"Wind und Sterne" kann Liebhabern historischer Mehrteiler uneingeschränkt empfohlen werden.
Der Film besticht durch hervorragende schauspielerische Leistungen bis in die kleinsten Nebenrollen, gute Ausstattung und Kostüme und nicht zuletzt traumhafte Südsee-Panoramen.
Trotz der wunderbaren Bilder wird jedoch schnell deutlich, dass der Beruf des Seefahrers im 18. Jahrhundert beileibe kein ungefährlicher war und wenig mit der so oft zitierten Romantik zu tun hat.
Nicht nur Stürme und Krankheiten, sondern auch die zwischenmenschlichen Konflikte derer, die in der Enge des Schiffs miteinander auskommen müssen, stellen die Mannschaft auf eine harte Probe.
Der vorliegende Film nimmt die Zuschauer im wahrsten Sinne des Wortes mit auf die Reise und lässt sie an längst vergangenen Ereignissen teilhaben. Dabei wird das Ganze so lebendig und plastisch erzählt, dass man unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht.
Hervorzuheben ist auch, dass sich der Film sehr eng an den historischen Fakten und der Fachliteratur über James Cook orientiert. Das exzellent recherchierte Drehbuch verdient höchste Anerkennung.
Die akribische und detailgenaue Umsetzung des Stoffes macht den Film auch für den Schulunterricht sehr empfehlenswert und wertvoll.
Das vorliegende Werk ist das beste Beispiel dafür, wie man historische Stoffe spannend und stilecht umsetzt, ohne die Tatsachen zu verfälschen.
Auch die Hintergrundmusik ist sehr gelungen und trägt ihren Teil zu der atmosphärischen Dichte dieses Mehrteilers bei.