Es gibt keine erfundenen Geschichten. Alle Geschichten passieren in Wirklichkeit...
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> ..und wenn sie niemanden finden, der sie erzählen will, dann kommt das Böse in unsere Welt.
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> Wo die Tagebücher (bisher 1und 2) noch recht sperrig und wegen der großartigen, illustrationslastigen Aufmachung anstrengend zu lesen waren präsentiert sich der Roman als wirkliches Lesevergnügen.
> Der Wildernacht Romans setzt etwa 15 Jahre nach Kladde 02 ein. Charly, ein 15 jähriger Junge seines Zeichens schulschwänzender Computerfreak, fand vor einigen Jahren die Tagebücher von Michael Klondeik, und zwar versenkt, an dem Platz, an dem damals alles begann. Die Geschichten, die er dort liest, lassen ihn nicht mehr los. Schließlich baut er unter Zuhilfenahme der Tagebücher ein Computerspiel rund um das Universum von Wildernacht. Durch dieses Spiel wird er zum Bindeglied zwischen den Welten, er ermöglicht schließlich Galahad und Sally Wild Blanche, und weiteren Protagonisten aus dem "Land im Westen", in unsere Welt zu kommen und Flifla, eine Schlüsselfigur im Kampf gegen das Böse zu befreien. In den Sümpfen des Spreewaldes, kommt es zum alles entscheidenen Kampf.
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> Der Schreibstil ist jugendgerecht, unkompliziert . Die Handlung ist stellenweise heftig aber auch nicht blutiger als in vergleichbaren Werken. Die Geschichte wird in hohem Tempo erzählt und hält damit sicher auch den jungen ungeduldigen Leser bei der Stange. Die Spannung ist ebenfalls auf einem durchgehend hohen Niveau. Immer wieder gibt es Höhepunkte in der Handlung, immer wieder wird es für die Helden so eng, das man glaubt, jetzt ist es vorbei...
> Die Grundstory ist facettenreich und alles andere als simpel gestrickt. Geschickt sind in der Geschichte, Realität, Phantasiewelt, und bereits bekannte Sagen sowie deren Helden mehrschichtig ineinander verwoben, ohne für die anvisierte Zielgruppe zu komplex zu werden.
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> Das Buch ist liebevoll und hochwertig produziert. Drucklackelemente auf dem Cover, schwarzes Vorsatzpapier, Lesebändchen, griffiges Papier und wieder wunderschöne Illustrationen machen auch noch Freude, wenn man das Buch ausgelesen hat.
> Der Roman ist ab 12, was aber nicht bedeutet, daß man als Erwachsener keinen Spaß damit haben kann, ganz im Gegenteil.
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> Ganz besonders die Wildernacht Hintergrundidee, das Zeigen von Courage, das Einmischen und Hinsehen, ist es, die der Reihe einen Sinn weit über das Lesen hinaus gibt und dieser ist absolut unterstützenswert. Sie setzt sich sehr kritisch mit drängenden Problemen von Jugendlichen in der heutigen Zeit auseinander. Der zunehmende Handywahnsinn, sinnloses Töten in Computerspielen, Hilflosigkeit gegenüber globaler Umweltzerstörung und vieles mehr sind hier so eingearbeitet, dass man sich beim Lesen gerne mal Gedanken darüber macht. Dabei verzichtet Joachim Masannek zum Glück völlig auf den erhobenen Zeigefinger.
> Wenn man dem Autor glauben will, ist es ihm ein wirkliches Anliegen, nicht nur bei seinen Lesern ein Bewusstsein zu schaffen, für mehr Rücksicht, Liebe, Sorge und Verantwortung. Unterstützt wird diese Absicht durch verschiedenste Aktionen, die Joachim Masannek hierzu initiiert, finanziert und auf der gleichnamigen Seite im Internet dokumentiert. WILDERNACHT steht im Roman für Verrohung, soziale Kälte, Gier, Gewalt, Verantwortungslosigkeit und Gleichgültigkeit, die es zu bekämpfen gilt.
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> In diesem Sinne STOPPT WILDERNACHT