Serien kranken oft daran, dass auf einen wunderbaren ersten Teil ein flauer zweiter folgt, der dritte Teil gerade noch gut genug ist, um erträglich zu sein ...
Nicht bei diesem Buch. Es setzt nahtlos da an, wo der erste Teil aufhörte: Hamlet und sein ungewöhnliches "Rudel" halten zusammen, gegen Menschen, Hunger und allen Widrigkeiten. Beklemmend die Suche nach den Ursprungen ihres Daseins, rührend die Sorge um ein totkrankes Mitglied des Packs. Auch die bösartige Gier des Zoodirektors und seiner Töchter erhält mehr Tiefe und Hintergrund und wirkt dadurch realistischer.
Der Autor hat sehr genau hingesehen, was uns Menschen ausmacht, er hält uns schonungslos den Spiegel vor - ohne Zeigefinger, dafür mit jede Menge Sinn für Humor und Situationskomik, aber eben auch bewegenden Szenen.
Das offene Ende schmerzt. Vor allem deswegen, weil die Fortsetzung erst nächstes Jahr erscheinen wird und die Leseprobe von Teil 3 so ungemein appetiterregend ist. Das sollte aber kein Grund sein, vor dem Kauf dieses Buches zurückzuschrecken. Es ist rundum gelungen und läd zum wieder- und wiederlesen ein. Spätestens, wenn die Fortsetzung kommt.