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Willkommen in Falconer [Gebundene Ausgabe]

John Cheever , Peter Henning , Thomas Gunkel
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

22. Februar 2012
Ezekiel Farragut erlebt die Hölle auf Erden: Der drogensüchtige Universitätsdozent kommt ins Gefängnis Falconer, nachdem er mit einem Schürhaken seinen Bruder erschlagen hat. Wer aber von ihnen war Kain? Wer Abel? In der brutalen, trostlosen Gefängniswelt erlebt Farragut unerwartet eine intensive Liebe zu einem Mitgefangenen. Er lässt seine Ehe und Kindheit Revue passieren und erkennt, wie umfassend seine Unfreiheit ist und schon immer war. Bald hat er nur noch einen Gedanken: Flucht. ›Falconer‹ ist der Roman eines Süchtigen, der die Drogenabhängigkeit und die Schranken der Strafanstalt hinter sich lässt. Ein bewegendes Buch, drastisch, ironisch und doch von lebenskluger Heiterkeit. John Cheever, der einige Jahre im Hochsicherheitsgefängnis Sing Sing unterrichtete, zeichnet in ›Willkommen in Falconer‹ das facettenreiche, ungeschönte Porträt eines Menschen, der den Wert seines Lebens erst zu schätzen weiß, als er es zu verlieren droht.

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Willkommen in Falconer + Die Lichter von Bullet Park + Der Schwimmer: Stories
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: DuMont Buchverlag; Auflage: 1 (22. Februar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3832180699
  • ISBN-13: 978-3832180690
  • Originaltitel: Falconer
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 14,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 387.255 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

in herzkranker rauschgiftsüchtiger Mörder, sieht diesen Fetzen Blau auf dem Weg in sein scheinbar endgültiges Gefängnis. [ ] Ein seltsames Erlebnis: Wie das Blau des Ferienhimmels mit dem Lesen an Leichtigkeit und Transzendenz gewinnt. Wie wichtig plötzlich dieser Himmel ist. Vielleicht gibt es doch keine bessere Urlaubslektüre. SÜDDEUTSCHE ZEITUNG Grandios! FALTER Ein existenzielles Buch, die Geschichte einer Läuterung durch Grausamkeit. Da muss einer in den Kerkern verschwinden, bevor er sich neu erfinden kann. RHEINPFALZ In einer mehr der Sprachmelodie des Autors als dem Wortlaut angepassten, gelungenen Neuübersetzung von Tomas Gunkel hat jetzt der DuMont Verlag die Neuauflage von John Cheevers Werken mit dem Roman Willkommen in Falconer fortgesetzt. MAIN ECHO John Cheever, dessen Werke der DuMont-Verlag Stück für Stück in neuer Übersetzung vorlegt, hat diesen Roman 1977 geschrieben. Viele halten ihn für das Beste, was der vor 20 Jahren verstorbene US-Autor je veröffentlicht hat. GOSLARSCHE ZEITUNG

Über den Autor und weitere Mitwirkende

John Cheever, 1912 in Massachusetts geboren, starb 1982. Er gilt als einer der Innovatoren der amerikanischen Erzählkunst und wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Pulitzer-Preis, dem National Book Award, dem National Book Critics Circle Award, der Howells Medal for Fiction und der National Medal for Literature. Der DuMont Buchverlag veröffentlicht seine Werke in neuer Übersetzung. Bislang erschienen ›Die Geschichte der Wapshots‹ (2007), ›Der Wapshot-Skandal‹ (2008), ›Der Schwimmer‹ (2009), ›Die Lichter von Bullet Park‹ (2010) und ›Willkommen in Falconer‹ (2012). Thomas Gunkel, geboren 1956, übersetzte neben John Cheever u. a. John Griesemer, Jon Krakauer, Nick McDonell, Stewart O'Nan, Chaim Potok und William Trevor ins Deutsche.

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Kundenrezensionen

4.0 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Dr. Hans Wilhelm Wieczorrek VINE-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Willkommen in Falconer ist das erste Werk Johne Cheevers, das ich gelesen habe und ich muss sagen ich habe es nicht bereut. Da ich kein Literaturkritiker bin, bemühe mich auch gar nicht eine objektive literarische Bewertung abzugeben, sondern gebe meine subjektiven Empfindungen wieder. Mir hat das Buch außerordentlich gut gefallen. Ich halte es für große Literatur. Die sprachliche Brillianz Cheevers, kommt durch die hervorragende Übersetzung voll zum Ausdruck. Im Mittelpunkt der Handlung steht der drogensüchtige Hochschulprofessor Ezekiel Farragut, der seinen Bruder erschlagen hat. Der Auslöser für diese Affekthandlung war, dass sein Bruder ihm nahezu beiläufig mitteilt, dass er von seinem Vater nie geliebt wurde und dieser seine Mutter zur Abtreibung zwingen wollte. Dennoch wir er wegen Mordes verurteilt, zwar nicht zum Tode, sondern zu einer langen Haftstrafe, die er in dem berüchtigten Gefängnis Falconer absitzen soll. Das ist die Hölle auf Erden. In dieser brutalen trostlosen Welt erlebt der mit einer wunderschönen Frau in einer belanglosen Ehe verheiratete Farragut die auch körperliche Liebe zu einem Mitgefangenen. Diese intime Beziehung wird durch dessen auf kuriose Weise inszenierte Flucht beendet. In der Unfreiheit des Gefängnisses erkennt Farragut, indem er sein Leben Revue passieren wird, dass er nie in seinem Leben frei gewesen ist. Er war immer abhängig und eingeengt, wobei seine seit seiner Jugend bestehende Drogensucht eine dominierende Rolle spielt. Aber auch seine Ehe glich einem Gefängnis. Aus einem Gefängnis kann man durch die Flucht entfliehen. Lesen Sie weiter... ›
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Abgründe und Glück 24. Dezember 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Schon die Sprache gefiel mir sehr gut. Sie schildert klar und lässig ohne erhobenen Zeigefinger. Sie ging mir so angenehm ein, dass ich "Willkommen in Falconer" - obwohl reine Fiktion - als so authentisch ge- und beschrieben empfand, dass ich mich während des Lesens fast selbst in diesem Knast eingesperrt gefühlt hatte, und mit den Sinnen des Protagonisten roch, sah und hörte.

Ezekiel Farragut - Spitzname Zeke oder einfach Farragut - ist ein kluger Kerl, mit dem man sich leicht identifizieren kann.

Was treibt einen so verständigen Mann in die Heroinsucht? Wahrscheinlich so etwas wie sich vor einem nächsten Schuss einmal mehr zu sagen "ach scheiß drauf..." und rein damit...

Was brachte ihn in die Lage zu morden? Es sind nicht zuletzt die menschlichen Makel, die die Geschichte sehr glaubhaft werden lassen. Die menschlichen Makel waren es auch im Affekt diesen saudummen Fehler zu begehen (oder war es Schicksal?). Mord ist freilich niemals zu entschuldigen und bildet das absolute Extrem menschlichen Handelns gegenüber anderen. Der Roman wirft nun geradewegs solche scharfkantigen Fragen auf.

Ja, der Text birgt zweifellos Wahrheiten, die permanent meine Neugier reizten und mich zum Weiterlesen getrieben hatten.

Thema Schuld: Die Schuld wurde von jedem Insassen verdrängt bzw. bis auf null heruntergespielt. Aus eigener Betrachtung heraus war jeder einzelne Gefangene unschuldig. Dieser Punkt im Roman hatte mich zunächst ins Schmunzeln versetzt und auf den zweiten Blick verblüfft. Auf den Vorwurf von Schuld scheint die allzu übliche und natürliche Reaktion des Menschen "Ich? Niemals!" oder "Ich bin unschuldig!" zu sein.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Biographische Fiktion 31. Dezember 2012
Von Sarah F. TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
===Sarahs eigene Inhaltsangabe===
Ezekiel Farragut, der von allen Farragut gennant wird, wurde verurteilt weil er seinen Bruder im Drogenrausch mit dem Schülerhaken erschlagen hat. Er selbst behauptet unschuldig zu sein, denn an diesem Abend war sein Bruder ebenfalls betrunken, und ist deswegen bei dem Angriff schlecht ausgewichen, gestürzt und unglücklich mit dem Kopf aufgeschlagen. Zumal ein Streit vorausging, erwartete er eine milde Strafe. Das Gericht sieht das anders und verurteilt ihn. Nicht zu Tode, aber zu einer hohen Haftstrafe. Er kommt in das Gefängnis Falconer in den Block F. Es ist ein halbwegs ruhiger Block und er findet auch schnell Anschluss. Als drogensüchtige Universitätsdozent ist diese Welt jedoch ein regelrechter Schock für ihn. Streunende Katzen, die im Gefängnis Alltag sind, werden zu Brei geschlagen, während ihrer Freunde das Blut der getöteten Katzen trinken; ein kleines Vergehen reicht aus um seine Methadondosis nicht zu erhalten und auch die Übergriffe von anderen Gefangenen zeigen ihm, das freie Menschen ihre Freiheit nicht zu schätzen wissen. Er versucht sich zu erhängen und wird sogar vom stellvertretenden Gefängnisdirektor brutal zusammengeschlagen. Die Zeit im Gefängnis bietet ihm jeoch auch viel Gelegenheit über all die Dinge in der Vergangenheit nachzudenken. So lässt er seine gescheiterte Ehe, bei der seine Frau ihn mit anderen Frauen betrügt, und seine Kindheit Revue passieren. Ihm wird klar, dass er nie wirklich frei war. Erst als er eine Liebesbeziehung mit einem anderen Gefangenen anfängt, fühlt er sich zum ersten Mal wirklich frei und glücklich.
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