Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
MIA.s bestes Album seit "Hieb & StichFEST", 29. September 2008
Als MIA.-Fan ist man natürlich voreingenommen - gegenüber den neueren Alben der Band gewöhnlich negativ, seit sie sich nach dem genial eigensinnigen ersten Album mehr und mehr dem Pop zuwenden. Aber nach dem mir persönlich zu uneinheitlichen "Stille Post" und dem streckenweise vielleicht etwas zu verspielten "Zirkus" legen MIA. ein Album vor, das wirklich unerwartete Qualitäten bietet: Es ist tanzbar, nimmt einen mit und das Überraschendste: Es ist düster!
Nach "Stille Post", wo sie auch nur noch in Ansätzen vertreten war, wich die Wut als Emotion aus MIA.s Musik und wurde durch einen verkopfteren und verherzteren Umgang mit Ablehnung und Enttäuschung ersetzt. "Willkommen im Club" nimmt diese Erfahrungen in sein Innerstes auf. Wo "Zirkus" noch glockenklar und offen daherkam, ist der "Club" deutlich hintersinniger. Angefangen beim Opener "Kapitän", ein Liebeslied darüber, die Welt aus anderen Perspektiven zu sehen. Gleichzeitig sind die Strophen aber angefüllt mit drängenden Disharmonien, irgendwas stimmt hier gar nicht und der Text verstärkt noch das Gefühl mit den Strand-Metaphern - die See ist unruhig, ein Sturm naht.
Insbesondere "Mausen" verkörpert diese Düsternis. "Die Katze lässt das Mausen nicht", "Lass deine Monster frei" - ein Sinn von Unwohlsein, sogar Gewalt, steht im Hintergrund. Diese Zeilen und die hervorragende Instrumentalisierung transportieren fundamental traumatische Selbsterfahrungen. Selbst das wohl direkteste Liebeslied, das abschließende "Die Aussicht", hat nichts mit grünen Wiesen, Schmetterlingen und Blümchen à la "Uhlala" zu tun, eher mit einem engen, langsamen Tanz im Zwielicht, ein glückliches Ankommen in der Dunkelheit.
Sie können sich vorstellen, wie enttäuscht ich war, als ich das offizielle Musikvideo zur Vorab-Single "Mein Freund" sah. Wieder lächelt Mieze unbekümmert sanft in die Kamera während sie singt, was eigentlich ein dramatischer Text von einem Menschen ist, der sich von seinen Dämonen einholen lässt. Es bleibt zu hoffen, dass die Band für zukünftige Singles die Düsternis ihrer neuen Schöpfung anerkennt und mit mehr Mut unheimlichere Videos schafft. Denn das Album hat ein düsteres Herz und das aber am rechten Fleck. Es ist MIA.s selbstsicherstes, einheitlichstes und zweifellos bestes Album seit "Hieb- & StichFEST" und musikalisch das beste, was ich von der Band seit der "Was es ist"-EP gehört habe.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hervorragendes Album!, 13. September 2008
Das neue Album von Mia. ist ihnen einfach hervorragend gelungen. "Willkommen im Club" klingt wie aus einem Guss. Die elektronisch angehauchten Lieder machen das Album zu einem wahren Hörgenuss - es toppt den Vorgänger "Zirkus" in allen Belangen. Alleine der Opener "Kapitän" ist schon ein Highlight des Albums, und "Mein Freund" ist sowieso der allerbeste Song des Albums, einfach ausgezeichnet. "Mausen" ist auch ein netter Song, nur ein bisschen lang geraten". "Du" und "100%" haben einen tollen Rhythmus, "Magisch" ist ein sehr guter Song, besonders gut gefällt mir "Deinetwegen", weil es auch ein bisschen aus der Reihe fällt. "Verfolger" ist ein Stück ohne Gesang, doch melodisch ist es ein absolutes Highlight des Albums. Großartig! "Glücksstern" ist ein kurzes, feines Lied, auch "Halt still" und "Die Aussicht" sind tadellos, sodass das Album fast so gut aufhört wie es anfängt.
Der Gesang von Mieze Katz ist einzigartig, was auch einen Teil des Reizes des Albums ausmacht. Was gegenüber "Zirkus" auch besser geworden ist, ist die Tatsache, dass die Lieder kürzer geworden sind. Kein einziger Song dauert länger als 5 Minuten, auf "Zirkus" gab es haufenweise solche Monstersongs. Es gibt überhaupt keinen Ausfall, keinen Song, der nur durchschnittlich ist. 11 hervorragende Songs, was will man mehr. Absolut empfehlenwert!!!
Anspieltipps:
1. Mein Freund
2. Kapitän
3. Glücksstern
4. Die Aussicht
5. Deinetwegen
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Es ist schön ein Teil einer Entwicklung sein zu dürfen, 12. September 2008
Liebe Kritiker, laßt doch Mia ihr Geld verdienen, was ist daran schlimm, wenn sie nun eine breite/größere Maße anspricht. Das war doch schon immer ihr Ziel, das sie seit eh und je offen und ehrlich gesagt hatte. Freut euch doch mit ihr... :-)
Ich kann die zahlreiche Kritik nicht nachvollziehen! Für mich sind die Worte die genannt werden, leere Hülsen (entschuldigt meine direkte Art).Die Enttäuschung der Kritiker waren hauptsächlich "warum macht Mia nicht die selbe Musik (Beats und Texte) wie die alten Alben".
Es ist immer mutig und gut, "neues" auszuprobieren und sich zu "wandeln". Und ich finde es ist ihr gut gelungen, die "elektronischen Beats" sind auf dem neuen Album in den Hintergrund gerückt. Ihre Texte sprechen mehr von ihrem unmittelbaren Leben, als von der Gesellschaft. Ihre Gefühle bringt sie weiterhin zum Ausdruck, die Texte sind mehr an Freunde und die Liebe gerichtet.
Meine Lieblingssongs sind eindeutig "Mein Freund" und "Magisch".
Das erstaunliche ist, das ich zuerst den Song "Mein Freund" als Singleauskopplung nicht mochte. Erst als ich das gesamte Werk hörte, konnte mich dieser Song faszinieren und in "Miaschen"-Art in den Bann ziehen. Mein Faszit ist: ein gelungenes Werk, das durch häufiges hören immer besser wird, interessante musikalische Klänge vereint mit den Texten. * Klasse finde ich im Songbuch, die persönlichen Anmerkungen.
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