Pressestimmen
"Die Sozialwissenschaftler und Politologen Rainer Diaz-Bone und Klaus Schubert haben einen sehr gut lesbaren und philosophisch kundigen Überblick auf das Werk von James verfasst. Seine wirkungsvolle, den Wahrheitsbegriff betreffende Theorie des Pragmatismus wird in den Kontext seiner Metaphysik des radikalen Empirismus und seiner Religionsphilosophie eingebettet. Auch James bahnbrechende Studien über die Affekte, das Bewusstsein ('stream of consciousness') und die Gewohnheit finden in dem Büchlein eine angemessene Beachtung. Es kann sicher dazu beitragen, die falschen Meinungen über die Jamessche Philosophie zu verbannen. Denn es fasst auf leicht verständliche Weise seine Leistung als empirischer Psychologe und spekulativer Metaphysiker zusammen, der mit den 'Varieties of Religious Experience' auch eines der bedeutendsten religionsphilosophischen Werke in unserem Jahrhundert auf englisch verfasst hat." (Neue Zürcher Zeitung)
Buchrückseite
William James (1842-1910) zählt neben Charles Sanders Peirce zu den Hauptvertretern des philosophischen Pragmatismus und gilt zugleich als einer der ersten amerikanischen Philosophen von internationalem Rang. Sein Pragmatismus verstand sich als Versuch, den Menschen einen positiven Zugang zur wirklichen Welt zu eröffnen, ohne ausschließlich die Fähigkeit zu verstandesgemäßer Abstraktion in Bewegung zu setzen. Daneben legte James mit seinen Principles of Psychology eine völlig neue Interpretation psychologischer Zusammenhänge vor und formulierte damit die Grundlagen der modernen Psychologie.
Rainer Diaz-Bone und Klaus Schubert erörtern in ihrer Einführung u.a. die erkenntnistheoretischen Schriften James', deren zentrale These lautet, daß wissenschaftliche Erkenntnis in ihrer Bedeutung für den Handlungszusammenhang verstanden werden muß. In einer Zeit des postmodernen »Anything goes« liegt in dieser Aussage die Fruchtbarkeit des Jamesschen Denkens für heutige Diskussionen begründet.