Das Buch enthält zwei Romane, die beide so kurz sind, daß es eigentlich eher Erzählungen sind. In »Wind« geht es um eine Gesellschaft, die so verdreht, skurril ja sogar schon paranoid ist, daß selbst beste, heilbringende Erfindungen einfach unter den Tisch gekehrt werden, weil es nicht »paßt«. Dumm dabei ist nur, daß wir heute gar nicht mehr soweit von dieser Gesellschaft entfernt sind, auch wenn diese in der Geschichte reichlich überspitzt ist. Dennoch ist diese denkbar. /
In »Der zweite Versuch« ist eine Alternativwelt, die sich von unserer Gegenwart nicht so sehr unterscheidet. Die Mondlandung der Amerikaner war mißlungen und danach entwickelten sich eben Wirtschaft und Politik etwas anders, als wir es kennen. Die Machtverhältnisse veränderten sich, doch die Menschen und Strukturen blieben. Daher ist es nicht weiter verwunderlich, daß das große Fazit wohl lautet: nichts dazu gelernt. Auch hier ist es eine bizarre, fast schon Albtraumwelt, die nicht gerade ermuntert, diese anzustreben. In kurzen Episoden wird auf das Ziel hingearbeitet, das genaugenommen nur ein Symbol und wohl vordergründig gar nicht so wichtig ist.
In beiden Romanen fällt auf, daß die Charaktere eher kühl dargestellt werden. Nicht, daß die Personen kühl sind. Vielmehr fehlt dem Leser der letzte Tick, um in die Person hineinzukommen. Die Handlungen sind ansonsten flüssig und in ihrem Aufbau geradlinig. Allerdings ähneln sich beide Geschichten auch sehr. Beide strahlen eine bedrückende Düsternis aus.