Wilhelm Meisters Lehrjahre ist ein herrlicher Roman. Er ist befreit von der Melancholie des Werthers und auch von der Reimtechnik der Theaterstücke. Man liest ihn ohne sich zu langweilen. Wilhelm versagt sich dem bürgerlichen Beruf. Er will nicht in die Lehre des Kaufmanns gehen wie sein Vater. Wilhelm widmet sich der Kunst, er will Schauspieler werden. So sagt er allem bürgerlichen Gehabe ab und zieht in die Lande. Er führt ein Vagabundenleben, findet Philine, zieht mit ihr aus, schließt sich einer Künstlertruppe an und mach dort sein Glück. Die theatralische Sendung ist für Wilhelm Shakespeares Hamlet. In ihm sieht er das vollkommene Glück. Man erlebt die Abenteuer, die ihm auf seiner Reise begegnen, z.B. seine Verwundung, die Aufnahme Mignons und dessen Tod. Die vielen Frau mit den er sich einläßt. Mit Therese ist er verlobt und löst diese wieder auf. Am Ende findet er Natalien, das Abbild einer schönen Seele. So verbindet sich Adel und bürgerliche Gesellschaft. Diese kleinen Geschichten machen den Roman lesenswert und lässt uns in eine Welt abtauchen, die uns heute fremd erscheint. Man lebe in den Tag hinein und fühlt sich seines Glückes Schmied. Befreit von allen Sorgen widmet sich Wilhelm der Liebe und der freien Kunst. Wilhelm zieht nach bestandener Ausbildung aus und trägt sein Wissen in die Welt, er wird vom Abbe und Friedrich über die Alpen gesendet.