Bei "EL*KE" handelt es sich um ein Dreiergespann gebürtiger Emsländer, die sich nach Berlin aufmachten, um von dort aus die (deutsche) Musikwelt zu erobern. Seit Jahren tingelten sie dabei durch die (vorwiegend norddeutsche) Konzertszene, wobei sie sich eine stetig wachsende Fangemeinde erspielen konnten.
Dabei präsentieren "EL*KE" eine lange nicht mehr gesehene Mixtur aus nach vorne preschendem Punk, dreckigem Rock 'n' Roll und einer Prise Stoner-Rock. Dies alles wird zusammengehalten durch das heisere Gebell von Leadsänger Peter Bolmer.
Für Furore in den Clubs konnte seit gut einem halben Jahr die erste Single "Adrenalin" sorgen, die genauso treibend losbricht, wie der Titel bereits vermuten läßt.
Die Rastlosigkeit und die Wildheit, die sich auch durch weite Teile des Albums zieht (insbesondere bei "Was machen wir bloss" und dem brillianten Kracher "Verboten scheissegal"), sind auch die große Stärke von EL*KE.
In den Liedern, in denen ein Gang zurückgeschaltet wird, können "EL*KE" bei den Texten angenehm überzeugen. Nichts wirkt aufgesetzt; nie kommt der Eindruck auf, hier würde jemand Themen ansprechen, zu denen er eigentlich nichts zu sagen hätte. Daß es kompositorisch gerade bei den langsameren Stücken etwas lahmt ist einer der wenigen Kritikpunkte, die man der Band mit auf den Weg geben möchte.
Alles in allem: ein sehr reifes, unwahrscheinlich gut rockendes Stück Musik. Wer die Gelegenheit hat diese Gruppe mal live zu sehen, wird sich davon sicherlich überzeugen können.