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Wilde Wege, stille Dörfer: Wanderungen in den Abruzzen
 
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Wilde Wege, stille Dörfer: Wanderungen in den Abruzzen [Broschiert]

Christoph Hennig , Georg Henke
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Broschiert, 1. April 2007 --  

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Produktinformation

  • Broschiert: 337 Seiten
  • Verlag: Rotpunktverlag; Auflage: 1. A:. Ausführlicher Serviceteil mit GPS-Daten. (1. April 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3858693464
  • ISBN-13: 978-3858693464
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 425.651 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Christoph Hennig
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
25 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein echter Geheimtipp 18. Januar 2008
Format:Broschiert
Christoph Hennig, geboren 1950, lebt in München und in den Cinque Terre. Er leitet Kunst- und Wanderreisen an der ligurischen Küste. Er ist Autor mehrerer Reiseführer über Italien, u.a. des Bandes "Cinque Terre", den ich an gleicher Stelle vorgestellt habe. Im vorliegenden, soeben beim schweizer Rotpunktverlag erschienenen Wanderführer nimmt er sich eines touristisch weitgehend ignorierten Landstriches an, den nordöstlich von Rom im Landesinneren gelegenen Abruzzen.

"Wilde Wege, stille Dörfer" beschreibt diese zentralitalienische Berggegend schon relativ präzise. Unabhängig davon, dass Linienbusse ab Rom die beschriebene Gegend in gut anderthalb Stunden erreichen, befindet man sich doch gefühlte Lichtjahre entfernt vom Rummel der ewigen Stadt. Geheimtipp möchte ich die Abruzzen nicht nennen, gleichwohl richtet sich der vorgestellte Landstrich an Reisende, die auch ohne 70er Jahre Betonburgen, Andenkenstände, Speisekarten auf deutsch oder "Wellness-Oasen" auskommen können. Dagegen erwarten den Wanderer stundenlange Touren in weitgehender Einsamkeit durch prächtige Berglandschaften und durch weitgehend authentische Dörfer. Für ein paar Tage oder Wochen kann man in den Abruzzen - so man sich denn darauf einlässt - in ein weitgehend unverfälschtes Italien eintauchen.

Grundgerüst des Buches ist eine zweiwöchige Tour von Nord nach Süd, von der Gegend um Amatrice über den an die 3000 m hohen Gran Sasso dItalia bis hinunter in die Gegend um den Monte Greco. Dies aber nur als inhaltlicher Rahmen, selbstverständlich kann man auch nur einzelne Abschnitte oder Routen wandern. Die Gesamtwanderung unterteilt sich nämlich in 20 Tagestouren (und deren Varianten), die ihrerseits neben allerlei sinnvollen Informationen zu Einkaufen, Essen und Übernachten sehr wortreich beschrieben werden, wie fast überall in Italien sind die Wegbeschilderungen nälich eher dürftig. Hennigs Wegbeschreibungen tragen diesem Umstand Rechnung und machen ein Auffinden des Wegs anhand von unveränderlichen Landmarken möglich.

Ich selbst kenne den nördlichen Teil der vorgestellten Region aus verschiedenen Reisen recht gut und kann Herrn Hennigs Begeisterung nur beipflichten. Wer Italien liebt, aber die üblichen Touristenregionen bereits abgegrast hat und sich womöglich nicht daran stört, in der Dorftrattoria nicht auf deutsch angesprochen zu werden, dem sei dieser landschaftlich sehr reizvolle Landstrich wärmstens ans Herz gelegt. Der Gran Sasso ist sehr imposant und reizvolle Städtchen wie Rieti bieten mit Sicherheit Anlass auch für einen mehrtägigen Aufenthalt. Die Wanderungen selbst sind zwar keine Spaziergänge in der Ebene, erreichen aber weitgehend (mit Ausnahme der Gipfelabstecher auf den Campo Imperatore) nicht die Schwierigkeitsgrade der Alpenwanderungen.

Insgesamt zeugen die Reisebeschreibungen einerseits von einem Willen zur Praktikabilität (GPS-Wegpunkte, Unterkunftsmöglichkeiten, Höhendifferenzen, Trinkwasser,), andererseits von einer umfassenden Beschäftigung mit dem Subjekt. Neben den Tourenbeschreibungen wird der Text immer wieder aufgelockert durch Exkurse zu kulturellen oder historischen Begebenheiten zu den besuchten Orten. Alles in allem ein sehr überzeugender Wanderführer durch eine ebenso hinreißende wie unentdeckte Bergregion, der zudem sehr angenehm und spannend zu lesen ist und sehr viele Informationen zum Thema vermittelt.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kulinarische Wanderbibel 3. Oktober 2009
Von elefi
Format:Broschiert
Ein ganz schön dickes Buch hat der Herr Hennig da geschrieben, eigentlich viel zu schwer für einen Wanderführer, aber das gute Stück zuhause zu lassen haben wir uns dann doch nicht getraut. Schon im Vorfeld unserer Reise hat es Spaß gemacht darin zu lesen, besonders die kulinarischen Hinweise haben uns das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen (und da war nichts zuviel versprochen - auch wenn wir mit unserer knappen Reisekasse nur in Ausnahmefällen in Gasthöfen abgestiegen sind - die Küche der Abbruzzen ist deftig aber sehr sehr lecker!) Auf der Webseite des Verlages fanden wir hilfreiche Nachträge zu Wegänderungen und zur Situation in der Region nach dem Erdbeben im April dieses Jahres. Einmal in den Abbruzzen angekommen mussten wir feststellen, dass die Wegbeschreibungen nicht immer in die richtige Richtung weisen (aber das kommt wohl bei den meisten Wanderführern mal vor). Zum Glück hatten wir zum einen eine ziemlich gute Karte (vom Verlag "IL LUPO" - auch eine Empfehlung des Autors - in Rom erworben), zum anderen orientiert sich die Wegbeschreibung größtenteils an den Wegmarkierungen des "Sentiero Italia". Viele lustige Begegnungen hat uns der Ziegelstein beschert! Den einen Punkt Abzug gibt's es für Gewicht und Preis..
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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Wer definitiv genug hat von den in allen Farben der Freizeitkleidung leuchtenden Trampelpfaden, den lädt Christoph Hennig zum Wandern in die Abruzzen ein: Im Herzen Italiens gelegen und dennoch weitab vom touristischen Rummel um Kulturdenkmäler und hippen Gastro- und Einkaufsmeilen erstreckt sich das Bergmassiv der Abruzzen von den Toren der Hauptstadt Rom nach Nordosten hinauf bis an die Adria. Lange Sandstrände gehören ebenso dazu wie sanfte Hügellandschaften, die im Frühling mit Blumenteppichen bedeckt sind, malerische Dörfer, aber auch zerklüftete Schluchten und karges Hochgebirge, das im Gran Sasso d'Italia auf fast 3'000 Meter Höhe ansteigt. Weitgehend unbekannt und bis vor kurzem schlecht erschlossen, sind die Abruzzen heute auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, von Rom aus in weniger als zwei Stunden.

Das ist der Ausgangspunkt für Hennig, erprobter Führer von Wander- und Kulturreisen und Autor von Wanderbüchern über die Toskana sowie Cinque Terre, aber auch des tourimustheoretischen Essais 'Reiselust'. Je nach Saison, verfügbarer Zeit und Leistungsanforderungen schlägt Hennig verschiedene attraktive Touren vor und beschreibt die Tagesetappen akribisch, was aufgrund fehlender genauer Karten hilfreich ist. Zuweilen mögen die in 'ich-Form' gehaltenen Erklärungen im Stil von 'Ich biege bei dem grossen Stein rechts ab und halte mich an einen alten Hirtenpfad...' etwas seltsam anmuten. Doch geben sie Aufschluss von einem, der die Routen profund erkundet hat, ebenso wie die Unterkünfte, Ristoranti und Trattorie entlang des Weges. Davon zeugen die teils mit Verve vorgebrachten Tipps für ausgesuchte Leckerbissen oder auch für 'sensible Gäste', die im Hotel xy 'ein Schleiflacktrauma erleiden' könnten.

Interessant wie in allen Wanderführern des Rotpunktverlags sind auch hier die 'Ausflüge' ' die kleinen Zwischenkapitel mit Hintergrundinformationen zur Geschichte der Emigration etwa oder der Schafzucht, der Hirten und den Bären, zu Schriftstellern wie Ignazio Silone, der aus den Abruzzen stammt, oder Gabriele D'Annunzio, Conrad Escher oder Joseph Beuys, die ihre Spuren in den Abruzzen hinterlassen haben, oder zu Kämpfen für einen umweltnahen, sozialverträglichen Tourismus. Da lernt man auch, wie die Abruzzen von der unwegsamen Abgeschiedenheit heraus in kürzester Zeit den Sprung in die globalisierte Welt wagten mit neuen hochtechnologisierten Firmen und einem Netz an Zuliefern aus Klein- und Mittelbetrieben. Kein Zweifel: Christoph Hennigs neuer Wanderführer macht Lust, die Abbruzzen besser kennen zu lernen und dafür zu Fuss zu erkunden.
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