Christopher Ross greift in seinem neuen Roman ein auch heute noch akutes Thema auf, siedelt die fiktionale Handlung aber Mitte des 20. Jahrhunderts an.
Die junge Rodeoreiterin Peggy Corbett wird 1959 Zeugin einer brutalen Jagd auf die letzten Mustangs Nordamerikas. Bestimmte Kreise versuchen die Tiere auszurotten, sie töten sie und verarbeiten das Fleisch der Pferde zu Tiernahrung. Peggy ist entsetzt von den bösartigen Jagdmethoden der Tierfänger. Sie macht die Bekanntschaft der Aktivistin Cattle Horse Annie, die sich mit aller ihr zur Verfügung stehenden Kraft dafür einsetzt, das Leben der wilden Tiere in Freiheit zu sichern. Zusammen versuchen die Frauen - unterstützt von anderen - energisch ihre Interessen durchzusetzen. - Hinzu kommt, wie zumeist in den Romanen von Ross, eine Liebesgeschichte: Peggy lernt einem jungen Cowboy kennen, findet ihn sympathisch kann ihn aber zunächst nicht akzeptieren, da sie in ihm einen der Mustangschlächter sieht ...
Christopher Ross versteht es Spannung zu entwickeln, sein Roman ist gut zu lesen, handlungsreich und zeugt nicht zuletzt auch von der Verbundenheit des Autors mit dem amerikanischen Westen und seinen tierischen und menschlichen Bewohnern. - Der Verfasser weiss, wovon er schreibt, man merkt, dass er gründlich recherchiert hat! Er bietet uns mit "Wilde Pferde in Gefahr" eine höchst lesenwerte fiktionale Geschichte mit sympathischen Protagonisten und zugleich ein ergreifendes Plädoyer für die Freiheit und das ungebundene Leben der amerikanischen Mustangs.