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Willenbrock: Roman [Gebundene Ausgabe]

Christoph Hein
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 20,99 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

25. Juni 2000
Der ehemalige Ingenieur Willenbrock verkauft nach der Wende gebrauchte Autos. Als von seinem Gelände Autos gestohlen werden und er von russisch sprechenden Einbrechern überfallen wird, fühlt er sich immer mehr existenziell bedroht zumal die neuen Verhältnisse ihn mit der Devise überfordern: Hilf dir selbst.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 319 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 1 (25. Juni 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518411551
  • ISBN-13: 978-3518411551
  • Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 12,8 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 848.745 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Bernd Willenbrock ist Autohändler, genauer: Gebrauchtwagenhändler. Er ist das jedoch nicht freiwillig, denn damals, als es die DDR noch gab, hatte er einen angeseheneren Beruf. Da war er Ingenieur. Sein Laden läuft nicht schlecht. Und wo ein Geschäft floriert, da stellen sich Neider ein; und solche, die ernten wollen, wo sie nicht gesät haben: Autos verschwinden vom Hof, aber das ist erst der Anfang. Willenbrock muss erleben, dass Behörden versagen, dass die Täter, die seine Frau später überfallen, straflos nach Polen abgeschoben werden. Beschwerden bei der Staatsanwaltschaft werden zurückgewiesen. Da kommt ein russischer Stammkunde und verhilft ihm zu einem Revolver. Es ist der vorläufige Höhepunkt dieses Romans.

Christoph Hein, bereits mehrfach ausgezeichnet, legt in seinem Roman "Willenbrock" schichtweise die Wahrheit unter der Fassade der Gutbürgerlichkeit frei. Willenbrock überrascht einen Einbrecher, der mit einer Eisenstange auf ihn zukommt. Er schießt. Es geht auf Silvester zu. So kann er seiner Frau hinterher vorlügen, es seien Knaller gewesen. Aber die Spuren müssen getilgt werden. Hier unterläuft Hein ein Fehler: Revolver werfen beim Schuss keine Patronenhülsen aus, die zwecks Spurenvernichtung aufgesammelt werden müssen. Diese Passage passt zwar ins Bild, ist aber überflüssig. Nicht überflüssig ist dagegen die Geschichte in der Geschichte. Das Zerwürfnis mit seinem Bruder, der zu DDR-Zeiten mit einem Segelflugzeug über die innerdeutsche Grenze geflohen ist, was wiederum dazu führte, dass Willenbrock selbst nie wieder fliegen durfte. Das ist ungemein glaubwürdig und realistisch: die Sippenhaft nach erfolgter "Republikflucht" eines Familienmitgliedes. Der Roman ist ein spannender literarischer Beitrag zur Aufarbeitung der deutsch-deutschen Vergangenheit. --Corinna S. Heyn

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Willenbrock
OA 2000 Form Roman Epoche Moderne
Willenbrock ist die Geschichte einer Verstörung. Der Roman von Christoph Hein zeigt an einer exemplarischen Ostberliner Existenz, wie brüchig die Decke zivilisatorischer Sicherheiten ist, wie kurz der Weg vom Versagen des bürokratischen deutschen Rechtsstaats hin zu archaisch-anarchischen Formen der Selbstjustiz sein kann.
Inhalt: Bernd Willenbrock ist ein stabiler, unproblematischer Charakter, ein Gewinner der Wende mit prosperierendem Gebrauchtwagenhandel in Ostberlin, dessen Kunden vorwiegend aus Polen und Russland kommen. Seine Ehe ist glücklich und nicht tangiert von seinen systematischen Seitensprüngen; sein festes Hobby ist das Handballspielen. Willenbrock ist zufrieden mit seinem Leben, weil er beschlossen hat, nicht, wie so viele andere, in einem ständigen Gefühl der Kränkung leben zu wollen. Als sieben Autos von seinem Hof gestohlen werden, ist er aber eben dies: gekränkt. Der Diebstahl ist jedoch nur der Beginn einer Serie von immer brutaler werdenden Raubüberfällen; in seinem Ferienhaus wird Willenbrock von einem der russischen Banditen fast erschlagen. Die Kränkung wird zur tieferen Verunsicherung, zumal Polizei und Justiz als entweder unwillig oder unfähig erscheinen: Die mutmaßlichen Einbrecher im Landhaus werden nicht verurteilt, sondern einfach abgeschoben, also auf freien Fuß gesetzt.
Willenbrock versucht zunächst das subjektive Sicherheitsgefühl mit aufwändigen Alarmvorrichtungen wiederherzustellen, doch schließlich nimmt er das »Geschenk« an, das Krylow, ein russischer Großkunde und mutmaßlicher Mafioso, ihm macht: einen Revolver. Krylow hatte Willenbrock bereits mehrfach seine Schlägertruppe angeboten, die der jedoch unter Berufung auf seine eigenen Prinzipen und die des Rechtsstaats wiederholt zurückgewiesen hatte.
Mit dem Revolver als ständigem Begleiter verliert Willenbrock zusehends die Nerven. Auch die übrigen Koordinaten seines Lebens geraten ins Wanken; seine Ehe scheint nun wesentlich von Lügen getragen, er gibt von einem Tag auf den anderen das Handballtraining auf und einem Kollegen aus DDR-Zeiten gegenüber, von dessen Denunziationen er erfährt, verliert er nun die Beherrschung, nachdem er ihm anfangs noch überlegen und pragmatisch begegnet war. Als er eines Nachts wieder verdächtige Geräusche hört, zum ersten Mal in seinem Berliner Privathaus, schießt er aus Angst auf den jungen Einbrecher. Der kann flüchten, und Willenbrock weiß nicht, ob er ihn schwer oder gar tödlich verwundet hat. Er offenbart sich niemandem und lebt fortan als ein endgültig Gezeichneter.
Aufbau: Der Roman ist in fortlaufend linearen Kapiteln und der für Hein typischen, stark zurückgenommenen und scheinbar unterkühlt registrierenden Sprache geschrieben, die kleinschrittig-detailliert und sehr dialoghaltig erzählt. Der Leser hat fortwährend zwischen Gesagtem und Ungesagtem, zwischen Oberfläche und Tiefe zu unterscheiden.
Wirkung: Willenbrock wurde von der Kritik überwiegend begrüßt, bisweilen als gültiger Wende-Kommentar bezeichnet. Dem Stil wurde Eleganz und lakonische Poesie bescheinigt; man hob die gekonnte Dramaturgie hervor, die Willenbrocks Veränderung so plausibel erscheinen lässt und die gleichzeitig die Spannung des Textes ausmacht. M. R. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Kundenrezensionen

3.9 von 5 Sternen
3.9 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Michael Kohlhaas des Gebrauchtwagen-Handels 20. Juli 2001
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Bei Kleist handelt Michael Kohlhaas mit Pferden, Christoph Hein's Held Willenbrock mit Gebrauchtwagen in Ost-Berlin. Sein Geschäft floriert, besonders die Verkäufe in den Osten. Mit seiner kinderlosen Ehe kann er zufrieden sein. Seiner Frau finanziert er zur Selbstverwirklichng eine Boutique. Aber die Glücksträhne des einstigen DDR-Ingenieurs geht langsam dem Ende entgegen:
Autos verschwinden von seinem Hof, der Nachtwächter wird überfallen, sein Hund getötet, schließlich kommt Willenbrock beim Einbruch in sein Ferienhaus bei Usedom nur mit Not lebendig davon. Für ihn unbegreiflich werden die Täter, zwei junge Russen, kaum daß sie gefaßt sind, nach Osten abgeschoben. Willenbrock ist empört über die Laschheit des neudeutschen Rechtsstaats. So etwas wäre früher, jenseits der Mauer, nicht passiert oder anders geregelt worden. Bei Dr. Krylow aus Moskau, seinem besten Kunden, besorgt er sich einen Revolver. Beim nächsten Einbruch, in seinem Haus in Berlin, ist er gewappnet: Er überrascht den Täter, der mit einer Eisenstange auf ihn einschlagen will, und schießt. Nach dem Motto "Hilf dir selbst" hat Willenbrock das Recht in seine Hände genommen. Offen bleibt, wie stark der flüchtende Täter verletzt wurde.
Mit diesem vagen Ausgang endet ein Roman, in dem -wie bei Kleist- eine mittelgroße Störung des Normalen bei einem Durchschnittsbürger einen Prozeß in Gang setzt, der alle Kontrollen des Gewissens und der Vernunft außer Kraft setzt.
Man kann dem Roman sicher eine gewisse, vom Autor wohl gewollte Langatmigkeit und einen etwas spröden, bürokratischen Stil vorwerfen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bildnis eines bürgerlichen Menschen 6. Juni 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Bernd Willenbrock hat die Wende gut überstanden und nutzt die neu in Ost-Berlin eingezogene Marktwirtschaft durch einen Gebrauchtwarenhandel, der vor allem von Geschäften mit Osteuropa profitiert. Sein Büro liegt in einem Wohnwagen, doch am Ende des Romans wird eine eigene Verkaufshalle auf dem Grundstück stehen. Der Pole Jurek und nach einem nächtlichen Autodiebstahl auch ein Nachtwächter arbeiten für ihn, seine Frau Susanne betrügt der kinderlose Schwerenöter mit Margot, Rita oder Barbara, jungen Dingern, meist ehemaligen Kundinnen; mit der Studentin Margot fährt er unter dem Vorwand einer Schulungsfahrt in deren neuem Auto für ein Wochenende in sein Landhaus in Bugewitz, um sie zu verführen, in der Stadt hat er für seine Gespielinnen ein Hotelzimmer; seine Frau Susanne führt auf seine Kosten eine Boutique, die sich nicht rentiert: Bildnis eines bürgerlichen Menschen.

In der Mitte des Buches dann der dramatische Höhe- und Wendepunkt, der das Bild kräftig zum Wackeln bringt: Während eines Wochenendes in ihrem Landhaus, einem restaurierten Bauernhof, wird das Ehepaar Willenbrock von mehreren Russen überfallen. Willenbrock kann, aus dem Schlaf geschreckt, die Einbrecher zwar in die Flucht schlagen, wird dabei aber durch Schläge mit einem Metallstab verletzt. Die Polizei nimmt zwei Verdächtige fest. Wie Willenbrock später erfährt, werden sie trotz dringenden Tatverdachts abgeschoben und der Fall nicht strafrechtlich verfolgt. Willenbrock, bisher genügsam und ausgeglichen, verliert die Balance.
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4.0 von 5 Sternen Buch ist da aber noch nicht gelesen 3. Juli 2014
Von Susann
Format:Gebundene Ausgabe
Die Geschichte ganz schön harter Tobak! Und da ich gerade so viel Stress habe, lese ich dann doch den Schmöker lieber zuerst. Aber super geschrieben!!! Das kann ich schon nach dem reinschauen sagen.
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4.0 von 5 Sternen gut, daß man vergleichen kann... 30. Dezember 2012
Von Noffhoff
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
...vergleichen mit anderen Autoren. Die nicht gefühlte zwei Drittel ihres Textes mit Alltäglichem füllen, ganz banalen Verrichtungen in detaillierter Beschreibung, um zum eigentlichen Thema, vielleicht zum Anliegen des Romans zu kommen.
Das ist in diesem Fall - zugegeben - sehr interessant. Was würde ein vielleicht ungewollter Angriff auf unser Hab und Gut, auf unser Leben in uns auslösen, wie wehren wir uns, wie verkraften wir das, wir als Person, wir als Familie, was unternehmen wir?
Ich hatte lange Zeit große Mühe, weiter zu lesen, in diesem Fall jeweils am Abend, aber ich dachte mir, zum Einschlafen ist es ganz ok. Am Ende war ich froh, nicht aufgegeben zu haben. Weil ich jetzt darüber nachdenke, welche Konsequenzen ich aus seinen Erlebnissen für mich ziehe.
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Format:Gebundene Ausgabe
Die Geschichte eines Autohändlers, dessen Welt, nach einem Überfall in seinem Sommerhaus, aus den Fugen gerät. Willenbrock wandelt sich für ihn selbst nahezu unmerklich vom pazifistischen Müßiggänger zum Befürworter der Selbstjustiz. Heins Erzählstil ist auch in diesem Roman von einer Leichtigkeit, die nur große Erzähler ihr eigen nennen können. Trotzdem gelingt es dem Autor nicht immer, auch dem geneigten Leser immer an das Buch zu fesseln, zu behäbig ist zum Teil der Fortgang der Geschichte.
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