet sich geistig in Kanada, kann die Wildblumen riechen, den Wind spüren und auch die Regentropfen fühlen, wenn sie herabfallen. Erwartet euch keine harte vor Spannung krachende Lektüre, das hier ist weich und putzig.