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Wilhelm Meisters Lehrjahre [Taschenbuch]

Ehrhard Bahr , Johann W von Goethe
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1986
Der Kaufmannssohn Wilhelm Meister, der mit der Schauspielerin Mariane einVerhältnis hat, wird von ihr betrogen, aber auch zu einer Theaterlaufbahn motiviert. Nach Jahren verlässt er seine Heimatstadt und schliesst sich einer Komödiantentruppe um den Akteur Melina an. Die erotische Attraktion der leichtsinnigen Philine beeindruckt ihn ebenso wie das schwermütige, männlich gekleidete, letztlich lebensunfähige Mädchen Mignon und ein unter alter Schuld leidender Harfner. Als die Truppe zum Gastspiel auf ein Grafenschloss geladen wird, lernt Wilhelm nicht nur eine schöne Gräfin, sondern auch den Theaterdirektor Serlo und dessen überspannte Schwester Aurelie kennen. Man will R Shakespeares Hamlet (um 1600) aufführen. Wilhelm studiert den Autor gründlich und spielt die Titelrolle, dann zersprengt der Brand des Theaters vorerst die Schauspieler. Wilhelm soll Lothario aufsuchen, den untreuen Liebhaber der sterbenden Aurelie. Die eingefügten Bekenntnisse einer schönen Seele setzen eine Zäsur. Dieses Manuskript bleibt zunächst rätselhaft, entpuppt sich nachher als Aufzeichnung einer Verwandten der Schlossbewohner, auf deren Schicksal die >>schöne Seele<< Einfluss genommen hat. Wilhelm lernt zu seiner Überraschung in Lothario und seinen Geschwistern aktive, verantwortungsbewusste, aufgeklärte Adlige kennen, die eine >>Turmgesellschaft<< bilden. Ihr Ziel ist es, im Hintergrund Gutes zu wirken und Menschen mit reicher Anlage wie Wilhelm zur Selbstfindung anzuleiten. Viele der Personen sind ihm schon zuvor begegnet, der ernste Jarno, der Abbé, vor allem aber eine schöne Reiterin namens Natalie, die den Reisenden gepflegt hat, als er Opfer eines Überfalls geworden war. Sie wird Wilhelms Frau, während er in dem Knaben Felix den Sohn seiner frühen Liebe Mariane findet. Da Wilhelm im Turm einen Lehrbrief erhält, möchte man seinen Weg als Ausbildung in Stufen begreifen, die ihn von der Theaterleidenschaft weglenkt hin zu praktischer Verantwortung in der Gesellschaft. Als Ideal scheint am Schluss die Selbstfindung, das Übernehmen von Verantwortung und eine Harmonie zwischen den Geschlechtern zu stehen. Bildung aber erscheint auch als Produkt einer Risikobereitschaft des Protagonisten. Wilhelm Meisters Wanderjahre trägt den Untertitel die Entsagenden. Von ihnen, d.h. der Turmgesellschaft, ist Wilhelm verpflichtet worden, gemeinsam mit seinem Sohn Felix, den er später einer >>Pädagogischen Provinz<< anvertraut, auf Wanderschaft nie mehr als drei Tage an einem Ort zu verbringen. In einer typisierten Landschaft lernt er Orte, Menschen und Berufe kennen, wird in Beziehungen verwickelt. Figuren aus dem ersten Teil begegnen ihm wieder, nunmehr stark allegorisiert, so taucht u. a. Jarno jetzt unter dem Namen >>Montan<< auf. Handwerklichen Beschäftigungsprojekten in der Heimat steht eine Gruppe von Auswanderern um Lothario gegenüber, die der vom Wandergebot entbundene, zum Wundarzt ausgebildete Wilhelm begleiten wird, der seine Kunst sogleich am verunglückten Felix beweisen kann. Nicht mehr das Ich, sondern der Ausgleich gesellschaftlicher Interessen in der Ära beginnender Industrialisierung steht im Zentrum des Werks.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 661 Seiten
  • Verlag: Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag (1986)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3150078261
  • ISBN-13: 978-3150078266
  • Größe und/oder Gewicht: 14,6 x 9,6 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 132.420 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Wie lebendig Goethes Wilhelm Meisters Lehrjahre, dieser erste Bildungsroman, noch immer ist, das zeigt Angela Gerrits in ihrer Hörspielbearbeitung. Wilhelm will auf dem Theater sein Glück suchen und seine erste Liebe heiraten. Aber jung und unerfahren wie er ist, kommt alles ganz anders. Er muß erkennen, daß seine Freundin ihn betrügt. Enttäuscht will er nichts mehr von Frauen wissen und kehrt auch der Dicht- und Schauspielkunst den Rücken. Da bekommt er plötzlich ein Schauspielengagement und als er bei einem Überfall verletzt wird, rettet ihn eine unbekannte Schöne.

Diese Schöne geht ihm nicht mehr aus dem Kopf. Er verschreibt sich dem Theater, doch bald veranlaßt ihn die rätselhafte Bekanntschaft der Gesellschaft des Turms, dem Theater zu entsagen. Kunst oder nicht Kunst, Frauen oder nicht Frauen, Verantwortung, Gefühl, Verstand. Wilhelm ist hin- und hergerissen zwischen den festen Vorsätzen, die er sich immer wieder auf's neue für sein Leben zurechtlegt, und den unvorhergesehenen Ereignissen, die immer wieder alles ins Wanken bringen. Als er erfährt, daß all diese Wirrungen von der Gesellschaft des Turms gesteuert waren, will er sich empört abwenden. Doch da taucht plötzlich die schöne Unbekannte wieder auf...

Bei einer Hörspielbearbeitung das Richtige wegzulassen, ohne zuviel abzuschneiden vom Eigentlichen, ist eine Kunst für sich. Die Autorin Angela Gerrits hat diese komplizierte Aufgabe "gemeistert" und diesen komplexen Text, der sowohl Theaterroman als auch Liebes-, Bildungs-, Entwicklungs- und Abenteuerroman ist, zu einem quirligen, spannenden Hörspiel zusammengekürzt. Die hohe Qualität dieser Aufnahme zeigt sich ebenfalls an der ausgesuchten Besetzungsliste (exzellent Bastian Trost als Wilhelm und Anna Thalbach als Mignon). Das ist ein Hörbuch gerade auch für diejenigen, die sich noch nicht so häufig mit Goethe und seinen Werken befaßt haben. Nach dem Genuß von nahezu 3 Stunden Wilhelm Meister hat man durchaus Lust auf mehr. --Anne Hauschild -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Wilhelm Meisters Lehrjahre –Wilhelm Meisters Wanderjahre
OA 1795/96; 1821, 1829 Form Roman Epoche Klassik
Der erste Teil repräsentiert den Roman der deutschen Klassik im Typus des Bildungsromans (Stichwort R S. 404), wie er von Goethe und Christoph Martin R Wieland geschaffen wurde und behandelt die paradigmatische innere Entwicklung eines Individuums sowie dessen geistige Bildung. Der zweite Teil stellt ein offenes Erzählkonzept in Goethes Altersstil dar, in dem die Lebenserfahrung und das Weltbild des Protagonisten erweitert wird.
Entstehung: Seit seiner Berufung nach Weimar bis 1786 hatte Goethe an einer ersten Fassung des Romans gearbeitet, deren Torso später als Wilhelm Meisters theatralische Sendung herausgegeben wurde. Im Austausch mit R Schiller gelang ihm 1794–96 schließlich die Vollendung der Lehrjahre, die in vier Bänden erschienen. Schon der übertragen zu verstehende Titel versprach eine Weiterführung, die Goethe allerdings erst 1821 – und dann in einer endgültigen Version 1829 veröffentlichte.
Inhalt: Der Kaufmannssohn Wilhelm Meister, der mit der Schauspielerin Mariane ein Verhältnis hat, wird von ihr betrogen, aber auch zu einer Theaterlaufbahn motiviert. Nach Jahren verlässt er seine Heimatstadt und schließt sich einer Komödiantentruppe um den Akteur Melina an. Die erotische Attraktion der leichtsinnigen Philine beeindruckt ihn ebenso wie das schwermütige, männlich gekleidete, letztlich lebensunfähige Mädchen Mignon und ein unter alter Schuld leidender Harfner. Als die Truppe zum Gastspiel auf ein Grafenschloss geladen wird, lernt Wilhelm nicht nur eine schöne Gräfin, sondern auch den Theaterdirektor Serlo und dessen überspannte Schwester Aurelie kennen. Man will R Shakespeares Hamlet (um 1600) aufführen. Wilhelm studiert den Autor gründlich und spielt die Titelrolle, dann zersprengt der Brand des Theaters vorerst die Schauspieler.
Wilhelm soll Lothario aufsuchen, den untreuen Liebhaber der sterbenden Aurelie. Die eingefügten Bekenntnisse einer schönen Seele setzen eine Zäsur. Dieses Manuskript bleibt zunächst rätselhaft, entpuppt sich nachher als Aufzeichnung einer Verwandten der Schlossbewohner, auf deren Schicksal die »schöne Seele« Einfluss genommen hat. Wilhelm lernt zu seiner Überraschung in Lothario und seinen Geschwistern aktive, verantwortungsbewusste, aufgeklärte Adlige kennen, die eine »Turmgesellschaft« bilden. Ihr Ziel ist es, im Hintergrund Gutes zu wirken und Menschen mit reicher Anlage wie Wilhelm zur Selbstfindung anzuleiten. Viele der Personen sind ihm schon zuvor begegnet, der ernste Jarno, der Abbé, vor allem aber eine schöne Reiterin namens Natalie, die den Reisenden gepflegt hat, als er Opfer eines Überfalls geworden war. Sie wird Wilhelms Frau, während er in dem Knaben Felix den Sohn seiner frühen Liebe Mariane findet.
Da Wilhelm im Turm einen Lehrbrief erhält, möchte man seinen Weg als Ausbildung in Stufen begreifen, die ihn von der Theaterleidenschaft weglenkt hin zu praktischer Verantwortung in der Gesellschaft. Als Ideal scheint am Schluss die Selbstfindung, das Übernehmen von Verantwortung und eine Harmonie zwischen den Geschlechtern zu stehen. Bildung aber erscheint auch als Produkt einer Risikobereitschaft des Protagonisten.
Wilhelm Meisters Wanderjahre trägt den Untertitel die Entsagenden. Von ihnen, d.h. der Turmgesellschaft, ist Wilhelm verpflichtet worden, gemeinsam mit seinem Sohn Felix, den er später einer »Pädagogischen Provinz« anvertraut, auf Wanderschaft nie mehr als drei Tage an einem Ort zu verbringen. In einer typisierten Landschaft lernt er Orte, Menschen und Berufe kennen, wird in Beziehungen verwickelt. Figuren aus dem ersten Teil begegnen ihm wieder, nunmehr stark allegorisiert, so taucht u. a. Jarno jetzt unter dem Namen »Montan« auf. Handwerklichen Beschäftigungsprojekten in der Heimat steht eine Gruppe von Auswanderern um Lothario gegenüber, die der vom Wandergebot entbundene, zum Wundarzt ausgebildete Wilhelm begleiten wird, der seine Kunst sogleich am verunglückten Felix beweisen kann. Nicht mehr das Ich, sondern der Ausgleich gesellschaftlicher Interessen in der Ära beginnender Industrialisierung steht im Zentrum des Werks.
Aufbau: Die acht Bücher der Lehrjahre, homogen mit wenigen Lyrikeinlagen, schildern Wilhelms Jugendliebe (1), seinen Auszug in die Welt (2), den Aufenthalt im Schloss (3), die Reise zu Serlo (4), die Hamlet-Aufführung (5), die Bekenntnisse (6), das Kennenlernen der Turmgesellschaft (7) und den Abschluss der Handlungsstränge mit der Auflösung vieler Rätsel (8).
Die Wanderjahre erscheinen harmonisch in drei Bücher gegliedert. Diese sind jedoch durchsetzt mit Novellen wie Das nussbraune Mädchen oder Der Mann von funfzig Jahren, mit Briefen und Tagebuchaufzeichnungen sowie Aphorismensammlungen. Der Erzähler greift stark ein; Topografie und Details von Personen, Gebäuden, Kunstwerken erscheinen extrem symbolisch.
Wirkung: Die junge Generation um die Brüder August Wilhelm (1767–1845) und Friedrich Schlegel (1772–1829) propagierte Wilhelm Meisters Lehrjahre wegen seiner Universalität und Vielgestaltigkeit sogleich als Muster des romantischen Romans. R Novalis, der bewusst und im Gegensatz zu Goethe am Ideal des Poetischen festhielt, bezog sich mit dem Heinrich von Ofterdingen (1802) auf das Werk, das auch großen Einfluss auf Der junge Tischlermeister (1836) von Ludwig R Tieck und Der Nachsommer (1857) von Adalbert R Stifter ausübte.
Wilhelm Meisters Wanderjahre, der keine ganzheitliche Romanhandlung bietet oder den Vorgängerroman steigernd fortsetzt, traf auf Enttäuschung und Unverständnis; selbst die Literaturwissenschaft ist seit langem um eine Rechtfertigung bemüht, und sei es durch den Nachweis verschiedenster Konzepte von moderner Offenheit. A. H.

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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Wälzer schreckt ab, ist aber eine Bereicherung 6. November 2008
Format:Taschenbuch
In »Wilhelm Meisters Lehrjahre« lässt Goethe den jungen Kaufmannssohn Wilhelm in die Welt hinausziehen. Anders als sein Vater strebt Wilhelm keinen »bürgerlichen« Lebensweg an. Er möchte gerne Schauspieler und Theaterautor werden. So reist Wilhelm umher und schließt sich schließlich einer wandernden Theatertruppe an. Auch so manche Erfahrung mit dem schönen Geschlecht bleibt nicht aus.

Während Wilhelm zu Beginn seiner Reise noch das Glück hold ist, so muss er im Laufe seinen Umherziehens auch manch schweren Schicksalsschlag wegstecken. Dieses Auf und Ab begleitet Wilhelm und verhindert, dass die Geschichte verflacht (zu beobachten bei Eichendorffs »Taugenichts«).

Es kommt auch zu mysteriösen Ereignissen. Spannende Fragen werden aufgeworfen: Was ist Mignons Geheimnis und warum wird der Harfenspieler wahnsinnig? Wer steckt hinter dem Geist, der bei der »Hamlet«-Aufführung erscheint? Was hat es mit dem »Turm« und seiner geheimnisvollen Gesellschaft auf sich? Am Ende lässt Goethe geschickt die Handlungsfäden zusammenlaufen. Und Wilhelm sieht sich mit der Frage konfrontiert, ob er den steinigen Weg eines Künstlers weitergehen will. So begründet sich im Ende der »Lehrjahre« das Bildungsideal der Klassik, dass eine Balance zwischen Bürgerlichkeit und Künstlertum vorsieht.

Viele Leser sind gleich abgeschreckt, wenn sie »Goethe« hören, und denken dabei an die nicht immer leichte Kunstsprache. Dieses Charakteristikum trifft auf die »Lehrjahre« aber nur in einem gemäßigten Rahmen zu und das Buch ist nach kurzer Eingewöhnung recht angenehm zu lesen. Das dieses 660 Seiten starke Werk seine Zeit braucht, um es durchzuarbeiten, ist wohl bewusst.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Der Bildungsroman" (...so schlimm ist er gar nicht) 15. August 2003
Von El Hongo
Format:Taschenbuch
Für jeden, der sich einen Funken für deutsche Literaturgeschichte interessiert, ist dieser Roman ohnehin Pflicht, da er der Inbegriff des Bildungsromans schlechthin ist, d.h. einem Roman, in dem die Hauptfigur danach strebt, "alles das, was im Innersten in ihm angelegt ist, im Leben zu verwirklichen", wobei er sich anfangs natürlich ziemlich dumm anstellt etc. Ob den heutigen "normal"-Leser diese Geschichte noch so mitreißt wie Goethes Zeitgenossen glaube ich allerdings nicht, zumindest kann ich das von mir nicht behaupten, denn das Thema ist natürlich ein gutes, wahres, schönes, und man spürt Goethes Genie und seine Fähigkeit, ein riesiges Universum in einen Text zu packen, aber W.Meisters Selbstfindung ist der heutigen Realität doch ziemlich fern. Da sie sich zum großen Teil im Theater abspielt, kann man jedoch nebenbei Einiges über das damalige Schauspielerdasein erfahren und bekommt einen Eindruck von der Shakespeare-Rezeption in Deutschland zu jener Zeit. Das ist nicht so abschreckend, wie es vielleicht klingen mag, denn die Geschichte ist fließend zu lesen und Goethe beherrscht die Sprache sehr beeindruckend, das humanistische Ideal des Bildungsbegriffs wird fassbar, und zum Teil ist es sogar lustig, oft schlüpfrig. Aber etwas sperrig ist dieses Stück Weltliteratur dann doch, oder vielleicht scheint es heute so, denn es ist spürbar aus einer anderen Zeit.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen gutes Buch!! 2. November 2010
Format:Taschenbuch
Wilhelm Meisters Lehrjahre ist im großen und ganzen ein sehr gutes Buch und vorallem auf jeden Fall lehsenswert. Für Goethe- Fans sowieso ein Muss, da ich mir vorstellen kann, dass man auch mehr autobiografisches von Goethe darin erfährt, als man denkt. Verglichen mit anderen Goethe- Büchern wie z.B Faust oder den jungen Werther, ist es zugegebener maßen nicht das beste, jedoch unterscheidet es sich trotzdem noch von Büchern anderer Autoren auf die wundervoll-verzaubernd-goethische Art ganz klar. ( Man merkt diese Rezesion ist von einem Goethe- Fan *lach*). Der erste Teil des Buches ( die Geschichte mit Marianen, das Kennenlernen der Theatergessellschaft, seine Gedanken zum Künstler, seine Gedanken zu Zuhause und zu der aufgabe des Schauspiels in Bezug auf die verschiedenen Stände, Mignon, Eifersucht)ist fabelhaft, inhaltlich wie formal und ich finde mich auf eine fast wundersame Art und Weiße darin wieder. Auch die Beschreibungen seiner Empfindungen waren für mich da sehr berührend. Allerdings wird das Buch dann nach und nach trockener und zäher, dies liegt eben daran weil die Zeit mit der Thatergessellschaft auch sehr viele Umstände und wechselnde Situationen beinhaltet die immer wieder erläutert werden müssen. Gegen Ende geht das Buch schon wieder etwas tiefer, ich erinnere mich da an ein sehr aufschlussreiches, intensives Gespräch mit Jarno, auch dadurch dass die Verstrickungen und Zusammenhänge der wundersamen Begebenheiten des Buches dann aufgedeckt werden ( die allerdings dem Buch auch einen klaren Pluspunkt durch Spannung und Durchdachtheit brachten) wird auch nochmal alles intensiever.... Lesen Sie weiter... ›
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ...aber eine super Soap! 29. April 2005
Format:Taschenbuch
mich hat die Leichtigkeit des Romans überrascht.
die ich von Goethe nicht unbedingt gewohnt bin.
Viele Themen werden behandelt, und gedeutet, und sind heute noch aktuell.
Besonders ist mir die stelle im Kopf geblieben, wo Wilhelm mit einen freund drüber streitet. ob in der Aufführung von W.S Hamlet, Hamlet denn sterben müsste, da ihn das Publikum lieber lebend sähe. Schöne Szene!
Auch bekommen einige Gedichte die man vielleicht schon kennt, einen tollen rahmen (Zusammenhang).
700 Seiten Goethe haben mich erst abgeschreckt - nun bin ich traurig das es zu ende ist! (muss mich also einer neuen soap widmen...)
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Buch
Habe das Buch bisher nur auszugsweise gelesen. Wenn ich Zeit habe werde ich weiter lesen. Gehört noch heute zur Standardliteratur der Germanistikstudenten.
Vor 5 Monaten von Behrend veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen und endlich hatte ich es durch, Daily Soap lässt...
Inhalt:
Die Geschichte handelt von den Lehrjahren des Wilhelm, der aus einem gutbürgerlichen Hause stammt und sich dennoch, trotz der Unbehage seines Vaters, immer weiter... Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Bücherfresser veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Tolle Ausgabe
Der Roman an sich ist auf ätzende Weise langweilig und nur schwer zu verstehen.
Die Topwertung gibt es aber für diese tolle Ausgabe: Günstig im Preis mangelt es... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. April 2011 von LukeSkywalker
4.0 von 5 Sternen Ermüdender Klassiker, und dennoch...
... lohnenswert! So schwierig es ist, Goethes überladenem, emotionstriefenden Jugendklassiker aus heutiger Sicht noch etwas abzugewinnen: Schlecht ist sein "Wilhelm Meister"... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Februar 2007 von Lesefreund
1.0 von 5 Sternen Eine Soap-Opera aus dem 18. Jahrhundert
Interessiert man sich für die Verhältnisse eines jungen Schauspielers und dessen Erfahrungen mit der Bitterkeit der Liebe, so wird man diesen 700-seitigen Roman wohl... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Oktober 2004 von "eva_debrodt"
4.0 von 5 Sternen Lernmaterialien??
Obwohl der Begriff Lernmaterialien anderes vermuten läßt, handelt es sich hier um das komplette Buch, dem lediglich ein kurzes Nachwort und um vergleichsweise wenige... Lesen Sie weiter...
Am 11. Januar 2001 veröffentlicht
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