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Der Wille zum Schicksal. Die Heilslehre des Bert Hellinger [Gebundene Ausgabe]

Colin Goldner
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 300 Seiten
  • Verlag: Ueberreuter (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3800039206
  • ISBN-13: 978-3800039203
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 15,2 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 526.101 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
32 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Sache auf den Grund gegangen 27. Februar 2003
Von Ein Kunde
Das Buch liefert stichhaltige Informationen und Argumente gegen die Pseudo-Therapie Bert Hellingers, die sich leider auch in seriösen Therapeuten-Kreisen ausbreitet. Vielleicht hat auch bei der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie jemand dieses nützliche Buch gelesen. Jedenfalls hat sich der anerkannte Fachverband in einer Stellungnahme soeben von der Methode Hellingers scharf distanziert. Zitat: "Die Praxis der Familienaufstellungen nach Bert Hellinger gibt Anlass zu deutlicher Kritik und zu Befürchtungen bezüglich einer möglichen Gefährdung von KlientInnen (...) Die reale Praxis der Familienaufstellungen ist zu einem nicht geringen Teil als kritisch, ethisch nicht vertretbar und gefährlich für die Betroffenen zu beurteilen." Das war überfällig!
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72 von 96 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ideologen unter sich 30. Januar 2003
Von Ein Kunde
Dieses Buch beschreibt das Treffen von zwei Ideologien (Hellinger und der Kreis um Goldner), und beide stehen einander in Irrationalität und Untergriffigkeit kaum nach. Das Buch soll eine (längst fällige) Kritik an Hellinger darstellen, aber herausgekommen ist eine unfassbar unwissenschaftliche Polemik. Mit anderen Worten: In den Beiträgen wird gewertet, aber nicht belegt - und wenn belegt wird, dann nicht mit Argumenten, sondern mit Zitaten von Wertungen ("die TAZ schreibt, XXX sei hanebüchener Unsinn"). Seit wann ist die TAZ eine wissenschaftliche Quelle? Und was wird argumentativ untermauert, wenn ich der Meinung eines anderen zustimme und diese Meinung damit "belege", indem ich ihn zitiere? Dies beschreibt ungefähr das argumentative Niveau dieses Buches.

Goldner, der in der neuen Ausgabe des Buches auf dem Cover als Einzelautor aufscheint, tatsächlich aber nur Herausgeber ist, greift zudem in seinen Beiträgen auf altbekannte Stilmittel zurück: Pfarrer sind nicht Pfarrer, sondern "Pfaffen"; und eine ganze Menge Menschen sind auf einmal "dahergelaufene Möchtegerns" - und das alles ironiefrei und im vollen Ernst einer eher missglückten Polemik. Aber: Auch Polemik will gelernt sein, und da reicht es nicht aus, seitenweise aus Prospekten von Esoterikzeitschriften zu zitieren.

Wenn das das "wissenschaftliche Niveau" ist, mit dem man Hellingers nicht minder dubiosem Werk begegnen will, dann bleibt als Fazit: Gleich (Hellinger) und Gleicher (Goldner at al.) gesellt sich gern.

Ein weiterer Kritikpunkt ist das Vorherrschen psychoanalytischer Beiträge in diesem Buch: Als hätte die Psychoanalyse wissenschaftlich heutzutage einen besseren Status.

Fazit: Wer im Glashaus soll nicht mit Steinen werfen; und wenn schon, dann sollte er/sie wenigstens mit den richtigen Steinen werfen; und wenn nicht einmal das, dann wenigstens treffen. In diesem Buch geschieht nichts von alledem.
Abzuraten - es sei denn, man will zusehen, wie Ideologen unter sich einander bekriegen; aber dafür ist das Buch wiederum zu humorlos.

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45 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hellinger & Co 16. März 2003
Das Buch von Goldner mit den hervorragenden Beiträgen über Hellinger war längst fällig. Ich habe mich besonders darüber gefreut, dass gerade auch die irrwitzigen Statements von Hellinger zu Fragen der Politik und Geschichte entlarvt und offen auf den Tisch gelegt werden. Vor allem zum Holocaust gibt es von Hellinger ja die zynischsten Glaubensbekenntnisse. Beispielsweise setzt Hellinger die Studenten der Weißen Rose, die Geschwister Scholl, einer Mafiagruppe gleich - sie hätten sich gegen eine Gruppe gestellt, weil sie in einer anderen gebunden waren. Er sagt: "Die von der Weißen Rose haben Glück gehabt, dass das Regime zusammengebrochen ist. Jetzt sind sie die großen Helden. Hätten die Nazis gesiegt, wären sie die Verbrecher geblieben. Das ist der ganze Unterschied von Gut und Böse."
Hellinger sagt auch: "Philosophisch oder theologisch gesehen ist es nicht denkbar, dass je-mand durch sein Verhalten aus der Ordnung herausfällt. Der Einzelne kann sich seine Rolle nicht aussuchen, und im gesamten ist sein Verhalten sinnvoll." Dieses Denken, bezogen z. B. auf einen KZ-Arzt wie Mengele, heißt: "Philosophisch oder theologisch gesehen ist es nicht denkbar, dass Mengele durch sein Verhalten aus der Ordnung herausfiel. Er konnte sich seine Rolle nicht aussuchen, und im gesamten war sein Verhalten sinnvoll."
"Bei Traumata" - auch das sagt Hellinger - "oder wenn es etwas Schlimmes gab, wird meistens das Wichtigste vergessen, nämlich, dass es gut ausgegangen ist."
Hellinger-Adepten wie Adamaszek sprechen gar davon, dass "der Wert seiner (Hellingers) Einsichten Einfluss auf zukünftige Lösungen von Problemen nicht nur der Psychotherapie, sondern auch des Gesundheitswesens überhaupt, des Bildungs- und Rechtswesens sowie der Politik gewinnen werden" (M.E.G.a.Phon 23/1996).
Ich hoffe doch sehr, dass es niemals zu solch verbrecherischen Einflüssen kommt.
In Rastede (bei Oldenburg) gibt es mittlerweile die Kleeblattklinik unter der Leitung von Dr. Friedrich Ingwersen, in der Hellingers Ansichten über die Unschuld der Täter und Verbrechen der Opfer bereits verordnet und von den Krankenkassen bereitwillig abgerechnet und bezahlt werden.
Ich hoffe sehr, dass Goldners Buch großen Einfluss gewinnt - z. B. wieder selbst zu denken, anstatt sich von Hellinger & Co denken zu lassen. Jeder Mensch ist verantwortlich für das, was er tut, und jeder Mensch kann sich täglich für oder gegen etwas entscheiden. Ich werde für Goldners Buch intensiv und vor allem auch offensiv werben.
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