Ich habe schon etliche Bücher gelesen. Sei es Liebes-Romane oder auch mal aus der Ecke des Grusseln's. Kurz vor dem lesen von "Wilde Orchideen" habe ich einen anderen Roman mit Irrungen und Wirrungen gelesen, der diesem nicht das Wasser reichen konnte. Daher war ich gespannt, was mich wohl in "Wilde Orchideen" erwartet. Der Anfang fing schon recht gut an. Auch wenn ich nicht gerade ein Liebhaber von Erzählungen über Verstorbene Lieben bin, hat mich doch die Schreibweise gefesselt. Der schwarze Humor in diesem Buch über und von zwei eigenbrödlerischen Personen ist herrlich. Ich habe dann und wann wirklich herzhaft lachen müssen. Aber auch die Mischung aus den Problemen im Jetzt und der Vergangenheit, den Empfindungen und Eindrücken aus zwei verschiedenen Blickwinkeln ist sehr interessant beschrieben. Da ist eine junge Frau mit einer makaberen Vergangenheit von der sie nicht weiß wie real sie ist oder doch nur auf Trugschlüssen und Erzählungen beruht. Und ein schon leicht in die Jahre gekommener Schriftsteller, der schon fast mit dem was ihn ausmacht - dem Schreiben - abgebschlossen hat. Diese beiden treffen aufeinander. Und auch wenn es keiner der beiden "Protagonisten" glauben will, sie passen wie der Deckel auf den Topf zueinander. Ja der Schluss war etwas verwirrend, aber doch erfreulich, dass der lang angedeutete Funke von Erotik dann mit Witz und Gefühl einbezogen wurde. Wer will schon im Abspann den Teufel in Rauch aufgehen sehen.
Auch wenn ich den Anschein bekommen habe, dass dies eine neue Richtung von Jude Deveraux ist, so bin ich froh sie jetzt erst entdeckt zu haben. Was soll man mit schmalzigen Liebesromanen, wenn in dieser Schriftstellerin doch noch mehr steckt?.