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Moviemans Kommentar zur DVD: Game, Set and Match für diese DVD.
Bild: Sehr angenehm fällt die neutrale Farbgebung auf. Der "heilige Rasen" wirkt nicht Quietschgrün, sondern hat tatsächlich hier und da auch mal von der Sonne verbrannte, braune Stellen. Der Kontrastumfang zeigt in den stets perfekt ausgleuchteten Sets keinerlei Schwächen und präsentiert eine umfassende Nuancierung von feinen Strukturen und Maserungen auf den Outfits der Zuschauer. Der Datentransfer von analog auf digital ist perfekt gelungen. Nur in Extremsituationen, wie Gegenlichtaufnahmen von Himmeln ist ansatzweises Blockrauschen auszumachen. Der dafür nötige Grundübeltäter Rauschen glänzt dabei mit praktisch vollkommener Abwesenheit und das ist auch gut so. Die Schärfe könnte aber in den Kameraschwenks noch mehr etwas Stabilität zeigen, bleibt aber weit im Bereich des GUT.
Ton: Die Akustik von Wimbledon ist fast noch gelungener, als das superbe Bild. Die Mischung aus effektreicher Musik und facettenreicher Atmo mit viel Gemurmel im Hintergrund, oder Vogelpiepen, oder vorbei fahrende Autos. All das erzeugt so richtig die knackige Dabeisein-Charakteristik. Eben das, was den Filmton so entscheidend macht. Wenn der Matchball dann geschlagen wird, ist man für einen kurzen Moment geneigt, mit aufzuspringen. So muss ein Film klingen. Dabei geht es gar nicht einmal um die Dynamik, denn diese könnte durchaus noch etwas zulegen. Auch die Sprachortbarkeit ist stets auf der Höhe der Kamera. Die Stimmen selbst sind wohl-voluminiert, verschließen sich jedoch ein wenig dem männlich dominierten Grundtonbereich.
Extras: Die 4 zusammen 21 Minuten langen Kurzdokus hätte man auch in ein in 4 Kapitel unterteiltes Making of zusammenfassen können. So macht dies aber zumindest mehr her, bei gleichem Inhalt. Alle 4 Dokus gehen trotz ihrer relativen Kürze dennoch ausgesprochen tief ins Detail. Beispielsweise geht es in "Ballkontakt" darum, wie die Tricksequenzen mit einer Vielzahl von synchron laufenden Kameras gedreht wurden und so Kamerabewegungen rund um den fliegenden Ball möglich wurden. All das wurde in ein ansprechend animiertes und im Stil eines Tennismatches designt. Leider hat man den Kapiteln keinen Kurztext gegönnt und auch die Größe der Buchstaben im Menü ünterschreiten des öfteren die Grenze des Lesbaren. --movieman.de
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Blickpunkt: Film
Der sympathische, aber etwas leidenschaftslos wirkende 31-jährige Tennis-Profi Peter Colt steht kurz davor, sich aus dem Sport zurück zu ziehen. Ein letztes Mal wird die ehemalige Nummer elf der Weltrangliste am Turnier in Wimbledon teilnehmen. Mittlerweile auf den 119. Platz abgerutscht, macht er sich allerdings keine großen Hoffnungen. Doch bereits am ersten Tag wird sein Leben gründlich auf den Kopf gestellt, als er versehentlich ins falsche Hotelzimmer eincheckt und so die junge Lizzie Bradbury kennen lernt. Die Amerikanerin ist als ebenso talentierte wie rüde Newcomerin bekannt und zu Peters Erstaunen einem Flirt mit ihm nicht abgeneigt. Ähnlich unerwartet gewinnt Peter sein erstes Spiel. Ein weiteres geheimes Treffen mit Lizzie hat denselben beflügelnden Effekt auf Peters Selbstvertrauen und er kann seinen nächsten Gegner besiegen. Auf Lizzies Spiel hingegen hat die Romanze den gegenteiligen Effekt, sodass ihr strenger Vater und Trainer Dennis (Sam Neill) ihr jeden weiteren Kontakt untersagt. Doch mit seinem neu angefachten inneren Feuer lässt sich Peter nicht so ohne weiteres abschütteln und entdeckt darüber hinaus seine eigene Siegernatur.
Versiert bannt Richard Loncraine ('Richard III') die Spannung des Spiels auf Zelluloid. Aufnahmen aus der Ballperspektive und in Zeitlupe sowie blitzschnelle Zoom-Ins entwickeln eine bemerkenswerte visuelle Schlagkraft, die nicht nur eingeschworene Fans des Sports unterhalten wird. Zudem schlägt sich Paul Bettany wacker, den professionellen Tennisspieler Peter Colt glaubwürdig zu porträtieren. Dies ist seinem viermonatigen Tennis-Intensivunterricht mit Wimbledon-Champion Pat Cash zu verdanken, der den bisherigen Novizen in erstaunliche Form brachte. Überhaupt erweist sich der spröde humorvolle Bettany in seiner ersten romantischen Hauptrolle als positive Überraschung, den mit seinem Ko-Star Dunst eine gefühlvoll-zarte Chemie verbindet. Von Dunst wurde weniger sportliche Finesse verlangt, dafür wird bei ihr als Bad Girl des Tennis mehr Augenmerk auf John-McEnroe-inspirierte Allüren und Ausfälle gelegt. Ihr legendäres Vorbild tritt ebenso wie Chris Everts in einem Cameo als Sportkommentator auf. Weitere Nebenfiguren, die einen beträchtlichen Anteil der komischen Momente beisteuern, umfassen Peters eigenwillig-schrullige Familie und seinen umtriebigen Sportagenten (Jon Favreau). Die humorvollen Momente und die charmante Verspieltheit der Romanze werden später kurzzeitig von etwas Überhand nehmender Sentimentalität erdrückt. Daher schlägt die Dramedy zwar kein Ass, aber punktet dennoch als charmantes Date-Movie, das ganz besonders Tennisfans begeistern wird. ara.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Kurzbeschreibung
Als die beiden sich zufällig treffen, fliegen statt Tennisbällen die Funken und das Undenkbare passiert: Peter findet zu seiner Form zurück und gewinnt sein erstes Match und Lizzie entdeckt, dass das Leben mehr zu bieten hat als Pokale und Turniersiege.