Diese Persiflage auf den American Way of Life, gespickt mit unglücklichem Sex und sinnlosem Mord, befasst sich grundlegend mit der zunehmenden Isolation der Menschen voreinander und parodiert gekonnt den in den 70er Jahren aufkommenden Sado-Masochismus in der Literatur. Wir begeben uns auf eine 166seitige irreale Reise durch die Wirklichkeit. Wir begleiten Constance und Bob bei ihren unbefriedigenden Fesselspielen, suchen mit den merkwürdigen und leicht unterbemittelten Logan-Brüdern nach deren gestohlenen Bowlingtrophäen und treffen Willard, ein Kunstwerk aus Pappmaschee.
Die Eltern der drei Logan Brüder (der Vater, ein menschenscheuer Mechaniker, die Mutter, eine immer nette, stets backende Hausfrau) erinnern uns an Arthur Millers Familie Loman aus Tod eines Handlungsreisenden!
Wie kommt es aber in dieser bizarren, sarkastischen und pechschwarzen Tragikomödie zu dem Zusatz: ein grotesker Kriminalroman? Ganz einfach: das eigentliche Rätsel, warum die Bowlingtrophäen gestohlen wurden bzw. von wem, bleibt nebulös und ungelöst! So schafft es Richard Brautigan uns zum Nachdenken zu bringen, nachzudenken über Erfolg und Misserfolg, Zwanghaftigkeit und gesellschaftlichen Abstieg.