Setzt man sich mit dem Führer auseinander, so erhält man ein differenziertes Bild vom Speiseplan unserer Vorfahren: Auch die Armen besaßen Möglichkeiten, ihre Mahlzeiten interessant und abwechslungsreich zu würzen, und viele heute als Nahrungsmittel vergessene Pflanzen versorgten sie im Winter und Frühling, wenn die Kulturpflanzen und Baumfrüchte nicht zur Verfügung standen, mit Vitaminen. Zudem erfährt man, welche Inhaltsstoffe bestimmte Geschmacksempfindungen und gegebenenfalls medizinische Wirkungen hervorrufen.
Die Abbildungen sind von guter Fotoqualität und vor allem, wie erwähnt, für die Bestimmung sehr aussagekräftig. Aus rein praktischer Sicht überzeugt der Führer ebenfalls, denn er hat ein angenehm handliches Format und eine robuste Kunststoffhülle, sodass er häufige Aufenthalte im Rucksack gut übersteht; dies auch dank dem kräftigen Papier. Wer gern draußen ist, wird mit dem Buch sicherlich viele interessante Entdeckungen machen und das gilt sogar für Gartenbesitzer. Denn diese werden manches so genannte Unkraut nicht mehr auf den Kompost, sondern in den Kochtopf oder in die Salatschüssel werfen