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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
161 von 184 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Dies ist kein Nietzsche-Buch!,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Wille zur Macht: Versuch einer Umwertung aller Werte (Taschenbuch)
Wer glaubt,hier ein echtes Nietzsche-Buch oder sogar sein "Hauptwerk" zu haben, der irrt sich. Es handelt sich hierbei um Aphorismen aus den Jahren 1886 bis 1888, welche von Nietzsche-Schwester Elisabeth und seinem ehemaligen Jünger Peter Gast zusammengestellt und 1901 herausgegeben wurden. Es sind vielfach verfälschte Aphorismen, deren Zusammenstellung aus Nietzsche, dem Anti-Nationalisten, Philosemiten, und Anti-Biologisten einen Nationalisten, Kriegstreiber und Rassisten machen. Die beiden Herausgeber versuchten Nietzsche an den damals herrschenden Zeitgeist anzupassen und ihn hoffähig für die Mächtigen zu machen, die er so leidenschaftlich bekämpfte. Dieses Buch, und NUR DIESES Buch machte ihn auch für viele Nazis missbrauchbar. Deshalb: Vorsicht bei diesem Buch, es ist kein Nietzsche-Buch, erst recht nicht sein "Hauptwerk". Ein Hauptwerk hat Nietzsche nicht hinterlassen, man muss sich wohl mit viel Zeit seinem Gesamtwerk widmen, um seine Wendungen und Entwicklungen vollständig mitzubekommen.
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57 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Fragwürdiges Puzzle,
Rezension bezieht sich auf: Der Wille zur Macht: Hauptwerke der großen Denker (Gebundene Ausgabe)
Ich finde es ziemlich dreist, dass der Voltmedia Verlag, der ansonsten günstig die Hauptwerke großer Philosophen rausgibt, was mich als Studenten sehr freut(trotz mangelnder Zitierfähigkeit), sich traut, "Der Wille zur Macht" als Nietzsches Hauptwerk darzustellen. Der Laie, welcher hier die geballte Ladung Nietzsche erwartet, der all seine Theorien zur wichtigsten vereint o.ä., wird schwer enttäuscht sein. Denn statt einem zentralen Werk, das seine vielen verworrenen und schwer zu überblickenden Gedankengänge vereint, findet man hier eine Sammlung von Fragmenten und Aphorismen, die zum größten Teil nicht zur Veröffentlichung bestimmt waren und erst nach seinem Tod zu einem Buch zusammengefasst wurden, welches dann einen vielversprechenden Namen erhielt, jedoch nichts zur Entwirrung der nietzscheanischen Gedanken beiträgt, im Gegenteil.Wer in Nietzsche einsteigen will, sollte mit "Die Geburt der Tragödie...." beginnen und kann sich dann, je nach Interessenlage, zu den anderen Büchern wagen, z.B. "Menschliches, Allzumenschliches", "Vom Nutzen und Nachteil..." oder "Götzendämmerung". Wenig empfehlenswert sind dagegen auch die heroisierende Autobiographie "Ecce homo"(u.a. "Warum ich so klug bin") und das mit Offenbarungsansprüchen auftretende, ebenfalls aphoristische "Also sprach Zarathustra", welches früher als Hauptwerk angesehen wurde. Empfehlung: Gesammelte Werke in 1 Band, Gondrom Verlag. Günstig, umfassend und schöne Ausgabe. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
22 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nietzsche obskur,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Wille zur Macht: Versuch einer Umwertung aller Werte (Taschenbuch)
Es ist eine schwierige Sache mit dem "Willen zur Macht". Richtig, es ist kein eigentliches Nietzsche-Buch, lediglich eine unfertige Skizze, ein Fragment eines geplanten Hauptwerkes, zudem noch unauthorisiert posthum veröffentlicht von Nietzsches Schwester und ihrem nationalistisch gesinnten Ehemann. Das Buch ist verantwortlich für Nietzsches unberechtigt schlechten Ruf unter den sanften Weltverbesserern und politisch Korrekten. Aber gerade deswegen ist es doch, oh ja, so empfehlens- und lesenswert. Eine obskure Zuspitzung der königlichen Nietzsche-Aphorismen. Man kann die Umwertung aller Werte erahnen, läßt man den zwar wirren aber explosiven Inhalt des Textes in Sich sinken. Auch wenn größere Teile der Manuskripte verfälscht wurden, wer Nietzsche kennt wird ihn erkennen, auch hier. Ähnlich wie die "Unschuld des Werdens" ist dieser Band ein für den Nietzsche-Forscher enorm wichtiges und spannendes Dokument. Für Nietzsche-Anfänger oder gar philosophische Laien ist dies mit Sicherheit nichts, aber wird dadurch der Wert gemindert ? Ich glaube nicht.
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