Die Fakten sprechen für sich:
· 3,5 Jahre Drehzeit
· 4 Jahre Produktionszeit
· alle 7 Folgen in HD (inkl. Making of)
· 26 Kamerateams
· 76 Stunden Flugaufnahmen
· 1.928 Drehtage
· 281.000 Reisekilometer
Anfangs war ich eigentlich ein wenig skeptisch. Was könnte Skandinavien bieten, was ich nicht schon irgendwo gesehen habe ?
Bereits nach der ersten Folge "Dänemark" war ich wirklich sehr überrascht. Bild u. Ton astrein (Konturen- u. Detailschärfe referenzwertig), Tier- und Landschaftsaufnahmen in einer Qualität, die ihres gleichen sucht. Ich habe des öfteren die Pausetaste gedrückt, um den Eindruck noch etwas länger genießen zu können.
Die weiteren Folgen Norwegen, Schweden, Island, Finnland und Grönland wurden ebenfalls mit sehr viel Liebe zum Detail, geschulten Augen und einer riesigen Portion Geduld abgedreht. Nicht umsonst haben die Leute von Jörn Röver 8 Preise beim "International Wildlife Award 2011" abgeräumt.
Auch den Vulkanausbruch des Eyjafjallajökull 2010 haben Jan Haft & Co. eingefangen. Ich habe nur immer die Aschewolken in den Nachrichten zu sehen bekommen. Hier wird sogar ein Lavafall gezeigt. Dazu gelernt habe ich, dass es "Doppelschnepfen" in Skandinavien gibt :o)) Die umfangreichen Informationen, die der sympathisch wirkende Sprecher vermittelt, lassen dem Zuhörer/Zuschauer Kompetenz und Sachverstand erkennen.
Das Beste zum Schluss: Das Bonusmaterial bzw. Making of sehe ich mir meistens zum Schluss an. Das Special dieser Produktion hat mich schlichtweg gefesselt und begeistert.
Fazit: Das Gesamtwerk ist eine Augenweide, spannend und interessant inszeniert und auf jeden Fall in der ersten Liga der Dokumentarfilme einzuordnen. Für Dokusammler darf diese siebenteilige Reihe über die Wildnis in Nordeuropa keinesfalls fehlen :o)