In Nordfrankreich ist es immer kalt, die Menschen dort sind immer unhöflich und den Dialekt, "Schti" genannt, versteht man überhaupt nicht. Das denkt zumindestens der Postbeamte und Südfranzose Philippe (Kad Merad), bis er dorthin strafversetzt wird. Er hatte versucht seiner depressiven Frau Julie (Zoe Felix) zuliebe eine Versetzung an die Cote dAzur zu erschummeln. Leider ging der Versuch schief und Philippe wird in ein kleines Dorf namens Bergues in Nordfrankreich versetzt. Dort in der "eisigen Hölle Nordfrankreichs" stellt er allerdings bald fest, dass die Vorurteile gegenüber dem Wetter und den Bewohnern doch nicht ganz richtig gewesen sind...
"Willkommen bei den Schtis" wirkt in den ersten Minuten wie ein etwas schwermütiges Selbstfindungsdrama, doch sehr bald entspinnt sich die Geschichte zu einer humorvollen, augenzwinkernden Komödie voller Lokalkolorit. So gewinnt der Zuschauer schnell den Eindruck, dass er bei dieser Geschichte wirklich mittendrin statt nur dabei ist. Liebevoll erzählte Charaktere, eine feingeistige Geschichte voller Situationskomik und Leichtigkeit, machen "Willkommen bei den Schtis" zu einer wirklich herzerwärmenden Komödie.
Mein größtes Sorgenkind: Die Synchronisation ins Deutsche hat sich dabei zum Glück als unbegründet erwiesen. Das schnoddrige, wie auch sehr sonderbare Schti" ist wunderbar ins Deutsche transferiert worden. Was damit auch den elementaren Charme des ganzen Films, überzeugend ins Deutsche übertragen hat, denn "Schti" ist definitiv eine sehr eigenartige wie auch faszinierende Sprache. Die Handlung an sich ist ein Sammelsurium von heiteren, geradezu feingeistigen Szenen und witzigen Episoden, so dass ich jedem Zuschauer nur Eines empfehlen kann: Ansehen und genießen! Die BluRay-Version des Films liefert hierzu außerdem eine sehr gute Bild- und Tonqualität ab. Einzig das Bonusmaterial hätte für "Bonus-Fetischisten" gerne etwas umfangreicher sein dürfen - trotzdem 5 Sterne.