Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mia entwickelt sich weiter, 1. April 2009
Ich habe alle vier CDs von Mia und muß sagen, dass "Willkommen im Club" die beste von allen ist. Beim ersten hören noch sperrig und unkonventionell wirkend, wurde sie mit jedem hören ein Stück besser und mittlerweile liebe ich die CD.
Auch ich war ein wenig geschockt von der ersten Single "Mein Freund" und überlegte kurz ob ich mir die CD überhaupt kaufen sollte. Aber aufgrund eines Titels eine ganze CD zu verurteilen, da gehe ich doch lieber aufgeschlossen an die CD. Sie klingt tatsächlich ganz anders als die anderen CDs und gleichzeitig doch wieder vertraut.
Manche Elemente sind durchaus bekannt und geben das MIA feeling zurück ohne platt zu wirken. Alle Titel sind sehr elektronisch eingespielt, was es den Einstieg in die CD ein wenig erschwert, aber schon beim zweiten hören entfalten die Titel ihren ganzen Charme.
Jeder Titel ist ein kleines Kunstwerk für sich und geht einem irgendwann nicht mehr aus dem Ohr, ob es "Der Kapitän", "Mein Freund", "Mausen" oder "Deinetwegen". Es sind wirklich 10 sehr gut gelungen Titel die vor allem durch die Stimme Miezes leben und so ist der einzige Song der mir persönlich nicht so gefällt "Verfolger"
Anspieltipps: Der Kapitän, Mein Freund, Mausen oder Deinetwegen
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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
MIA.s bestes Album seit "Hieb & StichFEST", 29. September 2008
Als MIA.-Fan ist man natürlich voreingenommen - gegenüber den neueren Alben der Band gewöhnlich negativ, seit sie sich nach dem genial eigensinnigen ersten Album mehr und mehr dem Pop zuwenden. Aber nach dem mir persönlich zu uneinheitlichen "Stille Post" und dem streckenweise vielleicht etwas zu verspielten "Zirkus" legen MIA. ein Album vor, das wirklich unerwartete Qualitäten bietet: Es ist tanzbar, nimmt einen mit und das Überraschendste: Es ist düster!
Nach "Stille Post", wo sie auch nur noch in Ansätzen vertreten war, wich die Wut als Emotion aus MIA.s Musik und wurde durch einen verkopfteren und verherzteren Umgang mit Ablehnung und Enttäuschung ersetzt. "Willkommen im Club" nimmt diese Erfahrungen in sein Innerstes auf. Wo "Zirkus" noch glockenklar und offen daherkam, ist der "Club" deutlich hintersinniger. Angefangen beim Opener "Kapitän", ein Liebeslied darüber, die Welt aus anderen Perspektiven zu sehen. Gleichzeitig sind die Strophen aber angefüllt mit drängenden Disharmonien, irgendwas stimmt hier gar nicht und der Text verstärkt noch das Gefühl mit den Strand-Metaphern - die See ist unruhig, ein Sturm naht.
Insbesondere "Mausen" verkörpert diese Düsternis. "Die Katze lässt das Mausen nicht", "Lass deine Monster frei" - ein Sinn von Unwohlsein, sogar Gewalt, steht im Hintergrund. Diese Zeilen und die hervorragende Instrumentalisierung transportieren fundamental traumatische Selbsterfahrungen. Selbst das wohl direkteste Liebeslied, das abschließende "Die Aussicht", hat nichts mit grünen Wiesen, Schmetterlingen und Blümchen à la "Uhlala" zu tun, eher mit einem engen, langsamen Tanz im Zwielicht, ein glückliches Ankommen in der Dunkelheit.
Sie können sich vorstellen, wie enttäuscht ich war, als ich das offizielle Musikvideo zur Vorab-Single "Mein Freund" sah. Wieder lächelt Mieze unbekümmert sanft in die Kamera während sie singt, was eigentlich ein dramatischer Text von einem Menschen ist, der sich von seinen Dämonen einholen lässt. Es bleibt zu hoffen, dass die Band für zukünftige Singles die Düsternis ihrer neuen Schöpfung anerkennt und mit mehr Mut unheimlichere Videos schafft. Denn das Album hat ein düsteres Herz und das aber am rechten Fleck. Es ist MIA.s selbstsicherstes, einheitlichstes und zweifellos bestes Album seit "Hieb- & StichFEST" und musikalisch das beste, was ich von der Band seit der "Was es ist"-EP gehört habe.
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12 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Nachgedacht, 10. September 2008
Das ist also das neue Mia Album und Mia hat sich entschieden: für Pop, was ja im Grunde alles andere als verwerflich ist, eine Künstlergruppe muss ja schließlich auch von was leben. Doch weder ist das guter Pop (ausgenommen "Mein Freund"), noch greifen die Texte, im Gegenteil - alles bloße Plattitüde, nicht alles was sich reimt ist gut und nicht alle Redewendungen funktionieren nur ihrer Selbstwillen.
Mia hat sich entschieden, entschieden eben. Für eine sehr junge Zielgruppe, die Mietze Katz ganz entzückend und "ach wie lieb und ach wie süß" auf der Bühne findet und daneben eben gerne Tokio Hotel hört. Auch daran gibt es nichts auszusetzen. Aber wie glaubwürdig ist dann das alte Material, welches man von Mia kennt? Im Vergleich zu dem, was jetzt hier auf "Willkommen im Club" zu hören ist, gar nicht mehr. Es ist eben ein neues Kapitel, mit dem der eine seine Freude haben wird, der andre - wie ich - absolut nicht. Ich mache hiermit vom Umtauschrecht dieser Cd Gebrauch und suche mir eine andre aus. Ist ja alles so schön bunt hier.
In Bälde wird man lesen, Mia habe für "Willkommen im Club" eine goldene Schallplatte erhalten. Ich schließe nun in diesem Sinne mit einer Redewendung, die hierbei ganz sicherlich ihre Berechtigung hat: Es ist nicht alles Gold was glänzt.
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