Claudine André, eine leidenschaftliche und mutige Frau, erzählt in diesem Buch viel über ihr interessantes Leben und gibt den Leser dabei sehr persönliche Einsichten. Durch ihre Liebe zum Kongo und der Natur, fühlt sie sich verpflichtet etwas Gutes vor Ort zu tun und lässt sich auch von den politischen Unruhen, den finanziellen Problemen und den vielen Rückschlägen nicht entmutigen.
So erzählt André nicht nur von ihrem Leben mit den Bonobos, sondern erläutert auch ausführlich die Situation im Kongo, vor allem was den Natur- und Tierschutz angeht, aber auch die Politik und das Leben der Menschen kommen nicht zu kurz. Vor allem ist dieses Buch auch den vielen Menschen gewidmet, die sie auf ihrem Weg unterstützt haben.
Durchaus spannend und gefühlvoll erlebt man Seite für Seite das Leben von André und wie sie willensstark schließlich schafft, was sie sich immer erträumt hat - das Paradies der Bonobos zu eröffnen und erfolgreich zu führen.
Das ganze Buch über wünscht man sich, dass es mehr Menschen wie Claudine André geben würde, sie ist wirklich ein Vorbild was den Natur- und Tierschutz in Afrika angeht, nicht nur in Bezug auf die Bonobos. André führt dem Leser auch vor Augen, dass Umwelt- und Tierschutz immer im Einklang mit den Bedürfnisse der Menschen, die dort leben, sein muss, aber dass er es auch sein kann, wenn man sich nur die Mühe macht, die Menschen dort zu verstehen.
Einziges Minus des Buches ist, dass es nicht so viele allgemeine Informationen über Bonobos enthält, was meiner Meinung nach durchaus sinnvoll gewesen wäre, da diese Tiere bei vielen noch unbekannt sind.